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Dortmund zittert sich gegen Union Berlin ins Achtelfinale

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Christian Pulisic (rechts) erzielte den ersten von drei Treffern des BVB gegen Union Berlin.
Christian Pulisic (rechts) erzielte den ersten von drei Treffern des BVB gegen Union Berlin. © dpa

Borussia Dortmund tut sich im Pokal-Fight gegen Union Berlin lange schwer. Erst in der Nachspielzeit der Verlängerung folgt die Erlösung.

Dortmund - Viel riskiert, lange gezittert: Borussia Dortmund hat nur mit großer Mühe das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht.

Der durch umfangreiche Rotation geschwächte Revierclub schlug im Duell der bisher Unbesiegten den Zweitligisten Union Berlin erst nach Verlängerung mit 3:2 (2:2, 1:0).

Dank der Treffer von Christian Pulisic (40. Minute), Maximilian Philipp (73.) und Marco Reus (120./Foulelfmeter) blieb der Bundesliga-Spitzenreiter am Mittwoch vor 72 732 Zuschauern im Signal Iduna Park auch ohne großen Glanz im 14. Pflichtspiel unter der Regie von Lucien Favre ungeschlagen.

"Mir war die Situation bewusst, mehr Druck habe ich aber nicht verspürt", sagte Reus, der den BVB schon in der ersten Runde beim 2:1 bei Greuther Fürth in der letzten Minute der Verlängerung vor dem Elfmeterschießen bewahrt hatte.

Zum Duell mit dem Zweitligisten meinte der Kapitän am Sky-Mikro: "Wir haben uns sehr schwer getan, Union hat sehr gut verteidigt. Wir wissen, dass wir besser spielen können. Aber solche Phasen hast du auch mal in einer Saison. Am Ende ist es wichtig, dass wir uns durchgesetzt haben."

Platzverweis für Ex-Schalker

Dagegen mussten die Gäste trotz des zweimaligen Ausgleichs durch Sebastian Polter (63./88.) die erste Saisonniederlage hinnehmen. In der hektischen Schlussphase sah der ehemalige Schalker Abwehrspieler Marvin Friedrich die Gelb-Rote Karte. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Angesichts der anhaltenden Terminhatz entschied sich BVB-Coach Favre zu einer umfangreichen Rotation und beorderte im Vergleich zum 2:2 vier Tage zuvor gegen Hertha BSC gleich sieben neue Profis in das Team. Selbst die eigentlich Unverzichtbaren Marco Reus und Axel Witsel saßen zunächst auf der Bank, Mario Götze stand wegen einer Erkältung erst gar nicht im Kader.

Union ein unbequemer Gegner

Dieser XXL-Umbau ging nicht spurlos an der Mannschaft vorbei. Vom schnellen Angriffsfußball der vergangenen Wochen war zu Beginn wenig zu sehen. Ähnlich wie schon in der 2. Pokalrunde vor zwei Jahren an gleicher Stätte, das erst im Elfmeterschießen zugunsten des BVB entschieden worden war, erwiesen sich die "Eisernen" als unbequemer Gegner.

So boten sich den Gästen allein in der 24. und 25. Minute gleich drei gute Chancen durch Robert Zulj, Christopher Lenz und Florian Hübner, um in Führung zu gehen.

Dagegen war beim klassenhöheren Team aus Dortmund für lange Zeit nur einmal wirkliche Torgefahr erkennbar, als Maximilian Philipp Union-Keeper Rafal Gikiewicz (10.) prüfte.

Glückliche Führung für den BVB

Trotz bis dahin dürftiger Vorstellung gelang dem BVB das 1:0: Nach sehenswerter Flanke von Mahmoud Dahoud und einem Kopfball von Shinji Kagawa war Pulisic zur Stelle und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Diese Führung war glücklich, zumal der Berliner Kenny Prince Redondo nur zwei Minuten später die Latte traf.

Zu Beginn der 2. Halbzeit erhöhte der BVB die Gangart, verpasste aber bei einem Schuss des für den verletzten Abdou Diallo eingewechselten Raphael Guerreiro (52.) das mögliche 2:0.

Polter rettet Berlin in die Verlängerung

Das sollte sich elf Minuten später rächen: Der kurz zuvor eingewechselte Polter brachte sein Team mit dem Ausgleich zurück ins Spiel.

Doch die Freude der Berliner währte nur kurze Zeit. Mit einem strammen Schuss nach Zuspiel von Pulisic sorgte Philipp für die neuerliche Führung des Favoriten, aber noch nicht für den Sieg. Denn Polter rettete sein Team mit einem Kopfball zwei Minuten vor dem vermeintlichen Ende in die Verlängerung.

Mit der Einwechslung der Leistungsträger Reus (79.), Witsel (86.) und Jadon Sancho (90.) versuchte Favre, das drohende Unheil abzuwenden. Mit Erfolg: Nach Foul von Friedrich an Pulisic entschied der Schiedsrichter Guido Winkmann auf Elfmeter, den Reus sicher verwandelte.

dpa

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