Borussia Dortmund

BVB-Wunderkind Moukoko: Ehrliche Worte in Instagram-Post

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Youssoufa Moukoko (links) gilt als Wunderkind beim BVB.

Er schießt als 14-Jähriger in der U17 Tore am Fließband. Deshalb gilt BVB-Youngster Youssoufa Moukoko als Wunderkind. Die ständigen Zweifel nagen an ihm.

Update 18. Juni 9.25 Uhr: Mit einem ehrlichen Instagram-Posting hat sich BVB-Wunderkind Youssoufa Moukoko nach dem verlorenen B-Jugend-Finale um die Deutsche Meisterschaft zu Wort gemeldet. Und man merkt seinen Worten an, dass die ständigen Zweifel an seinem Alter an ihm nagen.

"Es war einfach unglaublich, und vieles wurde über mich geschrieben, und ich sag es nochmal: ich kann nichts dafür, dass es gut läuft und dass ich das Geschenk von Allah bekommen habe, ich werde mich dafür nicht schämen, dass ich im Fußball gut bin!!!", schreibt der 14-Jährige auf Instagram.

50 Tore hat der Stürmer in der abgelaufenen Saison für die Dortmunder U17 geschossen - das Finale um die Deutsche Meisterschaft ging mit 2:3 gegen den 1. FC Köln verloren. "Das Leben geht weiter, auch Niederlagen gehören zu einer Entwicklung dazu!!", sagt Moukoko.

Youssoufa Moukoko: Mit 14 Jahren schon in der U17

Dortmund - Sein erstes Spiel in der Fußball-Bundesliga darf Youssoufa Moukoko frühestens am 20. November 2020 absolvieren. Denn an diesem Tag wird das allüberall als Wunderkind bezeichnete Ausnahmetalent von Borussia Dortmund 16 Jahre alt.

"Offiziell" würden manche hinzufügen. Denn daran, dass der Stürmer heute erst 14 Jahre ist, hegt manch einer Zweifel. Klar scheint: Moukoko steht vor einer großen Karriere.

Denn wo der Deutsch-Kameruner auch spielt, er trifft und trifft und trifft. Und das eben dann auch in höheren Altersklassen. Für den FC St. Pauli schoss er als Zehnjähriger 23 Tore in 13 Spielen in der U15-Regionalliga.

Für die U17 von Dortmund, die am Sonntag (13 Uhr/bei uns im Live-Ticker) gegen den 1. FC Köln um die deutsche B-Jugend-Meisterschaft spielt, nun 83 Treffer in zwei Saisons. Seine 46 Tore in dieser Spielzeit sind Rekord. Weswegen Moukoko direkt in die U19 befördert wird.

Youssoufa Moukoko hat beim BVB klares Ziel vor Augen

"Wir sehen diese Altersklasse für ihn als den richtigen Jahrgang an", sagte Dortmunds Nachwuchs-Chef Lars Ricken der Bild-Zeitung: "Das entspricht seiner Leistungsfähigkeit." Der Teenager selbst erklärte: "Ich hoffe nicht, dass die Leute denken, dass ich in der U19 wieder 46 Tore schieße. Ich muss da erstmal klarkommen und sehen, was da so passiert."

Super-Talent Moukoko führt U17 des BVB ins Finale gegen Köln

Doch die langfristigen Ziele klingen weniger bescheiden. "Wenn ich ehrlich bin, ist es mein Ziel, Profi in Dortmund zu werden, mit der Borussia die Champions League zu holen und den Ballon d'Or zu gewinnen", sagte er der "Sport Bild" im November 2018.

Denn auch wenn er noch nicht im Rampenlicht der Bundesliga auftauchte, ist um Moukoko schon ein Riesen-Hype entstanden. Bei Instagram hat er 318 000 Follower. Und damit mehr als die BVB-Profis Thomas Delaney (126 000), Nico Schulz (72 000), Marwin Hitz (64 000) und Ömer Toprak (24 000) zusammen. Auch einen millionenschweren Ausrüster-Vertrag soll er schon in der Tasche haben.

Youssoufa Moukoko: Immer wieder Zweifel wegen des Alters

Und überhaupt: Alle achten auf ihn, alle reden über ihn. Über seine vielen Tore. Und über die Zweifel beim Geburtsdatum. "Die letzte Saison war hart für mich. Mit den ganzen Geschichten", sagte er.

Zumindest gänzlich ausgeräumt wurden die Bedenken aber nie. Sogar U23-Teammanager Ingo Preuß sagte 2017 in einem Spox-Interview: "Ich könnte mir bei Youssoufa vorstellen, dass sein Alter lediglich geschätzt worden ist. Vielleicht ist er in Wirklichkeit ein, zwei Jahre älter."

Ricken betonte derweil immer, das angegebene Alter sei Fakt, der Verein verwies auf beglaubigte Geburtsurkunden. Der Deutsche Fußball-Bund erklärte auf Anfrage der Bild, man vertraue "in dieser Angelegenheit den Angaben des Heimatvereins des Spielers".

Youssoufa Moukoko: Beachtliche Leistungen von BVB-Wunderkind

Doch selbst wenn er ein oder zwei Jahre älter wäre, wären Moukokos Leistungen und Torquoten immer noch beachtlich. "Er ist total fokussiert, steckt voller Ehrgeiz, ist einer der Ersten beim Training und einer der Letzten, die gehen. Er schaut sich als Erster Videosequenzen an, die wir den Spielern aufs Handy schicken", erklärte BVB-U17-Coach Sebastian Geppert.

Überfrachten will man den Jungen mit Erwartungen aber nicht. "Er ist ein hervorragendes Talent, er schießt Tore am Fließband. Aber für eine weitreichende Prognose ist er noch viel zu jung", sagte BVB-Manager Michael Zorc.

Zumal es mahnende Beispiele gibt. Der US-Amerikaner Freddy Adu galt zum Beispiel mit 14 als Wunderkind. Heute, mit 30, ist er zum wiederholten Male vereinslos.

dpa

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