Heynckes-Truppe glänzt

Gala im Klassiker: Bärenstarke Bayern demütigen BVB

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Der FC Bayern lieferte gegen den BVB eine richtige Gala ab.

Ein unwiderstehlicher FC Bayern in Gala-Form hat den "Rivalen" Borussia Dortmund historisch gedemütigt und sich auf beeindruckende Art für höhere Aufgaben warmgeschossen.

München - Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes spielte in einem völlig einseitigen deutschen Klassiker eine Halbzeit lang wie entfesselt auf und demontierte den desolaten BVB beim 6:0 (5:0) nach allen Regeln der Fußballkunst.

5:0 zur Pause - das hatten die Münchner nicht einmal bei ihrem höchsten Bundesliga-Sieg, dem 11:1 (4:0) gegen die Borussia 1971, geschafft. "Sie haben mit uns Katz und Maus gespielt", klagte BVB-Kapitän Marcel Schmelzer. Weil der Rekordmeister mit Blick auf das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League am Dienstag beim FC Sevilla drei Gänge zurückschaltete, blieb es diesmal immerhin einstellig.

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"Am Ende waren die Dortmunder auf Schadensbegrenzung aus, das war dann von beiden Seiten nicht mehr so spannend", sagte Weltmeister Mats Hummels bei Sky. Er sprach vor dem Champions-League-Spiel von einer "verdammt guten Fußballmannschaft mit guter Mentalität, das große Ganze passt bei uns".

Für Peter Stöger war die erste Bundesliga-Niederlage als Dortmund-Coach im 13. Spiel dennoch äußerst schmerzhaft. Eine Weiterbeschäftigung des Österreichers scheint nach dieser Blamage unvorstellbar.

Dreierpack von Lewandowski, James überragt

Robert Lewandowski (5., 44., 87.), der überragende James (14.), Thomas Müller (23.) und Franck Ribery (45.+1) trafen vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena für die Bayern. Die, kündigte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Spiel bei Sky an, werden "bis spätestens Ende April" ihren neuen, "deutschsprachigen" Trainer präsentieren.

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Wohl nur noch eine Woche warten müssen die Fans auf die sechste Meisterschaft in Serie und 28. insgesamt. Weil Schalke 2:0 gegen Freiburg gewann, können die Bayern nun frühestens am 7. April in Augsburg feiern. Eines Meisters würdig war schon die Vorstellung gegen den BVB.

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Dabei hatte sich Stöger anders als beim Pokal-Aus kurz vor Weihnachten in München gegen die defensive Dreierkette und für die vermeintlich stabilere Variante mit vier Abwehrspielern entschieden. Doch den mit Wucht und Leidenschaft anrennenden Bayern hatten Schmelzer und Co. nichts entgegenzusetzen.

Lewandowski eröffnete den Torreigen auf Müllers Pass hin nach 290 Sekunden aus abseitsverdächtiger Position. Das vermeintliche 2:0 durch Ribery (9.) wurde von Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) wegen Abseits zurückgepfiffen. Doch nur fünf Minuten später schlug Zauberfuß James nach Flanke von David Alaba zu. Müller erhöhte nach Hereingabe des Kolumbianers.

Weil der BVB ungeschickt verteidigte und im Mittelfeld keinen Zugriff bekam - vor allem James konnte machen, was er wollte -, tauschte Stöger den überforderten Gonzalo Castro gegen Julian Weigl aus (29.). Doch die Bayern mit den nimmermüden Balldieben Javi Martinez und Mats Hummels lockerten ihren Würgegriff nur für wenige Minuten. Dann schlug Lewandowski aus dem Gewühl heraus erneut zu. Ribery traf mit einem schönen Heber.

Wohl gemerkt: Dortmund hatte nicht seine A-Jugend geschickt, mit Mario Götze und Andre Schürrle standen sogar zwei Weltmeister in der Startelf. Beide enttäuschten maßlos, auch wenn Götze mit einem verunglückten Schuss den Pfosten traf (66.).

sid

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