Borussia Dortmund

Feierabend auf dem Transfermarkt? BVB-Boss richtet jetzt Appell an die Politik

Vor dem Bund-Länder-Gipfel hat Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke einen Appell gesendet. Es geht auch um Transfers beim BVB.

Hamm - Rund 45 Millionen Euro hat Borussia Dortmund für die Transfers von Torwart Gregor Kobel und Offensivspieler Donyell Malen ausgegeben. Zwar hat der BVB mit dem Verkauf von Jadon Sancho deutlich mehr Geld eingenommen, weitere Neuverpflichtungen werde es in Dortmund aber voraussichtlich nicht geben. Der Grund: Die anhaltende Corona-Pandemie.

Corona-Gipfel: BVB-Boss Watzke richtet vor MPK deutlichen Appell an Politik

„Die Corona-Pandemie ist das zweite große Krisen-Szenario von Borussia Dortmund unter meiner Führung“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke laut Ruhr Nachrichten. Am 14. März 2005 hatte der heute so erfolgreiche Klub die Insolvenz abwenden können. Borussia Dortmund hatte unter dem ehemaligen BVB-Präsidenten Gerd Niebaum sowie des Geschäftsführers und Managers Michael Meier jahrelang ein finanzielles Minus erwirtschaftet.

Im Februar 2005 trat Hans-Joachim Watzke sein Amt als Geschäftsführer an. Etwas mehr als 16 Jahre später sind die Sorgenfalten zwar nicht so breit wie damals, aber dennoch vorhanden beim 62-Jährigen. Zwar sei die Situation beim BVB, „was die Liquidität angeht, absolut stabil. Was wir für Jadon Sancho und Leonardo Balerdi bekommen haben, und was wir für Gregor Kobel und Donyell Malen ausgegeben haben, da sieht man sofort, dass wir einen Liquiditätspuffer haben“, erklärte Hans-Joachim Watzke.

BVB: Hans-Joachim Watzke spricht über weitere Transfers bei Borussia Dortmund

Leonardo Balerdi wechselte für elf Millionen Euro zu Olympique Marseille, Jadon Sancho für 85 Millionen Euro zu Manchester United. Dennoch macht sich der BVB-Geschäftsführer weiterhin große Sorgen. Weitere Transfers sind in diesem Sommer beim BVB einfach nicht drin. „Mit einem anderen Geschäftsmodell und vollen Kassen würde man vielleicht noch mal etwas machen. Das verbietet sich in der aktuellen Situation aber“, so Watzke.

Der sendete zugleich einen Appell an die Politik. Denn am Dienstag auf der Konferenz der Kanzlerin zusammen mit den Ministerpräsidenten der Länder wird das weitere Vorgehen der Politik mit der Corona-Pandemie beschlossen. Betroffen davon ist der BVB besonders bei Heimspielen. „Wir haben mal gesagt, wenn wir keine Zuschauer haben, uns pro Heimspiel vier Millionen Euro fehlen“, erläuterte Watzke. „Wenn wir 22.000 haben ist es natürlich etwas weniger. Aber dass immer noch zwei Millionen pro Spiel fehlen, das muss ich Ihnen auch nicht sagen“, fügte Watzke an, der deshalb „mutige Entscheidungen“ von der Politik fordert, weit weg vom „Thema Inzidenz“.

Rubriklistenbild: © Alexandre Simoes / dpa

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