Borussia Dortmund

Darum muss Marco Reus den BVB anführen

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Marco Reus ist das Gesicht des BVB.

Auf dem Platz fehlte ein Leader, es gab Unruhe in der Mannschaft von Borussia Dortmund. Es muss ein neuer Anführer her für den BVB – Marco Reus als Kapitän.

Dortmund -  Borussia Dortmund. Das soll stehen für: Vollgas-Fußball, die besten Fans der Liga, Malochertum nach Ruhrgebietsart, „Echte Liebe“ und Leidenschaft. Borussia Dortmund war zuletzt aber auch: Streikende Stürmer, ein zerstrittenes Team, das Bangen um die Qualifikation zur Champions League und zwei Peters – erst Bosz, dann Stöger – in einer Saison auf der Bank.

Mit Lucien Favre will der BVB einen Neustart wagen. Damit das gelingt, braucht der BVB aber auch einen Leader auf dem Platz. Einen, der vorangeht. Einen wie Marco Reus.

Identifikationsfigur

 "Marco, du bist das Gesicht des BVB", sagte Stadionsprecher Nobby Dickel in der Talk-Runde "Brinkhoff's Ballgeflüster" im Dortmunder Westfalenpark. Nach seiner Vertragsverlängerung bis zum Jahr 2023 trifft es das wohl. Marco Reus ist eine schwarz-gelbe Identifikationsfigur. Aller Voraussicht nach wird der 29-Jährige seine Karriere beim BVB beenden. Das tut dem Verein gut.

Ein Kandidat für die Binde

Ein neuer Anführer auf dem Rasen muss her, Marcel Schmelzer, der vergangene Saison auch mit seiner eigenen Leistung zu kämpfen hatte, will kein Kapitän mehr sein. Insgesamt fehlte es an Typen. Das bemerkte auch Reus, der als heißer Kandidat für die Binde gilt. "Mir fehlt Kehli (Sebastian Kehl, Anm. d. Red.) auf dem Platz, weil er immer am Meckern war", sagte Reus. 

Als Scherz gemeint. Vielleicht. Aber der Scherz offenbart, was fehlt. Reus könnte wieder die Leidenschaft auf den Platz bringen, die in der vergangenen Saison viel zu oft fehlte.  „Wir müssen es wieder hinbekommen, das Gefühl zu entwickeln, für einen besonderen Verein zu spielen“, sagte der Nationalspieler. Sätze, mit denen er bei den Verantwortlichen und den Fans offene Türen einrennt.

Favre formte ihn

Reus schätzt Favre, Favre schätzt Reus. Gemeinsam hatten sie bei Borussia Mönchengladbach ein extrem erfolgreiches Jahr, Favre formte den Blondschopf zum Leistungsträger, den früh eine ungemeine Effektivität auszeichnete. 2012 kehrte der Offensivspieler zurück zum BVB, der ihn als Jugendspieler noch weggeschickt hatte. 

Bleibt Reus tatsächlich bis 2023 im Ruhrgebiet, hätte er elf Jahre bei den Schwarz-Gelben verbracht. Eine Vereinstreue, die heute nicht mehr so oft zu beobachten ist.

Kehl bringt es auf den Punkt 

Sebastian Kehl, ein früherer Weggefährte von Reus und seit einigen Wochen Leiter der Lizenzspielerabteilung, brachte es auf den Punkt: „Marco Reus ist bei Borussia Dortmund nicht mehr wegzudenken, weil er sowohl sportlich als auch von seiner Persönlichkeit den Unterschied beim BVB macht.“ Ein Anführer eben. Ein Anführer, der die Negativerfahrung der WM in Russland schnell abgelegt zu haben scheint, der große Lust auf eine neue Rolle bei seinem Klub verspürt. Die Rolle des Kapitäns.

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