Fans verärgert

Nach Hitler-Skandal und BVB-Supendierung: Owomoyela erklärt sein Verhalten

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Via Instagram hat Ex-BVB-Profi Patrick Owomoyela Stellung bezogen.

Der BVB hat Patrick Owomoyela und Stadionsprecher Nobby Dickel suspendiert, jetzt meldet sich der Ex-Profi zu Wort und erklärt sein Verhalten.

  • Patrick Owomoyela und Nobby Dickel haben den Unmut einiger BVB-Fans auf sich gezogen
  • Beim Testspiel Borussia Dortmund – Udinese Calcio haben sie sich über die Gegner lustig gemacht
  • Nach einer missglückten Hitler-Parodie hat der Verein die beiden nun suspendiert

Update, 16.23 Uhr: Ex-Profi Patrick Owomoyela und BVB-Stadionsprecher Norbert Dickel sahen sich heftiger Kritik ausgesetzt. In einem Interview hat sich Owomoyela für sein Verhalten als Kommentator bei einem Testspiel von Borussia Dortmund entschuldigt und versucht, sich zu erklären.

"Es ist korrekt, das es während des BVB-Vorbereitungspiels gegen Undine zu Aussagen gekommen, ist die so nicht in Ordnung waren", sagt Owomoyela. Bezüglich seiner missglückten Hitler-Parodie teilt er mit: "Es stimmt, das es gegen Ende des Spiels zu eine Parodie/Imitation der Stimme Adolf Hitlers meinerseits kam. Das war ein dummer Versuch witzig zu sein und völlig unangebracht! Ich bin leider auch nicht vor Fehlern gefeit!"

Ferner stellt Owomoyela klar: "Ich trage weder fremdenfeindliches noch diskriminierendes Gedankengut in mir und distanziere mich klar davon! Auch Nobby, den ich seit Jahren kenne, ist nicht im Ansatz fremdenfeindlich."

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Liebe Leute ,ich möchte mich nach all’ der Berichterstattung auch nochmal selber mit ein paar Worten an euch richten! Bitte hört bis zu.. Hier der Text: Hallo zusammen... Sicher habt ihr alle mitbekommen was gestern und heute in den Medien über mich berichtet wurde und es ist mir wichtig einige Dinge hier klar- bzw. richtig zu stellen! Es ist korrekt, das es während des BVB-Vorbereitungspiels gegen Undine zu Aussagen gekommen, ist die so nicht in Ordnung waren. Es stimmt, das es gegen Ende des Spiels zu eine Parodie/Imitation der Stimme Adolf Hitlers meinerseits kam. Das war ein dummer Versuch witzig zu sein und völlig unangebracht! Ich bin leider auch nicht vor Fehlern gefeit! Dies war ein solcher, dafür entschuldige ich mich und habe unseren Zuhörern und insbesondere unserem Verein bereits direkt im Anschluss und vor den Schlagzeilen gesagt,dass ich komplett neben der Spur war und sich das nicht wiederholen wird!!! Jedoch !!!und das ist mir extrem wichtig!!! Habe ich mich mit keinem Wort fremdenfeindlich geäußert! Auch nicht in dieser unangebrachten Stimmen-Imitation. Ich niemanden rassistisch beleidigt oder betitelt!!! Das wurde von div. Medien anders dargestellt und ist absolut falsch!!! Ich trage weder fremdenfeindliches noch diskriminierendes Gedankengut in mir und distanziere mich klar davon! Auch Nobby ,den ich seit Jahren kenne,ist nicht im Ansatz fremdenfeindlich!!! Dass über meine Stimmen-Imitation berichtet wird ist verständlich, einige Texte konnte ich nachzuvollziehen, aber manche Schlagzeilen-Jägerei ist wirklich nicht in Ordnung! Aber davon muß sich jeder selbst sein Bild machen... Unterm Strich bleibt stehen: Ich habe mich deutlich im Ton vergriffen, versuche aus meinen Fehlern zu lernen und hoffe so ein Fehltritt passiert mir nicht wieder!!! Owo

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BVB suspendiert Owomoyela und Stadionsprecher Dickel nach Hitler-Kommentar

Update, 13.53 Uhr: Jetzt greift Borussia Dortmund durch! Stadionsprecher Norbert Dickel und Ex-Profi Patrick Owomoyela dürfen vorerst keine Spiele mehr kommentieren. Beide habe im Rahmen einer Live-Übertragung eines Testspiels für einen Eklat gesorgt mit rassistischen Äußerungen und einer Hitler-Parodie.

Demnach werden die zwei vorerst keine Spiele mehr im vereinseigenen BVB-TV oder NetRadio kommentieren, also auch bereits am Freitag die DFB-Pokal-Partie gegen den KFC Uerdingen mit Kevin Großkreutz. Dickels Tätigkeit als Stadionsprecher bleibt davon allerdings unberührt. Der "Held von Berlin" wird also auch weiterhin an Heimspieltagen die Aufstellungen durchgeben.

"Beide sollen eine kleine Gedankenpause bekommen", begründete der BVB die Sanktion gegenüber der Bild, die zuerst über die Suspendierung berichtete.

Update 12.02 Uhr: Patrick Owomoyela hat mit einer missglückten Hitler-Parodie für Aufsehen gesorgt. Als Kommentator eines Testspiels schoss er damit deutlich über das Ziel hinaus. Hinzu kamen noch abwertende Äußerungen seines Gespannpartners Nobby Dickel über die italienischen Gegenspieler.

Dabei wurde der ehemalige Nationalspieler und Bundesliga-Profi Owomoyela selbst schon Opfer einer Rassismuskampagne. Die rechtsextreme und fremdenfeindliche Partei NPD hatte ihn anlässlich der WM 2006 im DFB-Trikot abgebildet. Auf dem Plakat stand: "Weiß. Nicht nur eine Trikot-Farbe!"

Borussia Dortmund hat die beiden Kommentatoren bereits sanktioniert. Nach Informationen der Ruhr Nachrichten hat es bereits tags darauf im Trainingslager in Bad Ragaz eine Unterredung mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gegeben.

Owomoyela imitiert Hitler – Kommentatoren-Duo nicht zum ersten Mal in der Kritik

Update vom 6. August, 11.09 Uhr: Patrick Owomoyela ist beim BVB noch recht frisch als Kommentator im Einsatz. Bei Nobby Dickel sieht das schon anders aus. Beide sind jetzt über die Strenge geschlagen – letzterer nicht zum ersten Mal.

Im Rahmen des BVB-Netradios berichtet Dickel über die Spiele von Borussia Dortmund, bei einer Partie gegen Leverkusen im Jahr 2011 beleidigte er dort den Schiedsrichter. Die Höhe der Geldstrafe damals: 2500 Euro, zu zahlen an die DFB-Stiftung. Sein damaliger Kollege Boris Rupert musste 1000 Euro bezahlen.

Bei den Fans kommt das Verhalten teilweise aber auch gut an. Dickel identifiziert sich zu 100 Prozent mit seinem Verein, transportiert die Emotionen. Manchmal aber aber zu heftig.

Wie hoch die Strafe nun im Falle der Hitler-Imitation von Owomoyela und den Beleidigungen der italienischen Gegenspieler durch Dickel ausgefallen ist, teilte Borussia Dortmund nicht mit.

Owomoyela macht Hitler nach – BVB sanktioniert Ex-Profi

Update vom 5. August, 17.41 Uhr: Ex-Profi Patrick Owomoyela und BVB-Stadionsprecher Nobby Dickel haben sich nach ihrer missglückten Hitler-Parodie und den Verunglimpfungen der italienischen Gegenspieler im Rahmen des Testspiels Borussia Dortmund – Udinese Calcio offenbar entschuldigt.

BVB sanktioniert Owomoyela und Dickel – Fehlverhalten bei BVB-TV

"Patrick Owomoyela und Norbert Dickel engagieren sich bei uns seit Jahren intensiv in der Anti-Rassismus-Arbeit. Beiden waren ihre Äußerungen von vor neun Tagen ausgesprochen unangenehm. Sie waren zutiefst enttäuscht von sich selbst! Deshalb sind sie unmittelbar nach der Übertragung auf die Geschäftsführung zugegangen", heißt es in einer Stellungnahme des BVB gegenüber dem WDR.

Owomoyela und Dickel entschuldigen sich für Fehlverhalten bei BVB-TV

Beide hätten ihr Fehlverhalten demnach bereits eingesehen. "Wir haben ihr Fehlverhalten sanktioniert und beiden unmissverständlich verdeutlicht, dass ihr Versuch witzig zu sein vollkommen schiefgelaufen ist, absolut deplatziert war und derlei Äußerungen bei uns keinen Platz haben. Beide haben ihr Fehlverhalten bereits vor einer Woche öffentlich eingestanden und versprochen, dass sich derlei nicht wiederholen wird. Sie haben selbst während der nächsten Übertragung betont, dass sie 'neben der Spur waren'. Dem ist nichts hinzuzufügen", so weiter in der Stellungnahme.

BVB-TV: Dickel und Owomoyela sorgen mit "Hitler-Kommentar" für Wirbel

Dortmund  – Nobby Dickel und Patrick Owomoyela haben im Rahmen des Trainingslagers in Bad Ragaz die Gemüter einiger Fans erhitzt. Beim Testspiel Borussia Dortmund – Udinese Calcio machten sich die beiden Kommentatoren im hauseigenen BVB-TV teilweise über die Nachnamen des italienischen Gegners lustig – kurz vor Spielabbruch ahmte Owomoyela dann noch Adolf Hitler nach.

Während der Live-Übertragung des 4:1-Testspiel-Erfolgs Ende Juli sorgten die beiden damit für mächtig Wirbel. Im Fanforum schwatzgelb.de machten Fans ihrem Ärger Luft, der BVB reagierte daraufhin und nahm das Spiel von seiner Seite.

Eklat bei BVB-TV: Owomoyela sorgt mit Hitler-Parodie für Wirbel

Bei Youtube sind die Kommentare allerdings weiterhin zu hören. Kurz vor Ende der Partie verärgert Owowmoyela die Fans mit einer Hitler-Parodie. Im typischen Slang des Diktators sprach er von "großen Schlachten", die dort schon geschlagen worden seien. Für viele ein No-Go.

Dickel und Owomoyela bei BVB-TV "über das Ziel hinaus geschossen"

Dabei ist gerade Nobby Dickel für seine eher flapsige Art als Kommentator bei den BVB-Spielen im vereinseigenen Netradio bekannt – schoss dieses Mal mit seinem Kollegen Patrick Owomoyela aber offensichtlich über das Ziel hinaus. Wie der WDR berichtet, soll Dickel sogar mehrmals den abwertenden Begriff "Itaker" für die gegnerischen Spieler benutzt haben.

Borussia Dortmund setzt sich seit Jahren gegen Rassismus im Stadion ein, hat dabei bereits große Erfolge erzielt. Für viele Fans habe Dickel damit nun dieses Vorhaben teilweise untergraben. "Das erinnert stark an Fritz v. Thurn und Taxis, der [..] auch solche Sachen gesagt hat wie 'Der gemeine Afrikaner kann ja schneller laufen, weil er immer vom Dorf zum Brunnen rennen muss'. Ganz so tief lässt sich Nobby zwar nicht fallen, aber sich ein ganzes Spiel lang über 'Lasagne/Lasagna' lustig zu mache – das ist 2019 einfach total daneben", schrieb etwa ein Fan im Forum. 

Owomoyela trifft mit Hitler-Parodie nicht unbedingt den Geschmack der BVB-Fans

Ein anderer Fan schrieb wiederum: "Sollte man sich als offizieller Vertreter des Vereins natürlich in der Regel klemmen, besonders in Dortmund. Über das humoristische Niveau dieser Hitler-Parodie kann man sicher auch streiten, aber grundsätzlich sehe ich nicht, was an Hitler-Parodien so schlimm sein soll."

Borussia Dortmund hat noch keine Stellungnahme zu den Vorkommnissen abgegeben, hat lediglich das Testspiel-Video von seiner Seite genommen. Mit weiteren Konsequenzen muss das Duo Dickel/Owomoyela vermutlich auch nicht rechnen, wird sich allenfalls noch bei den Fans entschuldigen. Und dann wird der BVB die Sache auf sich beruhen lassen oder intern klären.

Rassismus-Debatte beim BVB-Rivalen entbrannt

Anders beim königsblauen Erzfeind des Vizemeisters. Beim Revierrivalen FC Schalke 04 ist nämlich fast zeitgleich eine ähnliche Diskussion entbrannt mit weitreichenderen Auswirkungen. S04-Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies sorgte mit einer rassistischen Aussage für Empörung.

Für Empörung sportlicher Natur sorgte wiederum im BVB-Lager etwas gänzlich anderes – nämlich der Tritt von Joshua Kimmich gegen Jadon Sancho im Rahmen des Supercups. Erst bestand die Sorge, das das BVB-Juwel deswegen sogar die erste Runde es DFB-Pokals am Freitag gegen den KFC Uerdingen mit Kevin Großkreutz verpassen könnte. Mittlerweile gab Sancho aber Entwarnung.

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maho

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