Für existenzbedrohte Klubs

Coronavirus-Krise: BVB und drei weitere Klubs stellen 20 Millionen Euro zur Verfügung

Die Coronavirus-Krise trifft auch Klubs. Borussia Dortmund, FC Bayer, RB Leipzig und Bayer Leverkusen haben sich daher auf einer Solidaritätsaktion geeinigt.

  • In Zeiten der Coronavirus-Krise bietet der BVB auf unterschiedlichste Weise seine Hilfe an.
  • Mit der Aktion "digitaler Spieltag" hilft die Borussia den Dortmunder Gastronomen.
  • Der BVB zeigt sich mit den anderen Champions-League-Klubs solidarisch und stellt für existenzbedrohte Klubs Millionen zur Verfügung.

Update vom 26. März, 13.05 Uhr: Borussia Dortmund sowie die drei weiteren deutschen Champions-League-Teilnehmer FC Bayern, RB Leipzig und Bayer Leverkusen zeigen sich in Zeiten der Coronavirus-Krise solidarisch. Im Rahmen einer Solidaritätsaktion stellen die Klubs anderen Vereinen 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Ziel sei es, in von der Corona-Krise ausgelösten Härtefällen Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga zu unterstützen, heißt es in einer Mitteilung der DFL.

"Wir haben immer gesagt, dass wir uns solidarisch zeigen werden, wenn Klubs unverschuldet durch diese absolute Ausnahmesituation in eine Schieflage geraten, die sie alleine nicht mehr beherrschen können", wird BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zitiert: "Der BVB wirkt aktuell durch vielfältige Aktionen tief in die Gesellschaft hinein. Und natürlich sind wir auch bereit, im Profi-Fußball zu helfen, wenn es am Ende darum geht, wirtschaftliche Konsequenzen der Pandemie ein Stück weit aufzufangen." 

Die Dortmunder erklären in ihrer Mitteilung, dass die vier Klubs zunächst auf ihren Anteil an noch nicht verteilten nationalen Medienerlösen der DFL in der kommenden Saison verzichten worden. "Dieser Betrag, der bei Anwendung des derzeitigen Verteiler-Schlüssels rund 12,5 Millionen Euro ausmachen würde, wird seitens des Quartetts noch einmal um 7,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln aufgestockt", heißt es.

Coronavirus: "Digitaler Spieltag" beim BVB - So viel haben Fans gespendet

Update vom 23. März, 9.12 Uhr: Der BVB hilft den Gastronomen - und die Profis sollen Borussia Dortmund helfen. Die Klub-Führung soll den Spielern nach übereinstimmenden Medienberichten ein Modell zum Gehaltsverzicht vorgelegt haben. Demnach sollen die Profis auf 20 Prozent ihres Grundgehaltes verzichten, wenn keine Fußballspiele stattfinden. Ein Abschlag von zehn Prozent wäre bei Geisterspielen ohne Zuschauer fällig. Eine Entscheidung darüber soll noch in dieser Woche fallen. Darüber berichtete am Montagabend zunächst die Bild.

"Digitaler Spieltag" beim BVB: So viel haben Fans gespendet - Verein kündigt Fortsetzung an

Update vom 23. März, 14.30 Uhr: Für Borussia Dortmund war der ausgerufene "Digitaler Spieltag für die Dortmunder Gastronomie" mit einer fiktiven Partie des BVB gegen die Stadt Dortmund ein voller Erfolg. Wie der BVB nun am Tag nach der Aktion mitteilte, sei durch mehrere tausend Unterstützer eine Summe von 73.611 Euro zusammengekommen. 86 Gastronomie-Betriebe, die durch die Corona-Krise ihr Geschäft aktuell nicht weiterführen können, hätten nach Angeben des Klubs registriert.

"Wir sind begeistert und ehrlich gesagt echt gerührt darüber, wie viele Menschen an der Aktion mitgewirkt und mit ein paar Euro ihr Lieblingslokal unterstützt haben. Das ist gelebte Solidarität, und das ist der emotionale Massen- und Mengen-Effekt, der Borussia Dortmund in diesen schwierigen Zeiten so stark macht", wird Carsten Cramer zitiert. Der BVB-Geschäftsführer ergänzt: "Nach diesem großen Erfolg kann es gut sein, dass wir in den nächsten Tagen einen zweiten digitalen Spieltag für die Dortmunder Gastronomie durchführen werden. Wir arbeiten schon jetzt intensiv daran und werden bald die Details liefern."

"Digitaler Spieltag" beim BVB: Fans spenden - was schon herumkam

Update vom 22. März, 10.31 Uhr: Bei Borussia Dortmund ist heute "digitaler Spieltag". An der Aktion für die Förderung der Dortmunder Gastronomie sind - mit Stand vom Sonntagvormittag  - 66 Kneipen dabei. "28.000 Euro wurden schon gespendet", teilte der BVB mit. Das Ganze findet unter dem Motto "Borussia verbindet" statt.

Update vom 21. März, 10.33 Uhr: Mit Stand vom Samstagvormittag haben sich nach Angaben des BVB bereits 39 Gastronomie-Betriebe an der von Borussia Dortmund ins Leben gerufene Aktion "Digitaler Spieltag für die Dortmunder Gastronomie" angemeldet.

Durch die Solidaritätskampagne, die am Sonntag online über die vereinseigene BVB-App als "digitaler Spieltag" startet, sollen Kneipen, Büdchen und weitere gastronomische Betriebe gefördert werden.

Update vom 20. März, 15.58 Uhr: Die Ultra-Gruppierungen von Borussia Dortmund haben es vorgemacht. Nun hat der BVB die Aktion 'digitaler Spieltag' ins Leben gerufen. Zwar ruht der Ball in der Fußball-Bundesliga bis auf Weiteres. Die Fans sollen dennoch nicht gänzlich ohne die wohl schönste Nebensache der Welt auskommen - wenn auch mit ein wenig Phantasie. 

Unterstützt werden sollen Dortmunder Kneipen, Restaurants und Buden, die aufgrund des Coronavirus massive finanzielle Einbußen zu verzeichnen haben und ums Überleben kämpfen. Auf einer virtuellen Karte in der BVB-App, die in Zusammenarbeit mit der Crowdfunding-Plattform 'GoFundMe' erstellt wurde, erscheinen alle teilnehmenden Betriebe und ihre Spendenkampagnen

"Borussia Dortmund ruft mit seinem ersten digitalen Spieltag alle Fans dazu auf, am kommenden Sonntag digital ihre Lieblingsorte in der Stadt zu besuchen und mit einer Spende zu unterstützen", heißt es in der offiziellen Mitteilung. Das Stichwort ist hierbei: digital! Denn der BVB rät dringlich davon ab, die Beine in die Hand zu nehmen und der Lokalität einen persönlichen Besuch abzustatten. "Stellt euch einfach vor, es wäre Spieltag und ihr besucht mit eurem Freundeskreis oder eurem Fanclub euer Stammlokal oder schnappt euch noch ein Wegbier", heißt es weiter auf der Homepage des BVB.

Coronavirus: Ultras bieten Unterstützung in Gelsenkirchen und Dortmund an

Update vom 19. März, 12.08 Uhr: In den Farben getrennt, in der Sache vereint, heißt es immer wieder aus den Fanlagern von Borussia Dortmund und Schalke 04. Nachdem bereits die BVB-Ultras der Gemeinschaft Südtribüne Dortmund ihre Hilfe gegen das Coronavirus seit Mittwoch anbieten (siehe Ursprungsmeldung), zogen am Donnerstag auch die Ultras Gelsenkirchen nach. Finanziell unterstützt von Schalke 04 und der vereinseigenen Stiftung 'Schalke hilft!' wird die S04-Fanszene ab sofort hilfebedürftige Menschen in Gelsenkirchen mit der 'Kumpelkiste 2.0' beliefern.

Die darin enthaltenen Produkte sollen die Lebensmittelgrundversorgung absichern. "Der S04 nimmt ab Donnerstag täglich Bestellungen telefonisch entgegen, danach werden die Kisten ausgeliefert und zum Käufer nach Hause gebracht", heißt es in der Mitteilung.

Allerdings gilt in Zeiten der Hamsterkäufe zu beachten: Beliefert werden ausschließlich Personen aus dem Gelsenkirchener Stadtgebiet, die sich in Quarantäne befinden, zu einer Risikogruppe gehören oder im medizinischen Sektor arbeiten. Zudem erfolgt die Auslieferung unter scharfen Hygienevorschriften. Die verpackten Lebensmittel werden lediglich vor der Haustür abgestellt, bezahlt wird per Umschlag, um den persönlichen Kontakt zu vermeiden. Eine Kiste kostet 19,04 Euro.

Weitere Informationen, Telefonnummern und Bestelldetails stehen Ihnen auf der Homepage zur Verfügung.

Coronavirus: BVB-Ultras bieten in Dortmund Hilfe für Risikogruppen an

[Ursprungsmeldung] Dortmund - Außergewöhnliche Situationen fordern außergewöhnliche Maßnahmen. Denn obwohl der Ball in der Fußball-Bundesliga und auch auf dem Trainingsgelände von Borussia Dortmund ruht, werden die BVB-Ultras nicht tatenlos zuschauen und darauf warten, bis der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird.

Das Coronavirus kursiert weiterhin in Dortmund und ganz Deutschland. Grund genug für die meisten Arbeitnehmer, das Home-Office in Anspruch zu nehmen und nur dann das eigene Heim zu verlassen, wenn sich der eigene Kühlschrank leert. Keine Selbstverständlichkeit für die besagten Risikogruppen, die sich mit einem Gang in den Supermarkt buchstäblich in Gefahr bringen.

Coronavirus: BVB-Ultras bieten in Dortmund Hilfe für Risikogruppen an

Wie die Südtribüne Dortmund am Dienstag auf ihrer Homepage bekannt gab, bietet die Vereinigung aus 'THE UNITY', 'Desperados' und 'Jubos' ab Mittwoch tatkräftige Hilfe an. "Jeder weiß über die aktuelle Situation rund um den Coronavirus Bescheid, weswegen wir dazu keine weiteren Worte verlieren brauchen", heißt es in der offiziellen Mitteilung.

"Viel mehr geht es jetzt darum, sich solidarisch zu zeigen und gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Das bedeutet konkret, dass wir den Menschen unter die Arme greifen wollen, welche aktuell zu den besagten Risikogruppen gehören", ließ die Südtribüne Dortmund weiter verlauten.

Coronavirus: BVB-Ultras greift ab Mittwoch Hilfebedürftigen unter die Arme

Bedeutet: Ab Mittwoch bietet die Südtribüne Dortmund im gesamten Stadtgebiet ihre Hilfe bei Einkäufen und Botengängen von 11 bis 17 Uhr an. Allerdings betonte die Gruppe, dass nur Personen von dem Angebot Gebrauch machen sollen, die sich derzeit in Quarantäne befinden oder zu entsprechenden Risikogruppen gehören.

Für weitere Informationen besuchen Sie die offizielle Seite der Südtribüne Dortmund. Dort erfahren Sie alles über mögliche Ansprechpartner, Telefonnummern und Termine.

Coronavirus: Derzeit 37 Infizierte in Dortmund

Derzeit haben sich 37 Personen in Dortmund mit dem Coronavirus infiziert (Stand 17. März, 13.04 Uhr). Die Hamsterkäufe nehmen ebenso zu wie die Angst vor der Ansteckung. Die Dortmunder Gesundheitsbehörde kann die zahlreichen Anfragen kaum noch beantworten.

Erst am Dienstagmorgen hat das Möbelgeschäft Ikea beschlossen, bis auf weiteres die Ladentüren zu schließen. Und auch der BVB hat die Spieler bis kommenden Montag nach Hause geschickt. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke erntete für seine Äußerungen am Wochenende heftige Kritik aus der Bundesliga.

Rubriklistenbild: © dpa / picture alliance

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