Nächste Runde des Streits

Zwischen BVB und PSG fliegen die Fetzen: Jetzt kontert Dortmunds Sportdirektor Zorc

Zwischen dem BVB und Paris Saint-Germain geht ein Streit in die nächste Runde. Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc widerspricht Leonardo von PSG vehement.

  • Der Streit zwischen Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain geht in die nächste Runde.
  • BVB-Sportdirektor Michael Zorc kontert die Aussagen von Leonardo von PSG.
  • Auslöser des Ganzen waren Aussagen von Thomas Meunier, der von Paris nach Dortmund wechselte.

Hamm - Jahrelang flogen die Giftpfeile zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern munter hin und her. Seit einiger Zeit herrscht in dieser Hinsicht jedoch einigermaßen Ruhe, die Verantwortlichen aus Dortmund und München respektieren sich. Dafür geht ein anderer Streit mit Beteiligung des BVB in die nächste Runde - und zwar der mit Paris Saint-Germain.

Den Vorwurf von PSG-Sportdirektor Leonardo (50), dass deutsche Vereine, „vor allem Bayern München, RB Leipzig und Borussia Dortmund“, immer mehr an jungen Spielern aus Frankreich baggern und eine Gefahr für die Jugendakademie in Frankreich seien, wies Michael Zorc (57), der Sportchef des BVB, vehement zurück.

BVB-Sportdirektor Zorc kontert Leonardo (PSG): „Es ist genau andersrum“

„Normalerweise kommentiere ich es nicht, wenn sich andere Klubs in der Öffentlichkeit äußern“, sagte Zorc der Bild: „Da wir in diesem Fall aber direkt erwähnt werden, muss ich schon feststellen, dass Leonardo da offensichtlich einem Irrtum unterliegt. In der Regel ist es nämlich genau andersrum, als er es darstellt.“ Klartext aus Dortmund.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc schießt gegen Leonardo von PSG zurück.

Denn vielmehr, so Zorc, würde der BVB „von den Familien und Beratern aus Frankreich aktiv angesprochen, da sie bei uns oft eine bessere Durchlässigkeit und ein höheres Entwicklungspotenzial der Talente sehen“, sagte Borussia Dortmunds Sportdirektor.

Leonardo hatte zuvor in der französischen Tageszeitung Le Parisien gesagt: „Sie rufen Eltern, Freunde, Familienangehörige oder den Spieler selbst an. Mit 15 oder 16 Jahren bekommen die jungen Talente schon den Kopf verdreht.“ Unerwähnt ließ er dabei, dass ausgerechnet PSG 2019 eine Fußball-Akademie in Düsseldorf eröffnet. Um deutsche Talente nach Frankreich zu holen, wohlgemerkt.

RB-Sportdirektor Krösche hält sich nach Angriff von Leonardo (PSG) zurück

Sportdirektor Markus Krösche (39) von RB Leipzig wollte Leonardos Aussagen dagegen nicht großartig kommentieren. „Frankreich ist amtierender Weltmeister und wie Deutschland eine Fußballnation. Daher wäre es fahrlässig, den Markt nicht im Blick zu haben“, sagte er der Bild.

Auslöser des Schlagabtauschs waren Aussagen in einem dpa-Interview von BVB-Neuzugang Thomas Meunier (28). Der belgische Rechtsverteidiger warf darin Leonardo vor, dass sich der Sportdirektor nicht um eine Einigung mit dem BVB bemüht habe. Zudem leide Paris unter „Realitätsverlust", so Meunier. Das hatte Leonardo scharf zurückgewiesen und vielmehr den BVB und die anderen Bundesligisten ins Visier genommen. (mg/dpa)

Rubriklistenbild: © picture alliance/Friso Gentsch/dpa

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