DFB-Pokal-Finale

Mit einem „sicheren Ding“ schießt Aubameyang den BVB zum Pokalsieg

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Aubameyang hat nach seinem Elfmetertor allen Grund zum Feiern. 

Berlin - Normalerweise ist Marco Reus „Mr. Elfmeter“ beim BVB. Doch da Reus wegen einer Knieverletzung nicht mehr auf dem Feld stand, musste ein anderer die Verantwortung im Endspiel um den DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt übernehmen.

Dortmunds Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang ließ sich nicht lange bitten. Der Gabuner schnappte sich zügig den Ball und verwandelte den Foulelfmeter mit einem Heber im Stile des ehemaligen tschechischen Profis Antonín Panenka. Panenka hatte einst bei der Europameisterschaft 1976 nach dem legendären Fehlschuss von Uli Hoeneß über das Tor mit einem Lupfer gegen Sepp Maier den EM-Sieg für die Tschechoslowakei perfekt gemacht. 

Schmelzer und Co. jubeln - Die Bilder des DFB-Pokal-Finales Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt

Auch, wenn es zur betonten Lässigkeit von Aubameyang passen würde, war der gechippte Ball in die Tormitte kein Akt der Coolness, wie Dortmunds Trainer Thomas Tuchel nach dem Abpfiff verriet: „Das sieht dann zwar ein bisschen nach Veräppelung aus von ihm, aber das war mit Bedacht gemacht. Am Ende ist es ein sicherer Elfmeter, weil wir das vorher thematisiert haben.“ 

Tuchels Plan - Aubameyang führt aus

Mit „Thematisiert“ spielte Tuchel auf das Verhalten von „Elfmeterkiller“ Lukas Hradecky an. Der Frankfurter Schlussmann parierte in dieser Saison unter anderem bereits im Achtelfinale des DFB-Pokals beim Zweitligisten Hannover 96 (2:1) einen Strafstoß. „Zu 'Aubas' Elfmeter kann ich nur sagen, dass es ein sicheres Ding war. Wir haben die Elfer von Hradecky im Vorfeld analysiert. Der ist wahnsinnig schnell in den Ecken, deswegen hält er auch so viele Dinger“, gibt Tuchel einen Einblick in seine Analysen. 

Für Aubameyang war der verwandelte Strafstoß nach Foul von Hradecky an Christian Pulisic Treffer Nummer 40 im 46 Pflichtspiels des Gabuners in dieser Saison. Diese Quote ist schlichtweg weltklasse und machte „Auba“ deshalb für andere Klubs interessant. Das ölreiche Paris St. Germain soll aktuell die besten Karten für eine Verpflichtung des 27-Jährigen haben. Doch wer weiß: Vielleicht hat der DFB-Pokalsieg auch die Lust auf mehr bei der Borussia geweckt. Denn jetzt steht fest, dass flinke Angreifer auch im schwarz-gelben Trikot Titel einheimsen kann.

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