Borussia Dortmund

„Das sieht jeder ...“: VAR treibt Weltmeister und BVB-Fans zur Weißglut - ein Erklärungsversuch

Borussia Dortmunds Erling Haaland wird von Hoffenheims Kevin Vogt unfair zu Fall gebracht. Der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. Reaktionen und Erklärung.

Update vom 13. Februar, 17.50 Uhr: Mats Hummels war sich nach dem 2:2 des BVB gegen 1899 Hoffenheim sicher. Das Foul von Kevin Vogt an Erling Haaland unmittelbar vor dem 1:1-Ausgleich hätte man abpfeifen müssen. „Da haben wir eine Riesenchance auf das 2:0, Sekunden später steht es 1:1.“, sagte Mats Hummels bei Sky. Anders sah das TV-Experte Dietmar Hamann. Zwar verstehe er den Ärger von Borussia Dortmund bei dieser Szene. Allerdings versucht auch er zu erklären.

VereinBorussia Dortmund
CheftrainerEdin Terzic
StadionSignal-Iduna-Park (Dortmund)
Plätze81.365

Demnach sei es nicht möglich, eine Notbremse an einem Spieler zu verüben, der nicht im Ballbesitz ist. Jude Bellingham führte den Ball, Erling Haaland war mitgelaufen und Einschussbereit. Weil Haaland vor dem Strafraum zu Fall kam, griff der Video-Assistent-Referee aufgrund fehlender Elfmeterentscheidung nicht ein, erklärte Hamann.

BVB: Foul an Haaland macht Großkreutz und Fans wütend - Erklärungsversuch

[Erstmeldung] Dortmund - Jude Bellingham und Erling Haaland stürmten gemeinsam auf Hoffenheims Keeper Frank Baumann zu. Alleine machen oder rüber legen, dachte sich wohl der junge Engländer in dieser 30. Spielminute im Dortmunder Signal-Iduna-Park. Beide Entscheidungen wurden Bellingham jedoch abgenommen. TSG-Verteidiger Stefan Posch grätschte Bellingham fair ab - anders als Kevin Vogt einige Meter entfernt.

BVB: Wieder VAR-Ärger! Kevin Großkreutz und Fans wüten wegen Haaland-Foul

Zerren, klammern, ziehen - beim Körpereinsatz von Kevin Vogt gegen Borussia Dortmunds Stürmer Erling Haaland war alles dabei. Nur eben nicht die Absicht, an den Ball zu kommen. Der junge Norweger sprintete sich in Position, hätte wohl das zwischenzeitige 2:0 für den BVB erzielt gegen Hoffenheim. Kevin Vogt jedoch vereitelte das und zerrte Haaland zu Boden.

Bitter für Borussia Dortmund: Schiedsrichter Bastian Dankert stand unmittelbar hinter dieser strittigen Szene und hatte freien Blick auf den Zweikampf. Der jedoch wedelte unmissverständlich mit dem Zeigefinger und ließ laufen. Noch bitterer für den BVB-Kader: Im direkten Gegenzug erzielten die Gäste den 1:1-Ausgleich.

„Für mich ist es ein ganz klares Foulspiel. Normalerweise muss er (der Video-Assitent-Referee, Anm. d. Red.) sich da einschalten“, sagte Weltmeister und Ex-Borusse Kevin Großkreutz in der Halbzeitpause bei Sky. Eben jenem Schiedsrichter-Team im „Kölner Keller“ jedoch waren offenbar die Hände gebunden. Erling Haaland kam unmittelbar vor dem Strafraum zu Fall. Hätte eine Elfmeterentscheidung im Raum gestanden, wäre ein Eingreifen des Video-Assistent-Referee zwingend notwendig gewesen.

BVB: Foul an Erling Haaland nicht zurückgepfiffen - Ein Erklärungsversuch

Auch im Jahr 2021 bleibt der Ärger über die Video-Assistenten groß. Nicht nur bei Kevin Großkreutz. „Das verstehe ich auch nicht, das sieht jeder, dass es ein klares Foulspiel ist. Für mich ist es kein Vorteil mehr, weil Hoffenheim den Ball erobert. Haaland muss nur noch einschieben“, sagte er und sprach damit zahlreichen BVB-Fans aus der Seele.

„Klares Foul an Haaland. Ist das lächerlich“, schrieb ein Fan auf Twitter. Ein Anderer bezog Stellung dazu: „Wieso greift der VAR nicht ein? Aktuell finde ich die Schiedsrichter-Leistung arg blau eingefärbt.“ Ein Letzter hatte bereits eine Idee, wie der VAR verbessert werden kann. „Je länger wir den VAR haben, desto mehr wünsche ich mir eine Challenge-Möglichkeit für Trainer“, so der User angelehnt an die NFL. „Abgesehen davon ist es einfach sehr schwach was Dankert da nicht gesehen hat“, fügte er verärgert an.

Erling Haaland hätte das 2:0 für den BVB erzielen können.

Der Twitter-Account Colinas Erben, der für seine Analyse der Schiedsrichterentscheidungen bekannt ist, versuchte die strittige Szene zu klären. So habe es zwischen dem Dortmunder Angriff und dem Hoffenheimer Tor keine Spielunterbrechung gegeben, weshalb die Szene nicht vom VAR untersucht wurde. „Alternative Erklärung: Es wurde nicht als klarer Fehler und nicht als übersehener Vorfall bewertet, die Aktion von Vogt gegen Haaland nicht zu pfeifen. Das fände ich allerdings zweifelhaft“, schrieb der Account.

Rubriklistenbild: © Martin Meissner/dpa

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