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Metzelder: Hier ist der BVB wie der SC Freiburg

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Von: Jonas Austermann

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Ex-Profi Christoph Metzelder.
Ex-Profi Christoph Metzelder. © dpa

Dortmund - Ex-Profi Christoph Metzelder spricht über die aktuelle Situation bei Borussia Dortmund. Der TV-Experte bewertet die Situation beim BVB als spannend - und zieht einen interessanten Vergleich.

Das Derby ist abgehakt, bei Borussia Dortmund richtet sich der Blick auf den April. Auf einen Monat, in dem viele Partien anstehen, die für den Saison-Ausgang entscheidend sein werden. Eine Prognose wagt Christoph Metzelder, ehemaliger Bundesligaspieler des BVB und von Schalke 04, vor dem Heimspiel der Schwarz-Gelben gegen den Hamburger SV (Di, 20 Uhr/bei uns im Live-Ticker) nicht. „Chance und Risiko sind gleich verteilt“, sagt er.

„Es ist eine extrem spannende Situation. Das, wofür man die ganze Saison arbeitet“, meint der 36-Jährige. Er hofft darauf, dass Trainer Thomas Tuchel in diesen Wochen auf die stärkste Dortmunder Elf setzt. „Zwei Drittel der Saison sollte man rotieren, alle im Rhythmus halten. Aber das letzte Drittel müssen die Besten durchspielen. Die wollen das auch“, sagt Metzelder.

Mit Blick auf die Bundesliga-Tabelle, die den BVB aktuell als Vierten ausweist, sieht der Ex-Nationalspieler besserplatzierte Teams wie RB Leipzig und 1899 Hoffenheim als echte Gefahr. Im Gegensatz zur Borussia hätten sie „den Riesenvorteil, dass sie sich fünf Tage voll auf den nächsten Gegner fokussieren können“. Der BVB hingegen hat neben der Liga auch noch das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayern München und das Viertelfinale der Champions League gegen den AS Monaco vor der Brust.

Hoffenheim und Leipzig stabiler

„Ich glaube, dass Mannschaften wie Hoffenheim und Leipzig stabiler sind in diesem Monat. Und der BVB kann es sich nicht erlauben, vom Gas zu gehen“, meint Metzelder. Gerade in solchen Begegnungen täten Dortmund mehrere Führungsspieler gut, der Sky-Experte sieht seinen Ex-Klub aber gerade dort unterbesetzt. „Sokratis ist so einer. Vielleicht noch Aubameyang, der das Tor macht. Dann wird es auch meiner Sicht schon eng“, sagt er.

Deutlich mehr hat Metzelder etwa von den Sommer-Neuzugängen Mario Götze, André Schürrle und Sebastian Rode erwartet. „Sie sind eher die Enttäuschungen der Saison – wobei Mario mit seiner Erkrankung ein Sonderfall ist“, meint er. „Man hat schon die Erwartung, dass diese Spieler bei einem deutschen Spitzenklub relativ schnell zünden.“ Aber es komme immer wieder vor, dass der Zyklus eines Spielers „irgendwann im Herbst oder am Ende ist – und dann kommen neue Spieler nach und jagen dir den Platz ab“.

BVB in Dahouds Alterskategorie die Nummer eins

Mit Ömer Toprak und Mo Dahoud stehen schon zwei der Neuen fest, die den Kader des BVB ab dem kommenden Sommer erweitern. Vor allem letzterer hat es Metzelder angetan: „Dahoud ist ein überragender Transfer. Es zeigt wieder einmal, dass Borussia Dortmund für diese Alterskategorie offensichtlich in Europa die Nummer eins ist – und das ist ein Riesenerfolg.“

Gerade bei älteren Akteuren sieht der 36-Jährige die Schwarzgelben allerdings in einer weitaus schlechteren Situation. "Das, was Borussia Dortmund aufgebaut hat, ist gigantisch, aber es muss trotzdem frustrierend sein, wenn ich so ein Ausbildungsverein bin wie der SC Freiburg – mal ganz spitz formuliert. Auf einer anderen Ebene, aber die Leute bedienen sich bei mir. Mit dem Anspruch von Borussia Dortmund ist das frustrieren, "meint Metzelder und sieht den Rekordmeister aus München auch deshalb weit enteilt: „Solange es in Deutschland der Fall ist, dass Bayern drei Spieler von Dortmund kaufen kann, wird es so sein wie es jetzt ist: Es gibt eine Mannschaft, die über allen anderen steht.“

Sky Sport News HD überträgt die Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV am Dienstag ab 19 Uhr live im Free-TV.

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