Champions League

Borussia Dortmund unterliegt Tottenham Hotspur in der Champions League

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Für Jadon Sancho blieb der Erfolg in seiner Heimatstadt aus.

Borussia Dortmund gegen Tottenham Hotspur verloren im Hinspiel des Achtelfinales der Champions League. Die erfreuliche Nachricht: Dan-Axel Zagadou kehrte zurück.

London – Dan-Axel Zagadou ist seit seinem Ausfall Anfang Dezember 2018 wieder auf den Rasen zurückgekehrt. Ein gewagtes Manöver von Chefcoach Lucien Favre. Ausgerechnet in der Königsklasse im Achtelfinalhinspiel gegen Tottenham Hotspur. Ein schwerer Auftakt nach einer Verletzung gegen einen offensivstarken Gegner, der immer wieder den Weg über die Flügel druckvoll ins Zentrum suchte. Der BVB unterlag mit 0:3 (0:0).

Dabei wäre der Innenverteidiger-Hüne kurz vor dem Seitenwechsel beinahe zum Torjäger aufgestiegen – und musste wenig später mit ansehen, wie der Ball hinter ihm im eigenen Netz zappelte.

Chance in der 43. Minute

43 Minuten waren gespielt, beide Teams wollte sich nichts schenken. Gerade im Mittelfeld hatten sich schon einige harte Kämpfe abgespielt. Bezeichnend, wie etwa Thomas Delaney Tottenhams Moussa Sissoko niederrang und sofort wieder auf den Beinen war, um das nächste Duell zu suchen. Zurück zur Szene aber rund um Zagadou: Christian Pulisic, der über die linke Seite gegen seinen zukünftigen Liga-Konkurrenten stürmte, stand parat zum Doppelpass mit Jadon Sancho nach einer Ecke. Sancho wiederum, der in seiner Heimatstadt immer wieder sein ganzes Können aufblitzen ließ, flankte auf den zweiten Pfosten. Zagadou war da, köpfte – und Spurs-Keeper Hugo Lloris kratze mit einem einzigartigen Reflex den Ball noch vor der Linie weg.

Die Führung wäre für Dortmund so in Ordnung gegangen, die Gastgeber hatten bis zu diesem Zeitpunkt lediglich eine dicke Chance durch Lucas Moura, der in der 7. Minute einen Volleyschuss rechts neben das BVB-Gehäuse setzte. Für Zagadou hätte der Treffer zudem ein grandioses Comeback markiert.

Wende nach dem Seitenwechsel

Insgesamt zeigte Dortmund einen souveränen Auftritt nach anfänglichem Zögern. Überraschend war dabei der Einsatz von Mahmoud Dahoud auf der für ihn eher ungewohnten Zehn. Er ersetzte den verletzten Kapitän Marco Reus, hatte zwischendurch mit Fehlpässen zu kämpfen. Links wirkte dafür Pulisic recht frisch – ihm bekommt anscheinend die englische Luft. Von Sancho rechts ganz zu schweigen. Der 18-Jährige wirbelte in vielen Szenen große Lücken in die gegnerische Defensive. Keineswegs wollten sich die Spurs dem aber so hingeben, peitschten den Ball dann unter frenetischer Unterstützung der Fans nach vorne und prallten auf die gnadenlose Doppelsechs bestehend aus Axel Witsel und Thomas Delaney.

Falsches Stellungsspiel

Bis zur 47. Minute. Da fehlte nach einer Flanke plötzlich die Abdeckung. Dortmund ist dort eigentlich nicht so anfällig, deckt die gefährlichen Zonen vor dem Fünf-Meter-Raum in der Regel gut ab durch einen zurückfallenden Delaney oder Witsel – nur eben an diesem Mittwochabend nicht. Zagadou tauchte unter dem Ball von Jan Vertonghen durch und Heung-Min Son war schon außerhalb der Reichweite von Delaney/Witsel, netzte ein. Zugegeben – beide waren in der Vorwärtsbewegung, Achraf Hakimi hatte den Ball zuvor im Spielaufbau viel zu leicht hergegeben. Ein Stellungsfehler aber blieb es. Und da nützte auch der härteste Zweikampf der ersten Halbzeit nicht viel.

Nach einer Stunde eine ähnliche Situation, Dortmund gelang nicht schnell genug die Absicherung – Christian Eriksen preschte unbedrängt über die linke Seite nach vorne. An Stellungsspiel wie bei einem hohen Ball von der Seite aus dem gebundenen Spiel heraus war gar nicht zu denken. Glück für den BVB: Zagadou war an dieser Stelle rechtzeitig da, köpfte den Ball über das Tor. In der 84. Minuten war er nicht mehr da, Tottenham erzielte auch das 0:2 nach einem Flankenball durch Vertonghen, ebenso das 0:3 nach einer Ecke, die der eingewechselte Llorente verwandelte – Zagadou saß da schon auf der Bank. Aber „die Entscheidung fällt eh erst im Rückspiel“, wie BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sagte.

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