Dortmunds Aubameyang entwickelt sich zum Torjäger der Extraklasse

+
Pierre-Emerick Aubameyang bereitet dem BVB viel Freude.

Dortmund - Die Zeiten, als sich das Interesse am Leben des Profi-Fußballers Pierre-Emerick Aubameyang auf die Fragen nach seiner neuesten Luxuskarosse, seiner Frisur oder den strassbesetzten Schuhen reduzierte, sind längst Geschichte.

"Auba" hat sich bei Borussia Dortmund zu einem Torjäger der Extraklasse entwickelt und steht inzwischen auf den Wunschzetteln der Top-Klubs obenan. Der Gabuner befindet sich in der Form seines Lebens, und Trainer Thomas Tuchel schwärmt unaufhörlich vom "Glücksfall für den BVB". 26 Tore in 25 Pflichtspiel-Einsätzen stehen für Aubameyang in der laufenden Saison in der Statistik, die Bundesliga-Schützenliste führt er mit 18 Toren vor seinem einstigen Teamkollegen Robert Lewandowski (Bayern München/15) an.

Aubameyang lebt den Spaß

Tuchel lobt "Lockerheit, Leidenschaft und Professionalität" seines Stürmers. "Es macht unheimlich viel Spaß, mit ihm zu arbeiten", berichtete der BVB-Coach. Aubameyang lebt den Spaß seinerseits derzeit in beeindruckender Manier auf dem Rasen aus. In der Bundesliga gelangen ihm schon drei Doppelpacks und beim 5: 1 am 25. Oktober gegen den Pokal-Gegner FC Augsburg sogar drei Treffer. In nur drei Liga-Spielen ging der pfeilschnelle Torjäger bislang leer aus. Die Wette vor der Saison mit Tuchel, dem Aubameyang 20 Tore prophezeite, wird der Trainer verlieren. Das dürfte feststehen. Derzeit liegt Aubameyang sogar im Rennen um den Goldenen Schuh für Europas besten Torjäger vorn. Zweiter ist Alex Teixeira von Schachtjor Donezk. Der Brasilianer traf in 16 Spielen zwar schon 22-mal, doch die Bundesliga-Tore werden laut kicker in Anlehnung an die Stärke der Liga mit dem Faktor zwei belegt, die der ukrainischen Premier Liga nur mit 1,5. Vierter ist Lewandowski, erst auf Rang 27 ist Vorjahressieger Cristiano Ronaldo zu finden. "Ich weiß gar nicht, wo sein Limit liegt. Und ich glaube, er selbst weiß das auch nicht. Wichtig ist für Pierre-Emerick, dass er seinen Weg entschlossen weitergeht, denn jetzt kommen aus allen Ecken die Lobhudeleien auf ihn zu", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc jüngst der Welt am Sonntag.

Publikumsliebling ist unverkäuflich

Die Borussen haben ihrem Publikumsliebling längst das Etikett "unverkäuflich" aufgedrückt. Schon im Sommer verlängerte Aubameyang, der 2013 für eine Ablösesumme von 13 Millionen Euro vom AS St. Etienne kam, seinen Vertrag bis 2020. Inzwischen wird der Marktwert des BVB-Juwels mit 35 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de) notiert. "Möglicherweise werden auch andere Vereine Interesse an ihm haben. Durch so etwas darf er sich nicht ablenken lassen", sagte Zorc. Aubameyang selbst wird nicht müde zu betonen, dass er sich in Dortmund sehr wohl fühlt. Der BVB und "Auba" - das passt und bietet die ideale Basis für eine beiderseitige Entwicklung. Inzwischen trauen ihm einige Experten sogar zu, die Bundesliga-Bestmarke von 40 Toren, aufgestellt von Gerd Müller in der Spielzeit 1971/72, zu erreichen. Immerhin standen für den "Bomber der Nation" zum gleichen Zeitpunkt der Saison erst 17 Tore zu Buche. - sid

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare