Bei seinem Startelfcomeback

Bosz und die "Mitschuld" an Weigls erstem Liga-Treffer

+
Großer Jubel bei Julian Weigl.

Was für ein Abend für Julian Weigl: Sein Startelfdebüt nach monatelanger Verletzungspause krönte er mit einem Traumtor. Mitverantwortlich dafür ist Dortmunds Trainer Peter Bosz.

Dortmund – Es hätte nicht viel besser laufen können. Nach den 24 Minuten zuletzt im Duell mit dem 1. FC Köln stand Julian Weigl gegen Borussia Mönchengladbach in der Startelf. „Letzte Woche war ich froh, das erste Mal auf dem Platz zu stehen. Jetzt habe ich darauf gebrannt, von Beginn an ran zu dürfen“, berichtete Weigl im Anschluss an das Schützenfest gegen die „Elf vom Niederrhein“

Der 22-Jährige fühlt sich nach seinem Verrenkungsbruch im Sprunggelenk „sehr gut“. Kein Wunder, denn nach einer etwas holprigen Anfangsphase mit ungewohnten Fehlpässen kam Weigl immer besser zurecht und zeigte ungewohnte Qualitäten: Pässe in die Gefahrenzone des Gegners. 

Bosz treibt Weigl nach vorne

Für den Bayer eine Folge des neuen Spielsystems von BVB-Trainer Peter Bosz: „Ich bin weiter vorne. Es ist dann auch ein Umdenken im Kopf, dass man daran denkt, rauszuschieben. Es waren zwei bis drei Pässe dabei, die sehr gefährlich waren“, sagte Weigl. Der Sechser hatte mit einem Steilpass durch die Gladbacher Defensive auf Pierre-Emerick Aubameyang den Führungstreffer durch Maximilian Philipp eingeleitet. 

BVB siegt gegen Borussia Mönchengladbach 6:1

Ein neues Gefühl für Weigl, der aber noch auf seine erste direkte Torvorlage wartet. „Es ist für mich schön, an Toren beteiligt zu sein und den entscheidenden Pass zu spielen“, meinte Weigl.

Dafür, dass er nicht in seine alte defensivere Rolle zurückfällt, sorgt Bosz, so der fünfmalige Nationalspieler: „Er weiß, wie mein Spielertyp ist, dass ich gerne mal dazu neige, mir den Ball tief zu holen, um Ballkontakte zu haben. Er hat mir dann nochmal gesagt: ‚Bleib hoch, du wirst auch da deine Bälle bekommen‘. So war es dann auch."

"Kann scheinbar nur schöne Tore schießen"

Auch wenn die erste Vorlage noch auf sich warten lässt, hat der Dortmunder Mittelfeld-Motor einen anderen „Schandfleck“ ausgemerzt. Sein Traumtor zum 6:1 war sein erstes in der Bundesliga in seinem 62. Einsatz. Zuvor hatte er lediglich einmal in der Champions League getroffen. „Mein Treffer war es für mich persönlich eine absolute Krönung. Das war ein schönes Tor. Scheinbar kann ich nur schöne Tore schießen, nicht viele“, sprudelte es aus dem lachenden Weigl heraus. 

Dabei ging dem Premierentor ein seltener technischer Fehler voraus: „Der Ball kam zu mir, ich habe ihn ein bisschen schlecht angenommen, um einen Pass zu spielen. Dann habe ich gar nicht mehr viel nachgedacht und einfach den Ball reingehoben“, sagte Weigl und beschrieb die anschließenden Augenblicke: „Ich habe mir immer gewünscht, in unserem Stadion zu treffen, dann bricht alles aus der heraus, pure Emotionen, ein traumhaftes Gefühl.“

Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare