Borussia Dortmund

BVB im Bürki-Dilemma: Ist der Torhüter schlichtweg zu teuer?

Der Verbleib von Roman Bürki könnte zum großen Problem bei Borussia Dortmund werden. Interessenten waren zuletzt kurzfristig abgesprungen. Woran liegt das?

Hamm - Die Rollen sind klar verteilt bei Borussia Dortmund. Gregor Kobel wurde für 15 Millionen Euro als neue Nummer eins verpflichtet. Marwin Hitz hatte als potenzieller Vertreter kürzlich seinen Vertrag in Dortmund verlängert. Doch auch der degradierte Roman Bürki ist noch immer Teil des BVB-Kaders. Nach zahlreichen Schlagzeilen ist es ruhig geworden. Bleibt Roman Bürki bei Schwarz-Gelb? Oder kommt doch noch ein Transfer des Torwarts zustande?

Geht es nach BVB-Cheftrainer Marco Rose, ist noch nicht alles in Stein gemeißelt, was aktuell doch so in Stein gemeißelt scheint. Auch im DFB-Pokal gegen Wehen Wiesbaden wird sich wohl Gregor Kobel beweisen dürfen. Vertretern Hitz und Bürki bleibt somit nur die Zuschauerrolle. „Er muss zeigen, dass das Trikot nicht zu schwer ist. Die anderen Jungs machen von hinten Druck“, sagte Marco Rose über Gregor Kobel, der den Konkurrenzkampf offenbar am Leben erhalten will.

BVB: Das große Bürki-Dilemma - Torwart-Rollen klar verteilt in Dortmund

Doch klar ist: Überzeugt Neuzugang Gregor Kobel zwischen den Pfosten, gehen Marwin Hitz und Roman Bürki leer aus. Maximal ein Startplatz in der Champions League wäre noch zu vergeben. Doch auch hier ist nicht klar, ob Marco Rose überhaupt gewillt sein wird, die Rotationsmaschine anzuwerfen.

„Bislang bin ich sehr damit einverstanden, mit welcher Bereitschaft die Jungs trainieren. Sie machen es mir und Matze (Torwarttrainer Matthias Kleinsteiber, Anm. d. Red.) trotz der für sie speziellen Situation leicht“, sagte Marco Rose lobend. Das kommt Gregor Kobel nicht ungelegen. Der Schweizer will langfristig auf das Niveau von Welttorhüter Manuel Neuer kommen. Konkurrenzkampf ist dabei mehr Antrieb als Hemmer.

BVB: Roman Bürki zu teuer für andere Klubs? Auch Dortmund muss tief in die Tasche greifen

„Konkurrenz macht jeden besser, holt noch einmal etwas aus einem heraus“, sagte Gregor Kobel in einem vereinsinternen Interview des BVB. Der 23-Jährige will in Dortmund den nächsten Schritt machen. Und Roman Bürki? Dessen Zukunft ist weiterhin ungewiss. Ein Transfer zu einem anderen Verein kam bislang trotz zahlreicher Interessenten nicht zustande. Die Zeichen stehen weiterhin auf Abschied in diesem Sommer.

Wie die spanische As nun berichtet, denkt Atletico Madrid über einen Transfer von Roman Bürki nach. Erst 2020 hatte der Schweizer seinen Vertrag in Dortmund verlängert. Das mögliche Problem dabei: Beim BVB verdient Bürki jährlich rund sechs Millionen Euro und damit eine Summe, die wohl kaum ein Verein bereit sein wird, zu bezahlen. Der BVB hingegen würde ganz schön viel Geld ausgeben für die Nummer drei.

Rubriklistenbild: © David Inderlied/dpa

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