BVB-Trainer Jürgen Klopp übt sich in Zurückhaltung

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Im Gegensatz zu Watzke gibt sich Jürgen Klopp (Foto) sehr einsilbig.

DORTMUND - Am Samstag treffen um 18.30 Uhr Meister Bayern München und der Tabellenzweite Borussia Dortmund aufeinander. Unser Münchener Partnerportal tz.de berichtet in einem Live-Ticker über die 90 Minuten, ab 18 Uhr berichtet außerdem Radio Lippe Welle live vom Topspiel. Reporter ist Matze Dröge.

Von Peter Schwennecker

Eine Partie, die ansonsten die Massen elektrisiert, wird zur Nebensache. Deshalb ist das Medieninteresse bei der Pressekonferenz des BVB ähnlich gering wie vor einer Begegnung mit Hoffenheim oder Braunschweig.

„Es ist ein sensationeller Zeitpunkt für das Spiel gegen Bayern“, flunkert BVB-Trainer Jürgen Klopp, dessen Profis Madrid noch in den Beinen, die Münchner direkt vor Augen, aber das Pokal-Halbfinale gegen Wolfsburg schon im Kopf haben. „Der Pokal hat bei uns absolute Priorität“, betont der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke, in einem Interview mit dem „Kicker“. Eine Botschaft, die Klopp längst aufgenommen hat: „Nach dem Ausscheiden gegen Madrid haben wir nur noch am Dienstag die Chance auf ein Finale.“

Für Ilkay Gündogan ist die Saison endgültig gelaufen.

Ansonsten gibt sich Klopp im Gegensatz zu Watzke, der sich seit Tagen verbale Scharmützel mit dem designierten Bayern-Präsidenten Karl Hopfner liefert, sehr einsilbig, will weder etwas zu den Münchnern noch zum Thema Rotation oder Wettbewerbsverzerrung sagen.

Schließlich hat sich der Fußball-Lehrer fest vorgenommen, sich zu ändern: „Ich werde versuchen, mich nicht mehr zu Dingen zu äußern, die ich zwar nicht ändern, aber durch meine Aussage groß machen kann.“ Klopp spricht es aus und beantwortet die folgende Frage entgegen sonstiger Gepflogenheiten gleich kurz und knapp: „Kein Kommentar.“

Gesprächig wird er nur, wenn es um das eigene Personal geht. Mit Henrikh Mhkitaryan, der gegen Madrid drei Riesenchancen vergab und anschließend sehr geknickt war, hat er ein Gespräch geführt. „Er ist ohne ein Lächeln gekommen, und mit einem Lächeln wieder herausgegangen“, sagt Klopp, der dem Armenier bescheinigt, gegen Real die meisten der vielen Aufträge perfekt erfüllt zu haben.

Gegen die Bayern stehen am Samstag die zuletzt angeschlagenen Nuri Sahin und Sokratis zur Verfügung. Während Marcel Schmelzer das Comeback erst für das Heimspiel gegen Mainz plant, rechnet Klopp in dieser Saison nicht mehr mit Ilkay Gündogan, der seit August an einer Rückenverletzung laboriert: „Das liegt allein am Heilungsprozess. Es ist nur klar, dass alles gut wird. Man muss aber respektieren, dass das Zeit braucht.“

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