Bitterer Abend im Estadio Santiago Bernabeu

Dortmund macht beim 0:3 in Madrid zu viele Fehler

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MADRID - BVB-Trainer Jürgen Klopp hatte sich ein Ergebnis gewünscht, mit dem die Dortmunder im Viertelfinal-Rückspiel noch etwas regeln können. Doch nach der 3:0 (2:0)-Niederlage vor 74.000 Zuschauern im Estadio Santiago Bernabeu bei Real Madrid wird es für die Schwarz-Gelben am Dienstag vor eigenem Publikum lediglich darum gehen, sich erhobenen Hauptes aus der Champions League zu verabschieden.

Von Peter Schwennecker

Zu eindeutig war die Dominanz des aktuellen spanischen Tabellendritten, der neben dem Brasilianer Marcelo (Oberschenkelverletzung) auch kurzfristig auf den Argentinier Angel di Maria verzichten musste, der wenige Stunden vor dem Anpfiff über Magen- und Darmprobleme klagte. Für Marcelo rückte Fabio Coentrao in die Verteidigung, der junge Isco agierte im Mittelfeld für di Maria. Was keine Schwächung für die Gastgeber war, dann Isco zeigte eine starke Leistung und gehörte auch zu den Torschützen.

Keine Überraschung gab es in der Startelf des BVB, die sich angesichts der langen Verletztenliste von selbst aufstellte. Der schnelle Pierre-Emerick Aubameyang spielte für den gesperrten Robert Lewandowski in der Spitze, Marco Reus auf der rechten Seite. Links sollte Kevin Großkreutz Verteidiger Eric Durm bei der Bewachung von Gareth Bale unterstützen, was beim ersten Angriff Reals nicht funktioniert. Es waren genau zwei Minuten und 54 Sekunden gespielt, als Karim Benzema den Engländer bediente, der zum frühen 1:0 einschob.

Damit hatten die Madrilenen die Partie fest in ihrer Hand, arbeiteten danach mit den besseren spieltechnischen Mitteln geduldig daran, den Vorsprung komfortabler zu gestalten. Was Schlussmann Roman Weidenfeller zunächst bei einem Freistoß von Cristiano Ronaldo (12.) verhinderte.

Und ausgerechnet in der Phase, in der sich die Dortmunder etwas vom Druck befreit hatten, schlug Real ein zweites Mal zu. Nachdem der BVB nicht entschlossen genug am Strafraum klärte, landete eine Querschläger des schwachen Henrikh Mkitaryan bei Isco, der aus 16 Metern unhaltbar ins untere linke Ecke zum 2:0 (27.) traf.

Weidenfeller reagierte bei einem Freistoß von Bale (31.) erneut glänzend. Vorn lief beim Bundesligisten nicht viel zusammen. Real-Torhüter Iker Casillas wurde nach 37 Minuten erstmals von Großkreutz geprüft.

Die 0:3-Niederlage in Bildern

BVB kassiert 0:3-Pleite im Viertelfinal-Hinspiel bei Real Madrid

Dortmunds Hoffnungen auf ein besseres Ergebnis verpufften zu Beginn der zweiten Hälfte innerhalb von wenigen Minuten. Zum einen, weil Mkhitaryan zweimal freistehend Riesenenmöglichkeiten ausließ (55. und 59.), dazwischen Lukasz Piszczek einen katastrophalen Fehlpass auf Luka Modric spielte, der Ronaldo bestens in Szene setzte. Der Portugiese stellte mit dem 3:0 (57.), seinem 14. Treffer im laufenden Wettbewerb, den Champions-League-Rekord seines Rivalen Lionel Messi vom FC Barcelona ein.

Immer bemühten sich die Borussen weiter darum, zumindest einen Treffer zu erzielen. Klopp brachte mit Jonas Hofmann für Mkhitaryan, Julian Schieber für Piszczek und Milos Jojic für Sebastian Kehl drei frische Offensivkräfte, doch ließ sich Real das komfortable Polster in der Schlussphase nicht mehr entreißen.

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