Reus-Bekenntnis steigert Stimmung beim BVB

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Marco Reus

DORTMUND - Bei Borussia Dortmund steigt die Stimmung. Nach der Vertragsverlängerung von Reus und dem Sieg in Freiburg wähnt sich der Bundesliga-Drittletzte auf gutem Weg aus der Krise. Das soll am Freitag der FSV Mainz zu spüren bekommen.

Von Peter Schwennecker

Ganz salopp im Polo-Shirt bestreitet Jürgen Klopp die Pressekonferenz vor dem so wichtigen Dortmunder Bundesliga-Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr) gegen den FSV Mainz 05. „Ein Kollege hat mir gesagt, dass es, wenn ich hier mit einer Jacke sitze, so aussieht, als möchte ich sofort wieder abgeholt werden“, flachst der Dortmunder Trainer und versichert: „Ich glaube an die Symbolkraft von verschiedenen Dingen.“

Eine ganz entscheidende Rolle könnte in dieser Hinsicht die vorzeitige Vertragsverlängerung von Leistungsträger Marco Reus spielen, der sich, so Klopp „mit Haut und Haaren“ bis 2019 auf den BVB eingelassen hat. Was auch die Stimmung innerhalb der weiter abstiegsgefährdeten Mannschaft deutlich steigert. Klopp berichtet, dass es nach der Unterschrift vor dem Training in der Kabine sogar Applaus von den Kollegen gegeben habe. Und besonders erfreut wäre er darüber, wenn das am Freitag während und nach der Partie gegen Mainz auch der Fall sein würde.

Das klare Reus-Bekenntnis zum BVB könnte der gesamten schwarz-gelben Familie einen zusätzlichen Schub geben. Das weiß auch der Fußball-Lehrer: „Es ist gut für alle Beteiligten, dass er das so früh gemacht hat“, betont Klopp. „Gerade in dieser Situation ist das ein wichtiges Zeichen für uns alle. Es ist nicht selbstverständlich, es zeigt aber auch, dass Marco wie ich davon überzeugt ist, dass wir die Sache regeln werden. Es war eine Entscheidung für eine gemeinsame Zukunft.“ Danach wirkte Reus laut Klopp gelöst und frei. An der Mannschaft liegt es nun, die gute Stimmung auch in Leistung umzumünzen.

Wobei vermutlich nicht alle helfen können. Die Rekonvaleszenten Sven Bender und Sebastian Kehl trainieren zwar schon große Umfänge, werden aber frühesten nach dem Mainz-Spiel ins Mannschaftstraining einsteigen. Zudem sind die Einsätze von Jakub Blaszczykowski und Erik Durm mehr als fraglich. Durm liegt derzeit mit hohem Fieber im Bett. „Der ist richtig krank“, bestätigt Klopp. Und „Kuba“ leidet an einer Entzündung der Nasennebenhöhlen, muss ebenfalls mit dem Training aussetzen. Nur wenn er heute die Abschlusseinheit bestreiten kann, könnte er noch in den Kader für die Partie gegen Mainz rutschen.

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