Aus dem Trainingslager in Marbella

BVB-Oldie Piszczek ist noch immer gierig

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Ist angriffslustig: Dortmunds Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek.

32 Jahre und voller Engagement: Lukas Piszczek ist nach seiner Knieverletzung wieder fit, greift im Trainingslager in Marbella voll an und hat noch einiges vor. Trainer Stöger vergleicht er mit Klopp.

Marbella – Lukasz Piszczek fällt bei Borussia Dortmund auf. Er ist auffällig ruhig und zurückhaltend. Verglichen mit dem bizarren Auftreten seines Mannschaftskollegen Pierre-Emerick Aubameyang wirkt der Pole bisweilen sogar deplatziert. Als wäre er nicht Teil des Teams. 

Dabei ist er nicht nur ein Teil, sondern sogar ein wichtiges Puzzlestück. Das belegt (nicht nur) ein Blick in die Statistik. Im vergangenen Jahr war der Pole mit 20 Spielen ohne Niederlage vor Jerome Boateng und Philipp Lahm (beide FC Bayern München/15 Partien) der am längsten ungeschlagene Profi in der Bundesliga. Als er sich im September eine Knieverletzung zuzog, ging es mit dem BVB bergab. 

"Punkteausbeute stimmt wieder"

Doch Piszczek ist viel zu bescheiden, um eine Parallele zwischen dem Absturz unter dem damaligen Trainer Peter Bosz und seinem verletzungsbedingten Fehlen zu ziehen. „Ich denke nicht, dass die Mannschaft von mir abhängig ist. Es waren viele Faktoren“, so Piszczek. 

Mittlerweile haben sich die Schwarz-Gelben wieder gefangen und unter dem neuen Trainer Peter Stöger zwei Siege in zwei Ligapartien eingefahren. „Dass die Punkteausbeute stimmt, ist unglaublich wichtig für uns. Denn das macht das Arbeiten in der Mannschaft und mit den Spielern einfacher“, berichtet der stets akkurat frisierte Defensivspieler. 

Jetzt ist die Offensive gefragt

Für den erfolgreichen Auftakt unter Stöger maßgeblich verantwortlich war für ihn die neue taktische Ausrichtung. „Man sieht, dass wir viel am defensiven Verhalten arbeiten und nicht mehr so hoch angreifen. Wir sichern unsere Hälfte sehr gut ab. Diese Basis ist wichtig. Jetzt müssen wir auch an der Offensive arbeiten“, meint er und zieht einen Vergleich zu einer Dortmunder Trainerlegende: „Es ist etwas wie unter Klopp. Defensiv gut stehen und dann ein schnelles Umschaltspiel nach vorne.“ 

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Am Ende der Saison ist der Einzug in die Königsklasse Pflicht, so der Nationalspieler: „Wir wollen den Champions-League-Platz sichern. Das ist auch von den Vereinsbossen so klar gesagt worden. Wir sind auch noch im Europapokal dabei und haben genug Qualität, weit zu kommen. Das muss auch der Anspruch von Borussia Dortmund sein.“ 

Piszczeks Pläne

Auch mit 32 Jahren ist Piszczek, der nach Roman Weidenfeller und Marcel Schmelzer der dienstälteste Dortmunder ist, weiter gierig. Aktuell läuft sein Vertrag noch bis zum Sommer 2019. Und dann? „Ich würde gerne verlängern. Das hängt aber auch von meiner Gesundheit ab. Ich weiß, dass ich ein sehr erfahrener Spieler bin“, meint Piszczek, der sich das Wort „alt“ gerade so verkniff. 

Dass der so introvertierte Rechtsverteidiger nach seinem Ende als Profi eine Trainerkarriere anstrebt, ist eher unwahrscheinlich. Aber ausschließen will er es nicht, wenngleich er einschränkt: „Das ist ein schwieriger Job. Als Spieler muss man schon viel machen, aber als Trainer muss man viel mehr im Blick haben, das ist nicht einfach. Ich kann es zwar nicht komplett ausschließen, wahrscheinlich ist es aber nicht.“

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