Fan-Rückkehr

Erling Haaland fit für Mainz? BVB-Trainer Marco Rose lässt Einsatz offen

Spielt er oder spielt er nicht? Auf der PK vor dem Spiel am Samstag gegen Mainz schließt BVB-Trainer Marco Rose einen Einsatz von Erling Haaland nicht aus.

Hamm - Fünf Punkte trennen Borussia Dortmund und Mainz 05 in der Tabelle. Der BVB will am Samstag (15.30 Uhr/Live-Übertragung im Livestream und TV sowie im Live-Ticker auf wa.de) den nächsten Heimsieg einfahren. Allerdings muss Trainer Marco Rose erneut auf etliche Spieler aus seinem BVB-Kader verzichten. Superstar Erling Haaland ist nach seinen muskulären Problemen immer noch fraglich.

Erling Haaland (BVB): Marco Rose lässt Einsatz gegen Mainz offen - „Die Zeit wird immer knapper“

„Erling ist in einer Art integrativen Training“, sagte Rose auf der Pressekonferenz am Donnerstag. „Wir werden alles probieren, Erling möchte unbedingt. Die Zeit wird aber immer knapper“, fügte 45-Jährige hinzu. Der Norweger hatte vor der Länderspielpause die Bundesliga-Spiele gegen Borussia Mönchengladbach und den FC Augsburg verpasst wie auch das Champions-League-Spiel gegen Sporting Lissabon. „Unser Spiel verändert sich grundsätzlich, wenn Erling nicht dabei ist. Wir sind in der Lage, das aufzufangen“, so Rose. Der dann deutlich wurde: „Wir müssen ja auch nicht rumeiern. Das, was geht, werden wir annehmen.“ Bedeutet: Ist Haaland einsatzbereit, spielt der 21-Jährige auch.

Die Fans des BVB dürfen sich auf ein fast volles Stadion freuen, wenn auch nicht auf 67.000. „67.000 sind nicht möglich, weil Mainz nicht das komplette Kontingent abgerufen hat und weil wir die Randbereiche nicht besetzen dürfen“, erklärte BVB-Mediendirektor Sascha Fligge auf der PK. Beim BVB rechnet man dennoch mit über 60.000 Zuschauern, die sich den achten Bundesliga-Spieltag im Westfalenstadion in Dortmund angucken wollen. „Das ist auch für die Jungs ein wichtiger Faktor. Wir freuen uns über jeden Fan“, sagte Marco Rose.

BVB-Coach Marco Rose (l) hofft auf das Comeback seines Toptorjägers Erling Haaland.

Was Marco Rose vor dem Mainz-Spiel noch gesagt hat? Wir fassen die wichtigsten Aussagen der PK zusammen.

Marco Rose zum Personal für das Spiel gegen Mainz: Mahmoud Dahoud falle aus. Gleiches gelte für Raphael Guerreiro und Youssoufa Moukoko mit ihren „Muskelverletzungen“. Thomas Meunier habe größere Probleme mit dem Zeh, musste eine Trainingseinheit unter der Woche abbrechen - Einsatz offen. „Manuel Akanji hat gestern mittrainiert. Das sah ganz gut aus“, sagte Rose mit Blick auf den Samstag. Thorgan Hazard sei am Mittwoch erstmals ins Training eingestiegen, da müsse man das Feedback abwarten, so Rose.

... über Gegener Mainz 05: Der Verein habe sich im vergangenen Jahr toll entwickelt. „Sie spielen ergebnisorientiert. Bedeutet: richtig gute Defensive, gut gegen den Ball und unglaublich unangenehm“, sagte Rose. Es werde schwierig, sich Chancen herauszuspielen, da alle fleißig gegen den Ball arbeiten. „Sie schalten dann sehr, sehr schnell um, haben mit Onisiwo und Burkardt physisch starke Stürmer, die Probleme bereiten können, wenn man nicht aufpasst.“

... seine Vergangenheit in Mainz (mit Mainz-Trainer Bo Svensson hat Rose zusammengespielt): „Der Kontakt ist nach wie vor gut, wir sind Freunde. Ich gönne ihm sehr den Erfolg in Mainz. Erstens, weil ich es ihm persönlich gönne. Zweitens, weil Mainz immer noch eine wichtige Rolle in meinem Leben spielt. Meine Tochter ist dort geboren. Wir hatten dort eine großartige Zeit, wenn auch nicht immer einfach.“

... über anhaltende Knieprobleme bei Mats Hummels: “Er ist nicht bei 100 Prozent, so Rose. In der Länderspielpause habe Hummels „fleißig gearbeitet“, aber da er nicht schmerzfrei ist, ist er limitiert. „Bei der Problematik würde ihm Ruhe mal gut tun, aber die haben wir nicht.“

... zu den zahlreichen Ausfällen, auch im Zusammenhang mit der Nationalmannschaft: Als Trainer habe man gerne die beste Elf auf dem Platz. „Das Gute ist, wir haben 15, 16 Beste“, so Rose. Nico Schulz sei in einer guten Verfassung, sonst hätte man nach dem Ausfall von Guerreiro auf der Linksverteidiger-Position ein Problem. Natürlich mache man sich Gedanken, woher die vielen Verletzungen kommen. Aber es seien auch Verletzungen, für die keiner zwingend etwas kann. „Es sind keine Fehler der medizinischen Abteilung oder der Belastungssteuerung“, so Rose. An der Stellschraube Nationalmannschaft könne man aber noch drehen, so der BVB-Trainer. „Wir werden den Nationaltrainern nicht vorschreiben, was sie zu trainieren haben. Aber es ist doch klar, als Vereinstrainer habe ich eigene Interessen.“ Die Spieler seien grundsätzlich vorermüdet, wenn sie zu den Nationalmannschaften fahren. Da müsse man überlegen, ob die Spieler die eine oder andere Trainingseinheit kürzertreten. Die Kommunikation zwischen Verein und Verbänden sei aber „meistens sehr gut“.

BVB-Aufstellung gegen Mainz: So könnte Borussia Dortmund spielen

Kobel - Meunier, Can, Hummels, Schulz - Witsel - Brandt, Bellingham - Reus - Malen, Haaland.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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