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BVB-Kapitän Marco Reus irritiert mit Wechselgerücht-Aussage

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Von: Marvin K. Hoffmann

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Marco Reus wird seine Karriere bei Borussia Dortmund beenden – das dachten die BVB-Fans bislang immer. Jetzt gibt es aber ein irres Wechselgerücht. Er äußert sich.

Dortmund – Borussia Dortmund und Marco Reus – das gehört zusammen wie Currywurst und Pommes-Mayo. Aber die neuesten Aussagen dürften BVB-Fans nicht so schmecken. Der Kapitän des Fußballklubs aus dem Ruhrgebiet vermied unlängst ein klares Bekenntnis. Zwar hatte er in den vergangenen Monaten immer wieder betont, dass er seine Karriere in Dortmund beenden möchte. Seine Antwort auf die Fragen nach einem möglichen Wechsel zu Ronaldo-Klub Al-Nassr irritierten aber.

BVB-Fans hoffen auf Vertragsverlängerung: Reus-Aussagen zum irren Wechselgerücht irritieren

Zurzeit bereitet sich Borussia Dortmund im Trainingslager im spanischen Marbella, wo unter anderem auch zwei Testspiele anstehen, auf die Wiederaufnahme des Bundesligaspielbetriebs am 22. Januar (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg vor. Für Marco Reus wäre es der Auftakt seiner letzten Rückrunde im Trikot des BVB – falls der 33-Jährige seinen 2023 auslaufenden Vertrag nicht noch einmal verlängert. Dabei scheint der verletzungsanfällige Spielmacher noch einiges vorzuhaben – obwohl er zuletzt wieder einige Monate ausgefallen war.

„Ich war leider zwei, drei Monate raus. Es war komplizierter und es hat länger gedauert. Es war keine einfache Zeit, weil es immer wieder Rückschläge gab“, sagte BVB-Kapitän Marco Reus im Rahmen einer Medienrunde in Marbella. Reus bekräftigte: „Ich will einfach auf dem Platz stehen.“ Auch noch über 2023 hinaus im Trikot von Borussia Dortmund?

Wechsel zu Ronaldo-Klub Al-Nassr? Marco Reus würde Karriere gerne bei Borussia Dortmund beenden

Klar ist: Kein anderer aktiver Spieler ist so verwurzelt mit dem BVB wie Marco Reus. Dass er den Verein verlässt, galt lange Zeit als ausgeschlossen. Der Rechtsfuß lebt in Dortmund, hat nicht nur einmal zu Protokoll gegeben, dass er sich in der NRW-Stadt und bei diesem Verein äußerst wohlfühle – und seine Karriere gerne im Trikot von Borussia Dortmund ausklingen lassen würde.

Nun brachte das englische Boulevard-Blatt „Daily Mail“ plötzlich einen Wechsel im Sommer zu Ronaldo-Klub Al-Nassr ins Spiel. Die Saudis seien angeblich scharf auf die Dienste von Marco Reus, der dort vermutlich einen ordentlichen Gehaltszuwachs (aktuell circa 12 Millionen Euro/Jahr beim BVB) verzeichnen könnte. Angesprochen auf dieses wilde Gerücht, dementierte es Reus nicht wirklich.

Schon vorher hatte Reus-Berater Dirk Hebel sich zu dem Al-Nassr-Gerücht geäußert. Gegenüber der „Sport Bild“ sagte er: „Es ist doch ganz normal, dass andere Vereine Interesse haben an einem Spieler wie Marco, dessen Vertrag in sechs Monaten ausläuft.“ Außerdem: „Marco hat immer betont, wie sehr der BVB ihm am Herzen liegt, aber auch, dass er weiter Fußball spielen will. Da ist es doch ganz normal, dass wir uns mit anderen Optionen beschäftigen müssen.“

BVB-Kapitän Marco Reus über das Al-Nassr-Wechselgerücht: „Dafür habe ich einen Berater“

Im Rahmen der Medienrunde sorge BVB-Kapitän Marco Reus, der in der laufenden Saison in zwölf Spielen immerhin drei Tore erzielte und vier weitere vorbereitet, nun: „Dafür habe ich einen Berater. Für mich ist es wichtig, gesund zu bleiben und das Trainingslager hier zu absolvieren. Den Rest wird man in Zukunft sehen. Natürlich schaust du voraus und ich habe nur noch ein halbes Jahr Vertrag. Da wäre es falsch, sich keine Gedanken zu machen. Aber der Fokus liegt aktuell komplett auf etwas anderem.“

Reus, der sich noch zweites Standbein mit dem Vitamin-Getränk „Repeat“ aufgebaut hat, macht sich also Gedanken um seine Zukunft. Dass er sie aber so offen lässt, verwundert. Gut möglich, dass die Wahl seiner Worte einen taktierenden Hintergrund hat und er sich eine bessere Ausgangslage für die Vertragsverhandlungen mit Borussia Dortmund schaffen will. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er noch ein weiteres Jahr im BVB-Trikot auflaufen wird. Medienberichten zufolge müsste er dann allerdings Abstriche beim Gehalt hinnehmen. Der Klub will dem Vernehmen nach in Zukunft auf leistungsorientierte Verträge setzen.

Marco Reus bietet sich dem BVB-Trainer an: „Ich fühle mich gut“

Die gute Nachricht für alle BVB-Fans, die auf einen Verbleib ihres Idols hoffen: Fit genug für eine weitere Saison in schwarzgelb scheint er zu sein.  „Ich stehe ganz normal auf dem Trainingsplatz und biete mich dem Trainer an. Ich fühle mich gut und wenn nichts dazwischenkommt, wird das auch so bleiben. Ich habe vor Weihnachten schon viel gemacht. Natürlich sind Einzel- und Mannschaftstraining verschiedene Dinge, aber die Einheiten laufen sehr gut“, sagt er.

Der Offensivspieler arbeitet offenbar genauso hart wie Stürmer Sébastin Haller an seinem Comeback, um schon bald wieder mit Borussia Dortmund auf Punktejagd zu gehen. „Einfach wieder die Intensität und die Gier auf Siege, auf Tore auf den Platz zu bringen, hinten keine zu bekommen. Wenn wir das geschafft haben, sah es gut aus. Aber wir müssen es kontinuierlich schaffen. Das ist ein Manko bei uns. Wir müssen wieder als Einheit auftreten. Es sind viele Spieler zurückgekommen, die uns Qualität und Breite zurückbringen. Wir müssen vom ersten Spiel an das Rennen von hinten aufholen“, nennt er seine Ziele für den Rest der Saison – und vielleicht auch darüber hinaus, sollte er seinen Vertrag beim BVB, der unlängst noch einen neuen Co-Trainer verpflichtet hat, doch noch verlängern.

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