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Dortmund scheitert im DFB-Pokal an Werder-Keeper Pavlenka

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Von: Peter Schwennecker

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Im Achtelfinale des DFB-Pokals war Schluss für Lucien Favre und Borussia Dortmund. Der BVB schied im Elfmeterschießen gegen Bremen aus.
Im Achtelfinale des DFB-Pokals war Schluss für Lucien Favre und Borussia Dortmund. Der BVB schied im Elfmeterschießen gegen Bremen aus. © dpa

Einer eher tristen regulären Spielzeit folgte eine turbulente Verlängerung. Und ein Elfmeterschießen, in dem Bremen-Torhüter Pavlenka zum Helden wurde – am Ende schied der BVB aus.

Dortmund - Es war kein berauschendes Fußballfest, aber ein richtiger Pokalfight. Und zum dritten Mal im laufenden Wettbewerb musste der BV Borussia Dortmund nach den Spielen bei der SpVgg Fürth (2:1) und Union Berlin (3:2) am Dienstagabend vor 81365 Zuschauern (ausverkauft) gegen Werder Bremen in die Verlängerung. Diesmal ohne Happy End, denn Werder Bremen setzte sich beim BVB mit 7:5 (3:3, 1:1) nach Elfmeterschießen durch.

Eine sanfte Rotation gegenüber dem 1:1 in der Bundesliga in Frankfurt hatte Lucien Favre im Vorfeld angekündigt. Letztlich zwang aber eine Erkältungswelle den BVB-Trainer zu Umstellungen. Mit Roman Bürki und Marwin Hitz hatten es nicht nur die beiden Torhüter, sondern auch Jadon Sancho und Marcel Schmelzer erwischt. Lukasz Piszczek musste mit Fußbeschwerden passen.

Ticker zum Nachlesen: Borussia Dortmund gegen Werder Bremen

So kam Keeper Eric Oelschlägel zu einem unverhofften Debüt im Dortmunder Profi-Team, und das ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub aus Bremen, von dem der 23-Jährige erst im vergangenen Sommer nach Westfalen gewechselt war. Der in Hoyerswerda geborene Schlussmann gewann 2016 mit der deutschen Olympiaauswahl in Rio die Silbermedaille, wurde aber vom damaligen DFB-Trainer Horst Hrubesch nicht eingesetzt. Beim BVB kam er bisher auf 17 Regionalliga-Einsätze.

„Schon am Mittag beim Abschlusstraining war klar, dass er spielen wird“, erzählte Michael Zorc. „Ich habe ihm gesagt, manchmal ist es vor 80000 leichter als vor 5000“, berichtete der Dortmunder Sportdirektor. Doch bitterer hätte der Einstand für Oelschlägel nicht verlaufen können. Gleich der erste Schuss, der nach vier Minuten und zwölf Sekunden auf sein Tor kam, war ein Treffer. Milot Rashica lief in einen Freistoß aus halbrechter Position von Max Kruse und netzte unhaltbar zum 0:1 ein.

Bremen zunächst Defensiv

Der Bundesliga-Spitzenreiter besaß im ersten Durchgang große Probleme, den kompakten Bremer Abwehrriegel, in dem Nuri Sahin die zentrale Rolle spielte, zu knacken. Wie eine Handball-Mannschaft spielte der BVB um den Strafraum der Nordeutschen. Erst eine Standardsituation führte zum Ausgleich (45.+2). Kruse hatte Axel Witsel kurz vor dem Sechzehner zu Fall gebracht. Mit traumhafter Präzision zirkelte Marco Reus den Ball aus 19 Metern über die Bremer Mauer ins linke Eck.

Dieser Genie-Streich war die letzte Aktion von Reus, denn der Kapitän blieb in der Pause wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel in der Kabine. Für ihn kam Paco Alcácer auf das Feld. Auch nach dem Seitenwechsel spielte sich das Geschehen meist in der Bremer Hälfte ab, wo Dortmund sich bemühte, Lücken in der Werder-Abwehr zu finden. Doch meist ohne Erfolg. Es fehlten Überraschungsmomente. Oelschlägel bewahrte nach einem Freistoß von Kruse (89.) die Borussia mit einem glänzenden Reflex vor einem Rückstand. Und weil kurz darauf ein Kopfball von Thomas Delaney nur die Latte touchierte, ging es in die Verlängerung.

Alcácer und Philipp scheitern

In der Overtime passierte lange nichts, bis der vorher blasse Christian Pulisic zum Solo durch die Werder-Reihen ansetzte und nach einem Doppelpass mit Alcácer und zum 2:1 (105.) traf. Nun wurde es turbulent, denn Claudio Pizarro gelang nur drei Minuten später der Ausgleich. Nach glänzender Vorarbeit von Maximilian Philipp gelang Hakimi das 3:2 (113.). Doch Martin Harnik glich zwei Minuten vor dem Ende erneut aus und rettete die Bremer ins Elfmeterschießen. Weil Alcácer und Maximilian Philipp an Werder Schlussmann Jiri Pavlenka scheiterten, gab es am Ende lange Gesichter bei den Dortmundern.

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