Trotz der 1:3-Niederlage bei der TSG Hoffenheim

Peter Stöger erfüllt seine Mission, bleibt aber nicht Trainer des BVB

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Peter Stöger verlässt den BVB.

Peter Stöger hat seine Mission - mit viel Glück - erfüllt. Borussia Dortmund spielt nächste Saison wieder in der Champions League, dann aber ohne Stöger: Er wird den Fußball-Bundesligisten in der neuen Saison nicht mehr trainieren. Das sagte der Österreicher am Samstag nach dem letzten Saisonspiel bei der TSG Hoffenheim (1:3).

Sinsheim - Borussia Dortmund ist am Ende einer schwierigen Saison gerade noch in die Champions League gestolpert - und hat 1899 Hoffenheim die erstmalige Teilnahme an der Königsklasse ermöglicht. In einem packenden Spitzenspiel des letzten Bundesliga-Spieltages besiegte die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann mit viel Leidenschaft den BVB mit 3:1 (1:0). Dennoch beendete das Gäste-Team zum Abschied von Chefcoach Peter Stöger als Tabellenvierter hinter Hoffenheim die Saison.

Andrej Kramaric hatte die Kraichgauer in der 26. Minute in Führung gebracht. Marco Reus war in der 58. Minute der überraschende Ausgleich gelungen, ehe Adam Szalai zum 2:1 (63.) und Pavel Kaderabek zum 3:1 (74.) traf. Beide Clubs dürfen nun mit Zusatzeinnahmen von mindestens 30 Millionen Euro planen.

BVB schafft es trotz finaler Pleite in Hoffenheim in die Königsklasse

Stöger erlebte bei seinem letzten Auftritt auf der BVB-Bank ein Spiegelbild der Saison: Die Borussia leistete sich vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena nicht nur haarsträubende Patzer, sondern wirkte auch nicht so motiviert wie die von Nagelsmann gepuschten Hausherren. Falls Lucien Favre wie erwartet vom OGC Nizza als Stöger-Nachfolger nach Dortmund wechselt, wird er viel zu tun haben, um diese Mannschaft wieder zu einem internationalen Spitzenteam zu formen.

Die TSG beendete ihre zehnte Erstliga-Saison mit dem besten Vereinsergebnis als Dritter. Dem 30 Jahre alten Chefcoach gelang zudem im fünften Anlauf der erste Sieg gegen die Borussia.

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Stöger hatte in der Innenverteidigung den gelbgesperrten Sokratis und verletzten Ömer Toprak durch Manuel Akanji und den zuletzt auf die Tribüne verbannten Marcel Schmelzer ersetzt. Weltmeister Mario Götze saß die komplette Partie auf der Bank, während die durch zahlreiche Ausfälle geplagten Hoffenheimer in der Offensive auf Kramaric, Mark Uth und Szalai bauten. Nagelsmann hatte erklärt: "Wir werden das nötige Risiko eingehen, ohne gleich mit offenem Visier zu agieren."

So stürmten die Gastgeber zunächst etwas verhalten, machten dennoch zunehmend Druck auf die Dortmunder. Kramaric hatte in der 20. Minute erstmals freie Schussbahn, Roman Bürki parierte den Ball aber. Ein Patzer des Torhüters ließ dann die Hoffenheimer jubeln: Der Schweizer hatte Probleme bei der Ballannahme, als Uth heranstürmte, und spielte das Leder auf Kramaric. Der kroatische Nationalspieler schoss ganz cool zum 1:0 ein - sein 13. Saisontor.

Kaum weniger schlimm dann die vergebene Konterchance von André Schürrle: Völlig alleine lief der zuletzt von Bundestrainer Joachim Löw nicht mehr berücksichtigte Nationalspieler auf das Gehäuse von Oliver Baumann zu - und setzte den Ball ans Außennetz (34.).

Die zuvor bereits in sechs Spielen auswärts sieglose Borussia sah sich nach der Pause dem Ansturm der Hoffenheimer ausgesetzt, überstand diesen zunächst aber mit Fortune. Reus erzielte auf Vorarbeit von Raphael Guerrero sogar den Ausgleich. Doch Szalai mit einem Heber über Bürki hinweg brachte die ungemein starke TSG erneut in Führung. Nach dem 3:1 durch Flügelflitzer Kaderabek gab es auch bei Nagelsmann kein Halten mehr: Der Erfolgscoach brüllte seine Freude am Spielfeldrand nur so heraus, während seine Spieler sich auf Kaderabek warfen. - dpa

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