Vor dem Spiel gegen Leverkusen

Dieses Puzzlestück fehlt Peter Stöger noch in der Aufstellung

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Andre Schürrle wird wegen einer Fußprellung gegen Leverkusen wohl ausfallen.

Dortmund - Es ist das Duell der Frustrierten. Wenn sich am Samstag ab 18.30 Uhr im Bundesliga-Endspurt die direkten Tabellennachbarn Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen treffen, geht es vor allem darum, wie beide Mannschaften die letzte Enttäuschung verarbeiten werden.

Dabei dürfte die 0:2-Pleite des BVB im 152. Pflichtspielderby beim FC Schalke 04 weitaus mehr Wirkung hinterlassen haben als der Pokal-K.o. der Werkself gegen den FC Bayern München, der mit 2:6 aber sehr empfindlich ausfiel. Im Kampf um einen Champions-League-Platz besitzen der aktuelle Vierte und Dritte noch einen Vorsprung von vier Punkten auf Verfolger RB Leipzig. Vier Spieltage vor dem Saisonende allerdings kein Ruhekissen, zumal für die Dortmunder noch zwei schwere Auswärtsbegegnungen in Bremen (29.4.) und Hoffenheim (12.5.) sowie nach Leverkusen lediglich ein Heimspiel gegen die ums nackte Überleben kämpfenden Mainzer (5.5.) auf dem Programm stehen.

„Die Ausgangsposition war vor einigen Wochen schon einmal schlechter, als sie jetzt ist“, erklärt BVB-Trainer Peter Stöger. „Wir haben einen Vorsprung, den wir behaupten oder sogar ausbauen können. Das Gute ist, dass wir alles selbst in den Beinen haben. Wir können unser Ziel erreichen“, beteuert der Coach, der sich vor allem Gedanken darüber machen muss, wer den am Sprunggelenk verletzten Torjäger Michy Batshuayi ersetzen wird. „Wir haben dafür mehrere Optionen“, sagt der Dortmunder Fußball-Lehrer. Durchaus möglich, dass er mit Mittelstürmer Alexander Isak einen 1:1-Tausch vornehmen wird. „Er merkt, dass er eine Chance hat“, registriert Stöger im Training erhöhte Bereitschaft des schwedischen Talentes. Der Coach schließt allerdings nicht aus, dass „ich auf die Jungs zurückgreifen werde, die sonst über die Außenpositionen kommen“. Hier wären Maximilian Philipp, Marco Reus oder Christian Pulisic die Kandidaten.

André Schürrle steht vermutlich nicht zur Verfügung. Er hat nach seiner im Derby erlittenen Fußprellung noch nicht wieder mit der Mannschaft trainieren können. Auch Mario Götze ist derzeit wohl keine Alternative. Dass bei weiterer Nichtberücksichtigung die WM-Chance Götzes weiter sinken würde, spielt in Stögers Überlegungen überhaupt keine Rolle. Für ihn zählen nur die Interessen des Vereins: „Wichtig ist in erster Linie, dass wir die Ziele, die der Klub hat, erreichen. Dafür sind wir hierher gekommen. Mario hat die Möglichkeit. Wenn er seine Leistung bringt, würde das beiden helfen.“

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