Portrait des Zugangs

Das ist Dembélé-Nachfolger Yarmolenko

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Andrey Yarmolenko geht ab jetzt für den BVB auf Torejagd.

Am Ende ging es ganz schnell: Erst am Sonntag-Abend wurde das (erneute) Dortmunder Interesse an Andrey Yarmolenko publik, am Montag wurde der Wechsel unter Dach und Fach gebracht.

Maxwel Cornel, Malcom oder gar der Ex-Schalker Julian Draxler: Die Gerüchteküche sprudelte angesichts des mittlerweile prall gefüllten Bankkontos bei Borussia Dortmund. Ein Nachfolger für Dembélé musste her, denn dass Christian Pulisic mit gerade einmal 18 Jahren hin und wieder eine schöpferische Pause benötigt, ist abzusehen. 

Am Montag wurde die Entlastung für das Dortmunder Wunderkind vorgestellt. Andrey Yarmolenko kommt vom ukrainischen Hauptstadtverein Dynamo Kiew und hat einen Vertrag bis zum Sommer 2021 unterschrieben. 

Treffsicherer "Yarmo" 

Doch angesichts von fast 1,90 Metern Körperlänge denkt man bei Andrey Yarmolenko zunächst nicht an einen dribbelstarken Angreifer. Schnell stellt sich die Frage: Kann er den explosiven Wirbelwind Ousmane Dembélé ersetzen? 

Zumindest hat „Yarmo“ das Potential dazu. Bei seinem Ex-Verein glänzte der bärtige Blondschopf mit einem feinen Füßchen und vielen Kabinettstückchen aus der Trickkiste. Außerdem weiß der 27-Jährige, wo das Tor steht. Davon zeugen 137 Treffer in 339 Spielen. Klar ist aber auch, dass das Niveau in der ersten Liga des Klitschko-Heimatlandes nicht mit dem der Bundesliga mithalten kann. 

Robben-Vergleich und die linke Klebe

Aber auch auf internationalem Terrain glänzte Yarmolenko. In der Europa League gelangen ihm in 42 Partien immerhin zwölf Treffer, elf weitere bereitete er vor. Für sein Heimatland ist die Quote noch beeindruckender: 29 Tore in 69 Spielen. 

Im Online-Portal der Bild verglich Yarmolenkos Landsmann Andrey Voronin (früher unter anderem Bayer Leverkusen) seinen ehemaligen Angriffs-Kollegen aus der Nationalmannschaft mit einem Bundesliga-Star: „Er erinnert mich ein wenig an Robben, spielt auch auf dem rechten Flügel und zieht nach innen, um mit links abzuschließen. Sein linker Fuß ist eine Waffe.“ 

Nicht der erste Anlauf

Das war auch dem exzellenten Dortmunder Scouting bereits vor Jahren aufgefallen. Doch Sommer für Sommer wurden sich die Vereinsbosse nicht einig. Jetzt sollen BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc den Zuschlag für 25 Millionen Euro erhalten haben. Deshalb gab Zorc auch freimütig zu: „Andrey ist ein Spieler, den wir schon seit langer Zeit verfolgen“ und schwärmt weiter: „Er steht sowohl auf Vereinsebene als auch in Diensten der ukrainischen Nationalmannschaft für Fußball auf Topniveau.“ 

Da ließ sich der umschmeichelte Offensivspieler nicht lange bitten und schwärmte bei der Vertragsunterzeichnung: „Ich bin sehr dankbar, dass Dynamo Kiew mir meinen Traum erfüllt hat, zu einem großen europäischen Klub wechseln zu dürfen! Ich werde in jedem Training hart arbeiten, um dem BVB dabei zu helfen, seine höchsten Ziele zu erreichen – um die geht es mir immer.“ 

Mor ohne Zukunft beim BVB

Mit der Yarmolenko-Verpflichtung wurde gleichzeitig klar, dass ein anderer Stürmer keine Zukunft in Dortmund hat. Denn die Nummer neun trägt jetzt nicht mehr Emre Mor, sondern der großgewachsene Nationalspieler. Aber „ehemalige Neun“ ist aktuell ohnehin auf dem Sprung nach Italien.

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