Dortmunder Allianz gegen Gewalt beim Fußball

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Vor der Begegnung der Borussia im Pokalhalbfinale gegen den VfL Wolfsburg trafen sich der Polizeipräsident und Hans-Joachim Watzke im Signal-Iduna-Park.

Dortmund - Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange und BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wollen eine Allianz gegen Gewalt beim Fußball bilden.

„Sicherheit beim Fußball ist Schwerpunkt meiner Arbeit und ich habe sie deshalb zur Chefsache im Polizeipräsidium gemacht. Ich möchte gemeinsam mit den Partnern der Polizei für die friedlichen Fans stimmungsvolle Spiele sichern“ sagte Polizeipräsident Lange.

Bei einem ersten intensiven Meinungsaustausch des Dortmunder Polizeipräsidenten Gregor Lange mit dem Geschäftsführer des BVB, Hans-Joachim Watzke, lobten beide das Verhalten der Fans beim Revierderby am 25. März und der darauffolgenden Spiele als vorbildlich und zukunftsweisend. Gregor Lange betont, dass die Polizei deutlich zwischen friedlichen Fans, friedlichen Ultras und kriminellen Gewalttätern unterscheidet. „Mit den friedlichen Fans, den ganz normalen Stadionbesuchern, auch mit den friedlichen Ultras, die die Stimmung ins Stadion bringen, suchen wir stets den Dialog.“ Kriminelle und Gewalttäter und solche, die sie anstiften und ihnen helfen, stehen im Fokus der Polizei – und dies nicht nur an Spieltagen.

Ziel ist es, diese Kriminellen zu isolieren

Ziel ist es, diese Kriminellen zu isolieren, sie endlich aus dem Stadion zu verbannen, vom Verein und dessen Umfeld zu trennen und – wenn notwendig – sie konsequent strafrechtlicht zu verfolgen. Hier tragen Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichte, der BVB und die Stadt Dortmund gemeinsam Verantwortung. „Als einen wesentlichen und notwendigen Beitrag der Polizei habe ich die Ermittlungskommission „Intensivtäter Sport“ eingerichtet. Hierdurch werden wir den Kern der Gewalttäter und besonders die Rädelsführer stärker im Blick halten können“, so Lange. „Wir wollen sie identifizieren, isolieren und der Justiz überstellen. Ich will den friedlichen Fan schützen, aber auch den ausufernden Sicherheits- und Ordnungsaufwand reduzieren.“

Treffen für den 9. Mai geplant

Lange hat bereits Gespräche geführt und den Oberbürgermeister, den Präsidenten des Amtsgerichts, die Leitende Obersstaatsanwältin sowie den Geschäftsführer des BVB für den 9. Mai eingeladen, um mit ihnen die „Allianz friedliches Fußballerlebnis“ zu gründen. Die Allianz soll die bestehende gute Zusammenarbeit der Sicherheitspartner mit Blick auf folgende Ziele ausbauen: sichere Spiele, intensive Zusammenarbeit mit den Fans, klare Kante gegen Gewalttäter und  weniger Polizei und Ordnungskräfte.

Borussia Dortmunds Vorsitzender der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke, begrüßt die Allianz gegen Gewalt im Fußball: "Ein sicheres Stadionerlebnis ist für Borussia Dortmund und die inzwischen rund zehn Millionen Anhänger des BVB ein elementar wichtiges Gut. Wir werden alles daran setzen, um durch einen noch engeren und maximal differenzierten Austausch mit den Fans, der Polizei und anderen Institutionen zu einem Höchstmaß an Sicherheit beizusteuern. Um es ganz klar zu sagen: Gewalttäter sind Kriminelle und haben in der friedlichen und toleranten BVB-Familie keinen Platz!" - WA

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