2:0-Sieg gegen den FC Bayern

Supercup-Titel mit Herzblut verteidigt

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Verdient mit 2:0 Treffern setzten sich die Profis von Borussia Dortmund am Mittwochabend  gegen den FC Bayern München durch und gewannen damit zum fünften Mal den Supercup. 

DORTMUND - Sie durften endlich einmal wieder das Gefühl genießen, wie es ist, ein Endspiel gegen die Münchner Bayern gewonnen zu haben. Und das kosteten die Profis des BV Borussia Dortmund am Mittwochabend bei der Ehrenrunde mit dem Supercup nach dem verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg vor 80 667 Zuschauern richtig aus. "Es war ein verdienter Sieg", strahlte Jürgen Klopp nach der erfolgreichen Titelverteidigung.

Von Peter Schwennecker

Der Schlüssel zum Erfolg lag laut BVB-Trainer in der Defensive. "Wir haben sehr konzentriert und konsequent verteidigt, nur wenig zugelassen, was gegen die Bayern nicht so leicht ist. Wer den Supercup gewinnt, der darf sich richtig freuen. Und das machen wir jetzt auch", so Klopp.

"Wir brauchen Zeit. Wir hinken in der Vorbereitung einige Wochen hinterher", entschuldigte sich Gäste-Coach Pep Guardiola. Nur auf dem Papier hatten die Bayern mit Blick auf die Aufstellung leichte Vorteile, boten sie doch mit Schlussmann Manuel Neuer, Jerome Boateng und Thomas Müller gleich drei Stammspieler aus Joachim Löws Weltmeister-Truppe auf, während bei den Gastgebern lediglich WM-Edelreservist Matthias Ginter in der Startformation stand. Auf dem Rasen bissen sich die Dortmunder mit mehr Herzblut in die Partie, waren aggressiver in den Zweikämpfen und kauften damit den Bayern den Schneid ab. Was auch für den Ex-Dortmunder Robert Lewandowski galt.

"Wir hatten eine schwere Vorbereitung. Das hat man heute gesehen", meinte der Pole, der in der gesamten Partie nicht einmal zum Abschluss kam. Das Plus an Möglichkeiten lag eindeutig bei den Borussen, die Bayerns Torhüter Neuer eine intensive Einheit bescherten, ihn dabei regelrecht warm schossen. Nur einmal war er vor der Pause chancenlos, als Henrikh Mkhitaryan in der 23. Minute energisch antrat, eigentlich Aubameyang bedienen wollte, doch irgendwie selbst wieder das Leder erhielt. Der Armenier traf mit voller Wucht zum verdienten 1:0. Pech für die Bayern, dass sich danach Javier Martinez bei einem per Seitfallschuss selbst verschuldeten Zusammenprall mit Marcel Schmelzer schwer am linken Knie verletzte und gegen Dante ausgewechselt werden musste. "Er wird wohl länger ausfallen", bestätigte Guardiola.

BVB siegt im Supercup gegen Bayern München

Der FCB-Coach brachte nach der Pause auch noch Philipp Lahm und Mario Götze, der mit einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert an alter Wirkungsstätte empfangen wurde. Doch das emotions- und kraftlose Spiel der Bayern wurde keineswegs besser, der BVB war weiterhin bereit, mehr zu investieren. Und wurde dafür auch belohnt. Nach einer Maßflanke von Lukasz Piszczek war es Aubameyang, der Neuer mit einem platzierten Kopfball aus kurzer Distanz zum 2:0 (62.) bezwang. Der Stürmer streifte sich beim Jubel eine Spider-Man-Maske über und durfte anschließend seinen triumphalen Abgang genießen. "Es war ein Gruß an meinen Sohn, der heute Geburtstag hat", erzählte ein glücklicher Aubameyang nach der Partie.

Als Liga- und BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball den Supercup an Dortmunds Kapitän Sebastian Kehl überreichte, bat am Spielfeldrand Bayern-Kapitän Lahm um Verständnis für die magere Münchner Vorstellung. "Uns fehlt einfach der Rhythmus, wir sind noch lange nicht bei 100 Prozent", erklärte der Ex-Nationalspieler. "Dafür muss man angesichts der Situation einfach Verständnis haben."

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