1. wa.de
  2. Sport
  3. BVB 09

Reus und das glückliche Tor gegen den Ex-Verein

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Martin Bytomski

Kommentare

Geplant war es anders: BVB-Star Marco Reus und das Siegtor in Mönchengladbach.
Geplant war es anders: BVB-Star Marco Reus und das Siegtor in Mönchengladbach. © picture alliance / Bernd Thissen

Geplant war es anders: Das verriet Dortmunds Marco Reus nach seinem fulminanten Sonntagsschuss, der dem BVB drei Punkte in Mönchengladbach brachte.

Mönchengladbach - Der Song „Maria“ von Scooter ist dem geneigten Musikkenner zumeist als „Döp-Döp“ bekannt. Beim Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach ist der basslastige Gassenhauer als Torhymne immer mit einem Erfolgserlebnis verbunden.

Dass der Techno-Hit trotz der 0:1 (0:1)-Heimniederlage in der Partie des 23. Spieltags durch das Stadion schallte, lag an den Fans von Borussia Dortmund, die nach dem Treffer ihres Teams feixend die Scooter-Hymne intonierten. Für die Westfalen, bei denen Marco Reus den Treffer erzielte, war es bereits der vierte Pflichtspielsieg am Stück, außerdem kletterten sie - zumindest vorübergehend - auf Rang zwei. 

Torschütze Reus meinte nach der Partie: "In der ersten Halbzeit haben wir phasenweise gut kombiniert, in der zweiten Hälfte war es aber zu wenig Entlastung von uns.“ Kurios: Der Schuss des Blondschopfs war so nicht geplant, wie er nach Abpfiff zugab: "Ich wollte den Ball eigentlich woanders hinschießen. Aber ich freue mich, dass er rein gegangen ist."

Zwei Änderungen in der Startelf

Nach der intensiven Europa-League-Begegnung am Donnerstag gegen Atalanta Bergamo (3:2) veränderte Dortmunds Trainer Peter Stöger die Mannschaft auf zwei Positionen. Für Ömer Toprak und Christian Pulisic rückten Manuel Akanji und Mario Götze in das Aufgebot. Somit stand Reus auch im dritten Spiel seit seiner Rückkehr von Beginn an in der Startelf.

In der Anfangsphase bot sich den 54018 Zuschauern im ausverkaufen Borussia-Park ein ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften versuchten trotz des desaströsen Rasens mit spielerischen Mitteln vor des Gegners Tor zu kommen. Damit hatten die Hausherren zuerst Erfolg. Nach einem schnellen Gegenstoß war Gladbachs Lars Stindl nach einer knappen Viertelstunde frei vor Dortmunds Torhüter Roman Bürki, doch mit einer Sprungeinlage verhinderte der Schweizer den frühen Rückstand für die Gäste. 

Traumtor von Reus

Dass der BVB in der ersten halben Stunde zu keiner einzigen Chance kam, lag an der mangelnden Präzision im letzten Drittel. Doch dann kam Reus (32.). Gegen seinen Ex-Klub nahm sich der Angreifer von der halbrechten Seite ein Herz und hämmerte den Ball unter die Latte.

Weil der Treffer von Gladbachs Jannik Vestergaard vom Video-Referee Wolfgang Stark wegen einer Abseitsposition zurecht aberkannt und Thorgan Harzard in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts nach einem Alleingang eine Großchance ausließ, ging es für die schwarz-gelbe Borussia mit der knappen Führung in die Halbzeit.

Glück in der zweiten Halbzeit

Im zweiten Abschnitt dauerte es zehn Minuten, bis die Partie an Fahrt aufnahm. Doch dann brannte es lichterloh im Dortmunder Strafraum. Allein „Fohlen“-Angreifer Lars Stindl vergab mehrfach aus aussichtsreicher Position. Die erste Möglichkeit für die Schwarz-Gelben ließ Reus nach einer guten Stunde liegen.

Insgesamt zeigte die Stöger-Elf eine schwache Leistung und fährt vor allem Dank der Gladbacher Abschlussschwäche mit drei Zählern im Gepäck zurück ins Ruhrgebiet. „Wir hätten uns in der zweiten Halbzeit schon etwas mehr Gegenwehr von uns gewünscht. Es fehlten uns die richtigen Mittel, uns fußballerisch zu lösen“, meinte Stöger.

Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Auch interessant

Kommentare