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Weiter Wirbel um Torjäger Aubameyang - Anfrage von Arsenal liegt vor

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Von: Martin Bytomski

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BVB-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang sorgt für Unruhe.
BVB-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang sorgt für Unruhe. © picture alliance / Bernd Thissen

[Update] Alles "Auba" oder was!? Sportlich tritt der Angreifer beim BVB nicht in Erscheinung, doch abseits des Platzes sorgt er weiter für Schlagzeilen. Der Borussia liegt mittlerweile eine Anfrage des FC Arsenal vor, wie BVB-Chef Watzke bestätigte.

Berlin – Es gab sie. Die anderen Themen bei Borussia Dortmund. Die sich um das eigentliche Thema drehten. Die 90 Minuten auf dem Platz, wo die Borussia am Freitag-Abend im Gastspiel bei Hertha BSC (1:1) über weite Strecken ideenlos und pomadig agierte. 

Der Grund, dass die sportliche Bewertung im Augenblick zur Randnotiz verkommt, hat einen Namen: Pierre-Emerick Aubameyang. Mit seinen Aktionen sorgt der Gabuner immer wieder für Gesprächsstoff. Erst die schlechte Trainingsleistung die damit einhergehende Nichtnominierung für die Reise nach Berlin, dann ein privater Kick mit der Familie in einer Dortmunder Soccerhalle. Das Ganze im Trikot des Ex-Borussen Ousmane Dembélé, der im Sommer seinen Abgang mit einem Trainingsstreit forciert hatte. 

Twitter-Scharmützel

Anschließend lieferte er sich mit dem NRW-Sport-Chef der Bild, Michael Makus, via des sozialen Netzwerkes Twitter ein verbales Scharmützel. Auf Makus‘ Eintrag „Bis 2021 auf die Tribüne und Trainingsgruppe zwei, das wäre die richtige Antwort auf das charakterlose Aubameyang-Verhalten! Leider wirtschaftliches Harakiri“, antwortete Aubameyang schnippisch: „Bla bla bla. Als nächstes muss ich ins Gefängnis. Du weißt nichts. Also, pass auf dich auf. Nicht auf mich.“

Aktuell lässt der 28-Jährige nichts aus, um zum Thema zu werden. Bislang war aus der Mannschaft stets gebetsmühlenartig zu hören, dass der Wirbel um den Torjäger kein großes Thema sein. Doch nach dem zähen Remis in der Hauptstadt sprach Dortmunds Angreifer André Schürrle Klartext. „Es ist unmöglich, die Unruhe auszublenden. Es ist ein großes Thema, das ist klar“, berichtet der Angreifer. 

(Galgen-)Humor von Schürrle

Und wie der Weltmeister ausführt, ist er nicht der Einzige, der sich über das Verhalten von Aubameyang aufregt: „Das schafft Unruhe, das schafft Kopfschütteln in der ganzen Mannschaft. Es ist nicht einfach, das alles auszublenden, denn abseits des Platzes geht es nur um ein Thema. Deshalb ist es keine einfache Situation.“ 

Die private Trainingseinlage nahm Schürrle jedoch mit Humor: „Vielleicht hat er gedacht, er muss etwas mehr machen, weil er nicht dabei ist.“ Dass spätestens mit dem Ende der Transferfrist am 31. Januar das Wechseltheater beendet ist, löst beim 27-Jährige Erleichterung aus: „Dann werden wir mehr Ruhe haben.“ Ob Aubameyang dann noch in Schwarz-Gelb seinem Beruf nachgeht, ist unklar.

Arsenal legt Angebot vor

Der FC Arsenal buhlt um seine Dienste, doch im Augenblick wird um die richtige Ablösesumme gefeilscht. Einen Tag nach der Partie bei der Hertha legten die Londoner laut Information des Fachmagazins kicker ein erstes Angebot über 50 Millionen Euro vor. Das bestätigte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Die Summe wollte er nicht kommentieren.

Ebenfalls am Samstag begrüßte Dortmund-Trainer Peter Stöger seinen Stürmer bei der Trainingseinheit. 

Der Österreicher wird nicht müde zu betonen, dass die Tür für seinen Torgaranten nicht verschlossen bleiben muss. „Wenn er in der nächsten Woche wieder die ganze Zeit kickt und das gut macht, dann wird er im Kader sein“, so Stöger. 

Schwache Alternativen

Den Glauben daran, dass sich das Verhältnis wieder einrenkt, hat Schürrle verloren. Zwar beteuert er , dass sein Teamkollege ein „guter Junge“ sein, aber „was in seinem Kopf vorgeht, das weiß keiner so genau.“ Der Ex-Wolfsburger weiter: „Wir haben oft mit ihm gesprochen. Es scheint dann alles in Ordnung zu sein. Es ist schwierig, als Mannschaft da entgegenzuwirken. Wichtig ist, dass jetzt schnell Ruhe einkehrt.“ 

Fest steht, dass es ohne Aubameyang nicht läuft. Gegen Wolfsburg (0:0) vertrat ihn Alexander Isak glücklos, in Berlin rieb sich Schürrle ohne Erfolg im Angriffszentrum auf. Es wäre also auch aus sportlicher Sicht höchste Zeit, dass sich die Wogen glätten und der Sport wieder in den Fokus rückt.

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