Vor dem U17-Finale

BVB-Wunderkind Moukoko: Keine Eintagsfliege - aber auch kein Versprechen

BVB-U-17-Angreifer Youssoufa Moukoko (rechts) hat sich dank seiner Tore ins Rampenlicht gespielt.
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BVB-U-17-Angreifer Youssoufa Moukoko (rechts) hat sich dank seiner Tore ins Rampenlicht gespielt.

Dortmund trifft im U17-Finale auf Bayern - doch (fast) alle Blicke richten sich auf Youssoufa Moukoko. Kein Wunder, denn trotz seiner 13 Jahre trifft er nach Belieben.

Dortmund - Es lief die 55. Minute. 1:0 führte die U17 von Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen im Halbfinal-Rückspiel um die Deutsche Meisterschaft. Zwar gestalteten die junge Borussen die Partie überlegen, aber mit einem Tor hätten die Gäste nach dem 1:1 im Hinspiel die Zeichen auf Verlängerung gestellt. 

Doch dann hatte ein 13 Jahre alter Bubi seinen großen Auftritt und riss die 1800 Zuschauer im Stadion auf dem Dortmunder Trainingsgelände von den Sitzen. 

Technische Glanzleistung 

Einen hohen Ball in den Strafraum pflückte Youssoufa Moukoko gefühlvoll mit dem linken Fuß aus der Luft, um dann in einer Bewegung mit einem satten Rechtsschuss von der Strafraumkante für den 2:0-Endstand zu sorgen. Am Sonntag (13 Uhr/bei uns im Live-Ticker) tritt der BVB beim FC Bayern München zum Duell um die Deutsche Meisterschaft an.

Allein ein Tor eines teilweise vier Jahre jüngeren Angreifers wäre eine Sensation gewesen. Eine Wahnsinnsstory. Doch mit Blick auf die abgelaufene Saison der Schwarz-Gelben in der West-Staffel der B-Junioren-Bundesliga wird klar: Das war kein Zufall, und Moukoko ist keine Eintagsfliege.

Moukoko hinterlässt nachhaltigen Eindruck

Denn Moukokos Stern steigt bereits seit seiner Ankunft 2014 in Deutschland. Nicht nur in der Nachwuchsabteilung des FC St. Pauli, wo er seit dem Umzug nach Hamburg zu seinem Vater kickte, blieb sein Talent nicht unerkannt. Gleich mehrere Spitzenklubs streckten die Fühler aus, die Borussia macht am Ende das Rennen. 

Thomas Meggle, damals Sportchef bei St. Pauli, warnt in der Bild aber, dass auch vermeintlich Supertalente nicht zwangsläufig den Sprung zu den Profis schaffen: "Es gibt allerdings keine Garantie, dass es einen Return of Invest gibt." 

Sensationelle Trefferquote

Doch dass riesiges Potenzial in ihm schlummert, stellte Moukoko vor allem in der aktuellen Spielzeit unter Beweis. In 25 Liga-Spielen netzte er 37 Mal. Kein Wunder, dass bereits Scouts von Spitzenklubs wie dem FC Barcelona ins Ruhrgebiet gepilgert sein sollen, um Moukoko unter die Lupe zu nehmen.

Einer, der ganz nah am flinken und technisch versierten Stürmer dran ist, ist Dortmunds U17-Linksverteidiger Mert Göckan. Im Gespräch mit dfb.de schwärmt er: "Youssoufa ist wirklich etwas Besonderes, da reicht ein Blick auf seine Statistiken aus, um das zu erkennen." 

Mannschaftskollege schwärmt

Göckan weiter: "Ich spreche vor jedem Spiel mit ihm und betone, dass er einfach seinen Fähigkeiten vertrauen soll. Wenn er seine Laufwege nach vorne und nach hinten macht und alles gibt, wird er auch seine Tore erzielen." 

Doch damit nicht genug, denn Moukokos Ruf eilt ihm sogar bis zum Gegner nach München voraus: "Beim BVB hört und liest man immer sehr viel über Moukoko", so die lobenden Worte von Bayerns U17-Angreifer Oliver Batista Meier, dem selbst eine große Zukunft prophezeit wird. 

Ricken widerspricht Gerüchten

Dortmunds Nachwuchschef und Ex-Profi Lars Ricken meinte jüngst bei Sport1 zum Angriffsjuwel: "Es ist toll zu sehen, mit welcher Leichtigkeit und Freude er rumläuft, auf dem Spielfeld steht und Tore schießt." 

Den Gerüchten, dass Moukoko älter sei, tritt Ricken, der früher selbst als Mega-Talent galt, entschieden entgegen: "Der Junge ist tatsächlich 13 und man wird immer gefragt, wann man ihn oben sieht."

Keine Bundesliga für Moukoko

Deshalb ist auch klar: Die Bundesliga muss noch warten. Frühestens mit 16 Jahren könnte Moukoko mit einer Ausnahmegenehmigung in der deutschen Eliteliga auflaufen, offiziell spielberechtigt ist er mit 17.

"Wir können deshalb alle noch ganz ruhig bleiben und dürfen das bei der Bewertung seiner Leistung nicht vergessen", bremst Ricken die Erwartungen.

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