Nach Wechsel

Yarmolenko kritisiert Ex-Klub BVB heftig: "Ich hatte nicht damit gerechnet, dass..."

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Andrej Yarmolenko war nicht glücklich bei Borussia Dortmund.

Bei Borussia Dortmund hat Andrej Yarmolenko sein großes Glück nicht gefunden. Der ehemalige BVB-Spieler hat daher nun ordentlich nachgetreten.

Dortmund – Die sportliche Karriere von Andrej Yarmolenko in den Diensten von Borussia Dortmund war nicht die größte. Verletzungen plagten ihn, so richtig kam er nicht in Fahrt beim BVB. Den Umgang der Bosse mit ihm hat er jetzt allerdings heftig kritisiert.

"Ich hatte auch nicht damit gerechnet, dass ich Dortmund so schnell verlassen würde. Aber jetzt bin ich sehr froh, dass ich nach England gezogen bin", sagt Yarmolenko in einem Interview mit dem Portal sport.ua nach seinem Wechsel zu West Ham. Der schnelle Wechsel ist aber nicht alles, was Yarmolenko missfiel beim BVB.

Ex-BVB-Stürmer Yarmolenko fand sein Glück nicht bei Borussia Dortmund

"Ich bin kein Mädchen, das beleidigt ist. Aber die Art, wie sie sich von mir trennten, gefiel mir nicht", meint Yarmolenko weiter. Der Außenstürmer wechselte im Sommer 2017 für 25 Millionen Euro von Dynamo Kiew zu Borussia Dortmund, kam dort nur auf 26 Spiele, in denen er sechs Tore erzielte und sechs weitere vorbereitete (eine ähnliche Quote erzielte bislang Mark Uth beim Revierrivalen Schalke 04). Dann die Trennung.

Im Sommer 2018 verkaufte der BVB den ukrainischen Stürmer nach England. West Ham United hat 20 Millionen Euro Ablöse bezahlt für Yarmolenko. "Bei West Ham bin ich glücklich", so der 29-Jährige. Nur bei Borussia Dortmund war er es offenbar nicht.

Yarmolenko übt Kritik am BVB: "In Dortmund hat mir nicht viel gefallen"

"Ich glaube, dass Borussia ein großartiger Verein ist und von den Spielern, die in der Mannschaft spielen, mit großem Respekt angegangen werden sollte. In Dortmund hat mir nicht viel gefallen", meint Yarmolenko. Seiner Ansicht nach hat sich der BVB nicht genug um ihn gesorgt. "Wenn Sie das mit England vergleichen, dann gibt es hier eine viel bessere Einstellung zu den Spielern", so der ehemalige BVB-Stürmer.

Dabei sei, so Yarmolenko, die Stimmung in der Kabine besser. Offenbar passte es zwischen ihm und der Dortmunder Mentalität nicht. "In England ist es hundertprozentig besser. Ich mag die Briten, weil wir eine ähnliche Mentalität in Bezug auf Humor und Witze haben", so Yarmolenko. Einen möglichen Grund für die Dissonanzen liefert er aber auch gleich hinterher. "Die Hauptsache ist, die Sprache zu verstehen", sagt er. Vielleicht scheiterte seine Integration in den Kader des BVB also auch einfach nur an der Sprachbarriere. 

Yarmolenko und der BVB: Keine echte Liebe

Die Verabschiedung damals fiel eher etwas kühl aus. "Wir bedanken uns bei Andrej für sein Engagement und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute für die Zukunft", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc, als der Wechsel von Yarmolenko zu West Ham feststand. Dabei hatte Yarmolenko sich bei seiner Vertragsunterzeichnung in Dortmund noch optimistisch gezeigt, glaubte fest an den großen Durchbruch im schwarzgelben Trikot. "Ich bin sehr dankbar, dass Dynamo Kiew mir meinen Traum erfüllt hat, zu einem großen europäischen Klub wechseln zu dürfen! Ich werde in jedem Training hart arbeiten, um dem BVB dabei zu helfen, seine höchsten Ziele zu erreichen – um die geht es mir immer", sagte Yarmolenko, der als Ersatz für Ousmane Dembele gekommen war, damals. Der Traum beim BVB war dann aber schnell ausgeträumt.

Yarmolenko tritt gegen den BVB nach – aber auch ein anderer Ex-Stürmer

Yarmolenko ist allerdings nicht der einzige Ex-Stürmer, der gegen Borussia Dortmund nachtritt. Unlängst hat Bayern-Stürmer Robert Lewandowski gegen den BVB gestichelt und erklärte indirekt, dass Borussia Dortmund kein großer Verein sei – gewurmt haben dürfte dafür Lewandowski, dass er es bei FIFA 20 nicht in die Top-Ten mit seinem Rating geschafft hat. Prominenten Widerspruch gibt es auch von Englands Nationalcoach Gareth Southgate. Der findet, der BVB sei nicht der richtige Verein für Jadon Sanchomaho

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