Trumpf heißt Heimstärke

BVB will mit Sieg gegen Turin Europa-Reise fortsetzen

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Am Dienstag lief das Abschlusstraining in Brackel. Die Dortmunder sind nun fit für das Spiel gegen Juventus Turin.  

DORTMUND - Mit starken Nerven, Mut und der Hoffnung auf die Rückkehr zu alter Offensiv-Power stellt sich Borussia Dortmund der „größten Herausforderung im Fußball“: Der Vizemeister will trotz der 1:2-Niederlage im Hinspiel bei Juventus Turin den vorerst letzten Aufenthalt in der Champions League verlängern und den dritten Einzug ins Viertelfinale in Folge schaffen.

Es sei die schwerstmögliche Aufgabe, „gegen eine italienische Mannschaft zu spielen, der ein Remis reicht“, meinte Klopp vor dem Achtelfinal-Rückspiel am heutigen Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) gegen den italienischen Rekordmeister: „Aber wir müssen ja nicht 9:0 gewinnen, sondern nur 1:0. Das ist möglich.“ Auch Oldie Sebastian Kehl trägt Zuversicht zur Schau. „Wir haben eine gute Ausgangsposition, das Auswärtstor könnte uns am Ende helfen. Wir werden ein gutes Spiel abliefern, da bin ich sicher“, sagte der 35-Jährige.

Klopp erachtet die Italiener für „nicht unschlagbar. Wenn wir herausragend spielen, wird es für Juve kein Spaß gegen uns. Ich liebe Fußball unter anderem wegen großer Momente. Morgen können wir wieder für einen sorgen.“ Allerdings benötigt der BVB einen Zu-Null-Sieg oder alternativ einen Erfolg mit mindestens zwei Treffern Differenz, um Kehls vorzeitiges Ende seiner internationalen Karriere in seiner letzten Profi-Saison zu verhindern. Dazu bedarf es jedoch wesentlich mehr als jenes uninspirierte Anrennen wie zuletzt beim 0:0 in der Bundesliga in Hamburg und gegen Köln, sondern der spielerischen Mittel, die Dortmunds geballte Offensiv-Qualität verspricht. Einzig die Defensive verriet Konstanz. Seit insgesamt 407 Minuten ist Dortmund in Pflichtspielen ohne Gegentor, das letzte erzielte Turins Alvaro Morata im Hinspiel.

Bilder vom Achtelfinal-Hinspiel

Mutiger BVB patzt defensiv - 1:2 bei Juve

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Ein weiteres von Juve könnte der Abschied aus der Königsklasse für zumindest eineinhalb Jahre bedeuten, denn in der Bundesliga trennen den BVB derzeit zwölf Punkte von Qualifikationsplatz vier und weiteren möglichen Millionen-Einnahmen. Die Westfalen setzen im Kampf um eine Uefa-Prämie von 3,9 Millionen Euro für den Sprung in die Runde der letzten Acht unter anderem auf ihr Publikum. „Wir wollen von Anfang an dafür Sorgen, dass die Fans aus dem Häuschen sind und ein Spiel mit viel Leidenschaft und Tempo aufziehen“, sagte Kapitän Mats Hummels.

Doch die Borussen sind gewarnt, denn schon im ersten Duell erhielten sie einen Vorgeschmack von der Defensiv- und Konterstärke der ausgebufften Juve-Profis. „Es ist nicht davon auszugehen, dass sie uns im Fünfmeterraum attackieren werden“, meinte Klopp, „im Umschaltspiel hat Juve jedoch eine mörderische Qualität. Aber wir konnten ihnen schon im Hinspiel wehtun und wollen es wieder versuchen.“ Verzichten muss der BVB auf Nuri Sahin (Adduktoren-Verletzung). Alternativ dürfte Sven Bender für das defensive Mittelfeld erste Wahl sein. - sid

Trumpf Heimstärke

Borussia Dortmund baut vor dem Achtelfinal-Rückspiel gegen Juventus Turin auf seine Heimstärke. Immerhin zehn der vergangenen 13 Champions-League-Spiele vor eigener Kulisse endeten mit einem Sieg. „Dieses Stadion ist außergewöhnlich, sicher mit das coolste an diesem Verein“, schwärmte Trainer Jürgen Klopp. „Eine besondere Veranstaltung braucht einen besonderen Ort, um wirklich besonders zu werden, und das ist unser Stadion ganz bestimmt. Hoffentlich auch am Mittwoch.“ Weniger ermutigend ist jedoch die Heimbilanz gegen Juventus Turin. Alle drei bisherigen Heimspiele gegen den italienischen Rekordmeister gingen verloren. - dpa

Die Tweets vor dem Spiel:

Ein Video der Pressekonferenz vom Dienstag

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