Premier League

Ehemaliger Coach der BVB-Reserve: Kommt Wagner in die Bundesliga?

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Ist die Zeit reif für die Bundesliga bei David Wagner?

David Wagner hat in der prestigeträchtigen Premier League mit dem Underdog Huddersfield Großes erreicht. Nach seinem Abschied könnte er in der Bundesliga Begehrlichkeiten wecken.

Huddersfield/Dortmund – David Wagners Worte dürften manchem Fan eine Gänsehaut beschert haben. "Seit dem ersten Tag, an dem Christoph (Co-Trainer Bühler, Anm.d.Red.) und ich hier ankamen, habt ihr uns das Gefühl gegeben, ein Teil von euch zu sein", schrieb der 47-Jährige am Tag nach der Trennung von Huddersfield Town: "Zusammen haben wir Unglaubliches erreicht. Wir haben den Traum von der Premier League wahr gemacht."

Der deutsche Trainer war 2015 von Borussia Dortmunds Reserve zu den Terriers gewechselt, im zweiten Jahr schaffte er mit dem kleinen Verein aus der Grafschaft West Yorkshire sensationell den Aufstieg. Es war nach der Meisterschaft von Leicester City das nächste Märchen für die englische Fanseele.

Beliebt bei den Spielern

Dass Wagner in Huddersfield nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz eine gute Figur abgegeben hat, zeigen die Kommentare seiner ehemaligen Spieler in den Sozialen Medien. "Ich bin unglaublich stolz auf alles, was du für Huddersfield und mich persönlich getan hast", schrieb zum Beispiel der gebürtige Kölner Elias Kachunga.

Angreifer Joe Lolley, der mittlerweile für den Zweitligisten Nottingham Forest auf Torejagd geht, erinnerte an die Anfangszeit unter Wagner: "Ich erinnere mich noch daran, wie wir in unserem ersten Heimspiel 0:2 gegen Middlesbrough verloren hatten. Während ich den Platz verließ, wusste ich, dass etwas Besonderes passieren wird."

Wagner wollte eine Pause

Auf den Aufstieg in die Premier League folgte der mindestens ebenso überraschende Klassenerhalt. Nach 22 Spieltagen in der laufenden Saison mit nur elf Punkten folgte die Ernüchterung: Wagner schien nicht mehr an den Klassenerhalt geglaubt zu haben, deshalb löste er den bis 2021 laufenden Vertrag mit dem Klub im beiderseitigem Einvernehmen vorzeitig auf, wie Vorstandschef Dean Hoyle bestätigte. "Ich hatte nicht die Absicht, David in dieser Saison zu entlassen", sagte Hoyle. Wagner sei zum Vorstand gekommen und habe "deutlich gemacht, dass er eine Pause von den Strapazen des Fußballmanagements braucht".

Hoyle würdigte seinen ehemaligen Teammanager und geriet dabei ins Schwärmen. "Unter Davids Führung haben wir auf dem Fußballplatz Dinge erreicht, die meine kühnsten Erwartungen als Vorsitzender und als Fan weit übertroffen haben", erklärte der Vereinsboss: "Seine Erfolge werden ihn zusammen mit großen Namen wie Herbert Chapman und Mick Buxton in die Geschichtsbücher von Huddersfield Town bringen - sie alle sind legendäre Manager, die das Gesicht dieses Klubs verändert haben."

Wiedersehen in der Bundesliga?

Mit den Fähigkeiten, die Wagner im Haifischbecken Premier League gezeigt hat, dürfte auch ein künftiges Engagement in der Bundesliga nicht ausgeschlossen sein. Der in Frankfurt am Main geborene Trauzeuge und enge Freund von Liverpools Teammanager Jürgen Klopp hat bereits Erfahrung in der Bundesliga gesammelt. Neben seiner Station in Dortmund arbeitete Wagner für die Jugend von Hoffenheim und spielte als Profi unter anderem für Mainz und Schalke.

Die Visitenkarte, die Wagner mit einer No-Name-Mannschaft abgegeben hat, dürfte bei Vereinen im deutschen Oberhaus mit Freude entgegengenommen werden.

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