DFB-Pokal

Handspiel von Reus? Regeländerung hätte zum Verhängnis werden können

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Marco Reus vor seinem Treffer zum 1:0 gegen den KFC Uerdingen im DFB-Pokal. Den Ball berührte der BVB-Kapitän zuvor mit dem Arm.

Marco Reus hat das erste Tor für Borussia Dortmund gegen den KFC Uerdingen im DFB-Pokal erzielt. Handspiel-Diskussionen kamen auf – Reus hat klare Meinung.

Düsseldorf – Marco Reus hat mit seinem Treffer in der 49. Minute den Sieg des BVB beim DFB-Pokal-Spiel KFC Uerdingen gegen Borussia Dortmund eingeleitet. Sein Treffer hätte dabei eigentlich nicht zählen dürfen – ganz genau genommen. Eine Regeländerung ist der Grund dafür. Der BVB-Kapitän sagte nach der Partie selbst: "Ja, das ist Hand."

Manuel Akanji hat eine Flanke geschlagen, Reus läuft durch Kevin Großkreutz und Gündüz durch, bekommt dabei den Ball auf den angelegten Arm. BVB-Trainer Lucien Favre nach Durchsicht der TV-Bilder im Anschluss der Partie KFC Uerdingen – Borussia Dortmund: "Ja, er bekommt den Ball auf die Hand." Damit hätte die neue Hand-Regel greifen müssen. Die besagt: "Auch wenn ein Spieler mit der Hand oder dem Arm in Ballbesitz gelangt und sich dadurch einen klaren Vorteil verschafft – also etwa ein Tor erzielt – soll dies in jedem Fall geahndet werden." Heißt: Der Treffer zum 1:0 hätte nicht zählen dürfen. In der Bundesliga hätte wohl der Videoschiedsrichter eingegriffen.

Zudem sollte Reus am Samstag eine Wiederholung vermeiden. Sollte Lucien Favre ihn im Testspiel gegen Preußen Münster (bei uns im Live-Ticker) aufstellen, werden wohl alle Augen auf Reus und seinem Unterarm ruhen.

Handspiel von Reus bei KFC Uerdingen gegen Borussia Dortmund? Großkreutz will sich nicht festlegen

Ex-Teamkollege Kevin Großkreutz will das nicht so deutlich haben und hat eine eher defensivere Meinung – zumindest was das Handspiel betrifft. "Kann man pfeifen oder auch nicht. Das ist so eine 50:50-Sache", sagte er dem Free-TV-Sender Sport1, der zwischendurch Übertragungsprobleme wegen eines Unwetters hatte. Angesprochen, ob ein VAR wohl hätte eingreifen müssen (beim DFB-Pokal gibt es ihn erst ab Viertelfinale), wollte sich Großkreutz zur Thematik nicht äußern und offenbarte, was er vom Einsatz des Videoschiedsrichters hält: nicht viel.

Handspiel von Reus? Gemäß der neuen Regel hätte der Treffer nicht zählen dürfen gegen den KFC Uerdingen

Fest steht: Das Tor von Reus hätte nach klarer Regelauslegung nicht zählen dürfen. Fraglich ist allerdings, wie praxisnah diese Auslegen denn nun wirklich ist. BVB-Trainer Favre echauffierte sich schon in der vergangenen Saison über bestimmte Pfiffe. "Ein Spieler kann sich die Arme nicht abschneiden. Wie soll das funktionieren? Man muss doch auch die Arme einsetzen, um die Balanca zu halten – schauen Sie sich doch nur mal einen Seiltänzer an", sagte er damals.

Effenberg hat klare Forderung zur Handspiel-Diskussion um Reus

Auf den Punkt brachte es schließlich TV-Experte Stefan Effenberg. Der Ex-Profi fordert "kein Fass aufzumachen", Dortmund hätte schließlich noch ein Tor nachgelegt und sei der verdiente Sieger. Paco Alcácer verwandelte in der 70. Minute  noch einen Freistoß direkt.

Die Technik, einen Freistoß auf diese Art und Weise in den Winkel zu streicheln, hätte wohl auch Raphael Guerreiro. Der Portugiese fehlte allerdings verletzungsbedingt und stand gar nicht erst im Kader des BVB beim Spiel KFC Uerdingen – Borussia Dortmund. Währenddessen stand Ömer Toprak zwar im Kader, wird aber mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Als heiße Kandidaten gelten Bundesligist und Liga-Konkurrent SV Werder Bremen sowie der italienische Erstligist Sassuolo Calcio.

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