Auch Freunde und Bekannte fuhren seinen Pkw

Weiteres Ermittlungsverfahren gegen Marco Reus eingestellt

Marco Reus

Dortmund - Die Dortmunder Staatsanwaltschaft hat ein Ende 2014 eingeleitetes Strafverfahren gegen den BVB-Fußballer Marco Reus eingestellt. Einmal mehr ging es dabei um vorsätzliches Autofahren ohne Führerschein.

Den Informationen von Freitag zufolge war gegen Reus am 25. November 2014 vom Amtsgericht Dortmund aufgrund eines Antrages der Staatsanwaltschaft Dortmund ein Strafbefehl erlassen worden. Darin wurde gegen den Fußballprofi wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis in sechs Fällen eine Gesamtgeldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 6000 Euro (gleich 540.000 Euro) festgesetzt. Dabei ging es um den Zeitraum von September 2011 bis März 2014. Die Geldstrafe hat Reus im Mai 2015 vollständig gezahlt.

Weitere Taten konnten zum damaligen Zeitpunkt nicht sicher festgestellt werden. Zu einer sicheren Feststellung der Straftat des vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis reicht allein die begründete Vermutung, dass Reus seinen Pkw weitaus häufiger gefahren hat, nicht aus, sondern es bedarf laut Staatsanwaltschaft der genauen Benennung des Tatzeitpunktes, des jeweiligen Tatortes und des jeweils geführten Pkws.

Aufgrund von neuen Hinweisen war Ende 2014 ein weiteres Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft Dortmund eingeleitet worden. Dieses Verfahren wurde jetzt Tag eingestellt.

Aufgrund der Vernehmungen von zahlreichen Zeugen, darunter aktueller und ehemaliger Mitspieler, sowie der Auswertung von Lichtbildern konnte Reus kein weiteres Fahren ohne Führerschein nicht nachgewiesen werden. Es habe sich stattdessen herausgestellt, dass Reus seine Pkw auch Freunden und Bekannten zur Verfügung gestellt habe, "die ihm zum Teil ähnlich sehen". Bei drei Geschwindigkeitsverstößen mit Fahrzeugen des Beschuldigten wurden zweifelsfrei andere Personen "geblitzt". - WA

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