Klopp: HSV nach Trainerentlassung schwer berechenbar

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DORTMUND - Die Trainerentlassung von Bert van Marwijk passt Jürgen Klopp vor dem Gastspiel des BV Borussia Dortmund am Samstag beim Hamburger SV (15.30 Uhr) nicht so richtig ins Konzept: „Wir können unsere Beobachtungen, was die Spiele angeht, abhaken“.

Von Peter Schwennecker

Schließlich hat van Marwijks Nachfolger Mirko Slomka unter der Woche beim Bundesliga-Dino einiges bewegt. „In Hamburg ist derzeit sehr viel los“, schmunzelt Klopp. „Mirko hat mehrmals doppelt trainiert, unterschiedliche Varianten probiert. Ich bin selbst mal gespannt darauf, wie sich das auswirkt auf die Truppe“, erklärt der 47-Jährige. „Doch was wir vorhaben“, betont Klopp, „daran hat sich nichts geändert.“ Die Dortmunder wollen in Hamburg den Aufwärtstrend fortsetzen, weiter Kurs auf Platz zwei steuern und sich zudem eine breite Brust für den ersten Champions-League-Auftritt am kommenden Dienstag bei Zenit St. Petersburg holen.

Allerdings glaubt Klopp nicht daran, dass die Schwarz-Gelben beim Tabellen vorletzten das „Preisschießen“ mit neun Treffern aus den beiden vergangenen Spielen in Bremen und gegen Frankfurt fortsetzen können. Dafür habe der HSV eine zu große Qualität. Zudem erwarte er ein Kampfspiel. „B-Noten werden in dieser Partie nicht vergeben“, meint Klopp. „Die HSV-Fans werden ihre Mannschaft wohl für jeden gewonnenen Zweikampf feiern, für eine außergewöhnliche Atmosphäre sorgen.“ Als Grund für den Aufschwung in Dortmund sieht Klopp die zuletzt verbesserte Abwehrarbeit an. „Das Defensivverhalten ist der Schlüssel zur wiedergewonnenen Stärke“, sagt der Trainer.

Inzwischen ist auch Manuel Friedrich als Innenverteidiger neben Sokratis dank besserer Physis zu einem Stabilitätsfaktor geworden. Deshalb überlegt Klopp auch, Mats Hummels eine längere Spielpause zu gönnen, selbst wenn dieser sich für Hamburg zurückmelden sollte. „Ob es eine optimale Lösung wäre, ihn am Samstag zu bringen, sei dahin gestellt“, erklärt Klopp. „Wenn er so weit ist, wäre es eher cool, wenn er erst mal wieder in Ruhe trainieren könnte. Die paar Tage würde ich ihm sehr gerne gönnen.“ Anders sieht es dagegen bei Marco Reus aus, der zuletzt wegen muskulärer Probleme pausieren musste. „Marco hat einen 100-Prozent-Test gemacht. Das sah gut aus. Eigentlich ist er wieder fit“, sagt Klopp. Allerdings überzeugte zuletzt auch Kevin Großkreutz auf der linken Offensivseite.

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