Saß gegen Bremen im Innenraum 

Nach Sperre für Rotsünder Reus - DFB ermittelt gegen Nationalspieler, weil er in Bremen dabei war

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Marco Reus saß gegen Bremen neben der Auswechselbank.

Marco Reus sah gegen Schalke die Rote Karte und wurde für zwei Spiele gesperrt. Gegen Bremen hielt er sich trotzdem an der Seitenlinie auf. Jetzt ermittelt der DFB gegen den Nationalspieler.

Update vom 6. Mai 2019: Eigentlich ist Marco Reus nach seiner Roten Karte im Derby gegen Schalke noch bis zum 33. Spieltag gesperrt. Erst am letzten Spieltag darf er wieder eingreifen. Vergangenes Wochenende beim Spiel gegen Bremen hielt sich der Nationalspieler trotzdem im Innenraum der Arena auf. Während des Spiels saß er neben der Ersatzbank bei Physiotherapeut Thomas Zetzmann. Das zieht jetzt Konsequenzen nach sich, darüber berichtet die Bild.

Das Problem: Gesperrten Spielern ist es nicht gestattet sich im Innenraum aufzuhalten. In den Richtlinien zur Spielordnung des DFB heißt es unter dem Punkt „Organisation der Veranstaltung“ zum Thema Mannschaftsbetreuer im Innenraum (Paragraf 3): „Auf der Ersatzspielerbank an der Seitenlinie dürfen nur das technische und medizinische Personal sowie alle Auswechselspieler Platz nehmen (insgesamt höchstens 15 Personen). Die Namen und Funktionen aller Personen, die auf der Ersatzspielerbank sitzen, müssen auf dem Spielberichtsformular aufgeführt sein. Nicht auf der Ersatzspielerbank Platz nehmen dürfen Personen, denen durch Entscheidung der Rechtsorgane des DFB (…) als Spieler eine Sperre auferlegt worden ist.“

Nach Informationen der Bild bittet der Kontrollausschuss des DFB Reus zu einer Stellungnahme. Denn Zuwiderhandlungen gegen Paragraf 3 sind vom Schiedsrichter zu unterbinden und können von den Rechtsinstanzen geahndet werden: „Die am Spiel beteiligten Vereine haften neben den Mannschaftsbetreuern für deren Fehlverhalten sportstrafrechtlich.“ Nach der Stellungnahme entscheidet sich, ob das DFB-Sportgericht tätig wird. Auf den Dortmunder könnte eine Geldstrafe zukommen. 

Erstmeldung: Sperren für Rotsünder Reus und Wolf festgelegt - Einer fehlt bis Saisonende

Dortmund - Zwei Spiele Sperre für Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus, drei für seinen Teamkollegen Marius Wolf: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat am Montag die beiden Profis des Bundesliga-Zweiten für ihre Roten Karten beim 2:4 im Derby gegen Schalke 04 bestraft. Damit fehlt Nationalspieler Reus dem Bayern-Verfolger nicht nur am Samstag in der Partie in Bremen, sondern auch noch am 11. Mai gegen Fortuna Düsseldorf. Für Angreifer Wolf ist die Saison beendet. Der BVB bestreitet sein letztes Spiel am 18. Mai in Mönchengladbach.

Video: DFB ermittelt gegen Reus

Das ist der Unterschied zwischen der Reus-Grätsche und dem Wolf-Foul

Reus war am Samstag in der 60., Wolf in der 65. Minute des Revierderbys von Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) wegen Foulspiels des Feldes verwiesen worden. Die Profis beziehungsweise der Verein haben den Urteilen zugestimmt, sie sind damit rechtskräftig.

„Die vom äußeren Geschehensablauf ähnlichen Fälle unterscheiden sich darin, dass der Spieler Marco Reus den Ball spielen wollte. Der Einsatz des Spielers Marius Wolf hingegen erfolgte nicht ballorientiert. Er hatte keine Chance, mit seinem Tackling den Ball zu erreichen“, erklärte Hans E. Lorenz, der als Vorsitzender des DFB-Sportgerichts die Einzelrichterurteile fällte, in einer DFB-Mitteilung.

dpa/md

Ex-Schalker Leon Goretzka spielte mit dem FC Bayern München gegen 1. FC Nürnberg 1:1. Einer Zeitschrift erzählte er von seiner Jugendzeit und lieferte eine amüsante Anekdote über seinen Mathelehrer ab. 

Für ein Skandal-Foto sorgte derweil Mauro Icardi von Inter Milan. Gänzlich freizügig räkelte er sich mit seiner Ehefrau auf einem Tisch

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