Klare Worte des Dortmunder Urgesteins

Zorc tobt nach der peinlichen Pleite gegen Mainz: "Leistung zum Schämen"

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War nach der Pleite gegen Mainz sauer: BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Der BVB hat die vorzeitige Qualifikation für die Champions League verpasst. Nach der desolaten Leistung gegen Mainz platzte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc der Kragen.

Dortmund - Ein sichtlich angefressener Michael Zorc ließ sich beim Gang aus dem Kabinentrakt nur einen Satz entlocken. „Das war eine Leistung zum Schämen“, echauffierte sich der Dortmunder Sportdirektor nach der 1:2 (1:2)-Pleite im letzten Saison-Heimspiel gegen den FSV Mainz 05, der mit dem überraschenden Dreier vorzeitig den Klassenerhalt feierte. 

Der BVB vergab vor 81 360 Zuschauern nach dem 1:1 beim SV Werder in Bremen bereits den zweiten Matchball zur direkten Qualifikation für die Champions League. Die Mission von Peter Stöger, unter dessen Regie die Borussia in der Bundesliga erstmals vor eigenem Publikum verlor, ist weiter gefährdet. 

"Finale" in Sinsheim

Am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) kommt es in Sinsheim bei der TSG Hoffenheim zu einem Finale um die Königsklasse, in dem sich die Schwarz-Gelben sogar eine Niederlage mit nur einem Treffer Differenz erlauben könnten. Sollten die Kraichgauer deutlicher gewinnen, würden die Chancen von Bayer Leverkusen steigen, mit einem klaren Sieg über Hannover auch noch an den Dortmundern vorbei zu ziehen. 

Angesichts der Höhen und Tiefen, die der BVB-Trainer seit seinem Amtsantritt Mitte Dezember mit der Mannschaft erlebte, scheint mit Blick auf den Saisonkehraus alles möglich zu sein. Immerhin behielt Stöger den klaren Blick für das Wesentliche, lieferte in seiner Analyse direkt nach dem Spiel den treffenden Grund dafür, warum seine Profis einmal mehr versagten: „Mainz hat sich so präsentiert, wie man auftreten muss, wenn man etwas Großes erreichen will. Das haben sie uns vorausgehabt, das haben wir nicht gezeigt“, wetterte der Österreicher. 

Die BVB-Fans sind sauer

„Das war nicht gut genug. Dafür, dass man sich für die Champions League qualifizieren konnte, war das von unserer Seite zu wenig.“ Ein Armutszeugnis für eine Mannschaft, die seit der Derby-Pleite auf Schalke um die Gunst der Fans kämpft und dabei eine weitere Chance fahrlässig liegen ließ, was die Anhänger mit Pfiffen quittierten. 

BVB verliert Heimspiel gegen Mainz und Fernduell um Vizemeisterschaft

Und wäre nicht Torwart-Routinier Roman Weidenfeller bei seinem umjubelten Abschied als Schlichter auf der Südtribüne tätig geworden, wären die Unmutsäußerungen wohl krasser ausgefallen. Früh waren die Gäste durch Tore von Ridle Baku (4.) und Yoshinori Muto (13.) mit 2:0 in Führung gegangen, den Dortmundern gelang lediglich der Anschlusstreffer (16.) durch Maximilian Philipp. 

Mainz teilweise "fast perfekt"

Während der Mainzer Trainer Sandro Schwarz von einer „fast perfekten ersten Halbzeit“ seines Teams sprach, fehlten den Borussen die Grundelemente. In der zweiten Hälfte war er einer von fünf BVB-Offensivkräften auf dem Platz, denen es nicht gelang, das FSV-Tor in Gefahr zu bringen. 

In Sinsheim müssen die Dortmunder wieder ein anderes Gesicht zeigen, um das gesteckte Saisonziel beim vermutlichen Abschied von Trainer Stöger zu erreichen. Im Abwehrzentrum droht den Westfalen beim Saison-Abschluss ein massives Personal-Problem. 

Personeller Engpass in der Defensive

Sokratis sah gegen Mainz die fünfte Gelbe Karte. Für ihn ist die Saison vorzeitig beendet. Und Ömer Toprak humpelte gegen den FSV verletzt vom Platz. Es ist fraglich, ob er am Wochenende wieder zur Verfügung stehen wird.

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