5. Spieltag in der Königsklasse / Scout Sven Mislintat zu Arsenal

BVB-Trainer Peter Bosz muss an seinem Geburtstag liefern

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Steht im Spiel gegen Tottenham an seinem Geburtstag unter Druck: BVB-Trainer Peter Bosz.

Alles beim Alten - diesen Eindruck macht der angezählte BVB-Trainer Peter Bosz. Dennoch: Sollte er am Dienstag gegen Tottenham die nächste Niederlage einfahren, dürfte es eng werden.

Dortmund - Normalerweise ist ein Geburtstag ein Tag zum Feiern. Das jedoch könnte im Fall des 54. Wiegenfestes von BVB-Trainer Peter Bosz ganz anders sein. Sollten die Borussen am Ehrentag des Niederländers am Dienstag (ab 20.45 Uhr/bei uns im Live-Ticker) in der Partie gegen Tottenham Hotspur die dritte Niederlage im fünften Champions-League-Spiel kassieren, wird sich die Partylust wohl in argen Grenzen halten. 

Denn sein Trainerstuhl wackelt immer mehr, die Ziele sind in Gefahr. In der Königsklasse sollte das Achtelfinale erreicht werden. Angesichts von fünf Punkten Rückstand auf Platz zwei muss der Anspruch zurückgeschraubt werden. Jetzt soll es immerhin zu Rang drei im Fernduell mit den zypriotischen Meister Apoel Nikosia reichen. Das wäre gleichbedeutend mit dem Einzug in die Europa League.

Zorc: "Keine Trainerdiskussion"

Noch aber stärkt Sportdirektor Michael Zorc dem Niederländer öffentlich den Rücken: „Peter Bosz arbeitet jeden Tag mit seiner ganzen Kraft daran, dass wir wieder in die Spur kommen. Es gibt keine Trainerdiskussionen“, so der 55-Jährige in der „Bild am Sonntag“. 

Deutlicher wurde da schon Hans-Joachim Watzke. Der BVB-Boss forderte unmissverständlich: „Wir müssen den Bock umstoßen.“ Eine klare Ansage, die den Druck auf den Coach erhöht. 

Zu spüren war bei Bosz von einer Krise oder vom Bangen um seinen Arbeitsplatz bei der Pressekonferenz am Dienstag freilich nichts. In gewohnt unbeeindruckter Manier trug er seine Phrasen vor. Der englische Vizemeister sei „ein guter Gegner“. Der BVB aber habe „die Chance, mit einer guten Partie den Negativlauf zu beenden.“ 

Wie üblich sparte er sich tiefere Einblicke in seine taktischen Überlegungen, gab aber eine gewisse Unruhe im Verein zu. „Das überrascht mich nicht, dass muss bei einem großen Verein wie Dortmund auch so sein.“ 

Bosz bewahrt sich ruhige Art

Auch von Mittelfeldspieler Julian Weigl gab es keine überraschenden Einblicke in das Innenleben der Mannschaft. „Wir wollen zusammen stehen und zusammen die schwere Phase überwinden“, so Weigl, der dann aber doch zugab, dass „das Selbstbewusstsein in dieser schwierigen Phase nicht gerade riesig“ sei. 

Immerhin: Die unaufgeregte Art zeichnete den Trainer auch zu Saisonbeginn aus, als seine Mannschaft von Sieg zu Sieg eilte. Es handelt sich somit nicht um Schauspielerei, sondern ganz offensichtlich um das Gemüt des Niederländers. 

Ein Geschenk in Form eines Tores wird Christian Pulisic seinem Trainer wohl nicht übergeben können, denn ein Einsatz des US-Boys ist wegen muskulärer Beschwerden unwahrscheinlich. Definitiv ausfallen wird Abwehrchef Sokratis (Rippenknorpelbruch).

Pierre-Emerick Aubameyang kehrt nach seiner aus disziplinarischen Gründen verhängten Suspendierung im vergangenen Spiel beim VfB Stuttgart (1:2) in die Startelf von Borussia Dortmund zurück. "Ja, er wird spielen", sagte Trainer Peter Bosz nach dem Abschlusstraining für die Partie gegen Tottenham.

Wechsel von Chefscout Mislintat perfekt

Am Montag bestätigte der BVB, dass Spielerscout Sven Mislintat (45) für etwa zwei Millionen Euro zum englischen Erstligisten FC Arsenal wechselt. Er wurde freigestellt. "Sven Mislintat hat beim BVB hervorragende Arbeit geleistet", sagte Sportdirektor Michael Zorc. Dies habe man berücksichtigt, "als Sven mich vor einigen Wochen darum bat, das außergewöhnliche Angebot des FC Arsenal annehmen zu dürfen. Wir wollten ihm diese Chance nicht verwehren", sagte Zorc. 

Die Identifizierung und Entwicklung von Talenten sei ein Kernbestandteil der Philosophie des FC Arsenal, und Mislintat verfüge über eine herausragende Erfolgsbilanz, sagte Arsenal-Trainer Arsene Wenger: "Wir freuen uns darauf, wenn er uns weiter nach vorne bringt." Mislintat ist in der Branche wegen seines Auges für Talente bekannt. So war er maßgeblich an den Verpflichtungen von Robert Lewandowski, Pierre-Emerick Aubameyang, Ousmane Dembele oder Christian Pulisic beteiligt. 

Auch Rekordmeister Bayern München soll Interesse an ihm gehabt haben. Bereits vor mehreren Wochen hatte Borussia Dortmund seinem Scouting-Team eine neue Struktur mit Markus Pilawa an der Spitze gegeben. - mit sid-Material

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