Letztes Heimspiel

Darum zieht Zorc schon vor dem Spiel gegen Düsseldorf Bilanz

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BVB-Sportdirektor Michael Zorc

Borussia Dortmund empfängt im letzten Heimspiel der Saison Fortuna Düsseldorf. BVB-Sportdirektor Michael Zorc weiß, der letzte Eindruck bleibt lange haften.

Dortmund – Der letzte Eindruck bleibt lange haften. Das weiß auch Michael Zorc, Sportdirektor des BV Borussia Dortmund. Deswegen ist für ihn der Bundesliga-Heimkehraus am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker oder hier im TV) gegen die Düsseldorfer Fortuna besonders wichtig, ganz unabhängig davon, ob der BVB zum Abschluss noch mit Meisterschaftschancen nach Mönchengladbach reisen darf.

Es ist ein recht dünner Strohhalm, an dem die Dortmunder Borussen ihre letzten Meisterschafts-Hoffnungen klammern. Durchaus möglich, dass Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc am Samstag nach 17.20 Uhr Glückwünsche an die Bayern richten müssen, wenn die Münchner ihre Partie in Leipzig gewinnen. Dies wäre ein Szenario, das alle vor Beginn der Saison so erwartet hatten. Deswegen wird beim BVB niemand von einer Enttäuschung reden, sollte es am Ende für die Schwarz-Gelben nur zur Vizemeisterschaft reichen.

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BVB-Sportdirektor Zorc zieht schon positive Bilanz

„Wir sind auch dazu da, dass Große und Ganze zu sehen“, beteuert Zorc. „Wir haben noch die Chance auf 76 Punkte. Das wäre der drittbeste Punktestand der Bundesliga-Historie von Borussia Dortmund.“ Nur im Titeljahr 2011/12 (81 Zähler), als der BVB sogar das Double gewann, sowie in der Saison 2015/16, als Dortmund hinter den überragenden Bayern (88) mit 78 Punkten Zweiter wurde, schnitten die Westfalen besser ab. Deswegen fällt die Bilanz des Sportdirektors schon vor dem Ende positiv aus. „Das wäre eine außergewöhnliche Leistung für die Bundesliga. Wir haben darüber hinaus auch in der Champions League eine gute Visitenkarte abgegeben. Die Mannschaft, gegen die wir ausgeschieden sind (Anm. der Red.: Tottenham), steht jetzt im Endspiel.“ Deswegen wird es von offizieller Seite keine Kritik an Trainer Lucien Favre und der Mannschaft geben, was sportliche Dinge betrifft. „Manchmal ist die Wahrnehmung doch etwas zu negativ, koaliert da nicht mit der wirklichen Situation“, betont Zorc.

Rückrunde wirkt schlecht, weil Hinrunde zu gut war

Die fehlende Konstanz in den Spielen der Rückrunde fiel nur deshalb so gravierend auf, weil der BVB eine außergewöhnliche Hinrunde gespielt hat. Angesichts des personellen Umbruchs, den der neue Trainer Lucien Favre einleitete, ohnehin schon eine große Überraschung. Dass es Rückschläge geben würde, kam für die Dortmunder Verantwortlichen daher nicht unerwartet.

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„Wenn wir die Hinserie mal zwei gespielt hätten, hätten wir einen Rekord erzielt“, meint Zorc. „Es war klar, dass es in der Rückrunde etwas holpriger wird.“

Dortmund will im Heimspiel einen guten Abschluss feiern

Damit nicht allein die Derby-Pleite in den Köpfen der BVB-Fans haften bleibt, fordert der Sportdirektor eine ansprechende Leistung, aber vor allem einen Sieg gegen die Düsseldorfer Fortuna. „Wir wollen einen guten Abschluss zuhause feiern. Es ist mir wichtig, dass wir eine Einheit mit unseren Fans bilden“, beteuert Zorc. Das offizielle Fazit will er gemeinsam mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Berater Matthias Sammer und Sebastian Kehl, dem Leiter der Lizenzspielerabteilung, erst nach dem letzten Bundesligaspiel in Mönchengladbach ziehen. „Wir werden uns nach der Saison zusammensetzen, alles analysieren und die entsprechenden Konsequenzen ableiten.“

Favre kündigt Comeback von Piszczek an 

Ein wichtiger Bestandteil wird dabei die fehlende Konstanz im Spiel des BVB sein. „Wir können nicht 90 Minuten dominant sein. Keine Mannschaft in Europa kann das. Wir haben unnötige Tore kassiert. Das wissen wir, aber das gehört dazu“, sagt Trainer Favre, für den Mentalität und Kondition eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Pressing und Gegenpressing sind. Damit soll auch der zuletzt so stark auftrumpfende Neuling aus Düsseldorf in die Knie gezwungen werden. Favre kündigt für diese Partie das Comeback von Außenverteidiger Lukasz Piszczek an. Fragezeichen stehen hinter Stürmer Jadon Sancho und Abwehrmann Abdou Diallo, die sich in Bremen leicht verletzten und bisher nicht mit der Mannschaft trainieren konnten. Sancho absolvierte am Donnerstag immerhin eine individuelle Einheit.

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