Borussia Dortmund

Ein Spiel dauert 90 Minuten? „BVB wie ich im Home Office“ - Reaktionen nach Leverkusen-Pleite

Borussia Dortmund muss gegen Bayer Leverkusen bereits die sechste Saisonniederlage hinnehmen. Die BVB-Fans verzweifeln an Marco Reus, Julian Brandt und Co.

Leverkusen - Sie gehört wohl zu den bekanntesten Fußball-Weisheiten Deutschlands. „Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten“, sagte einst der ehemalige Bundestrainer Sepp Herberger. Zumindest mit dem zweiten Aspekt hat Borussia Dortmund in der laufenden Saison 2020/21 große Probleme. Gegen Bayer Leverkusen musste Schwarz-Gelb bereits die sechste Saisonniederlage hinnehmen. Sehr zum Leidwesen der BVB-Fans im Netz.

VereinBorussia Dortmund
CheftrainerEdin Terzic
StadionSignal-Iduna-Park (Dortmund)
Plätze81.365

BVB „wie ich im Home Office ...“: Reaktionen nach Leverkusen-Niederlage

Schulterzucken, ungläubiges Kopfschütteln, erwartungsvolles Mitfiebern und dann doch pure Enttäuschung. Langweilig ist das Schauen der Spiele von Borussia Dortmund in der Regel nicht. Das liegt aber oftmals nicht am atemberaubenden Fußball, den die Elf von Cheftrainer Edin Terzic auf den Rasen zaubert. Sondern vielmehr am unberechenbaren Auftreten seiner Mannschaft. Gegen den bis dato direkten Konkurrenten und Tabellendritten aus Leverkusen wollte der BVB-Kader einen großen Schritt in Richtung Spitzengruppe machen.

Die Ernüchterung darüber, dass ein Spiel tatsächlich 90 Minuten dauert und nicht nur eine halbe Stunde, in der Borussia Dortmund am Dienstagabend vieles richtig gemacht hatte, war groß. „Der BVB wie ich im Home Office: Man weiß, dass man liefern muss, ertappt sich auf halber Strecke aber doch dabei, irgendwas ganz anderes zu machen“, analysierte ein Benutzer auf Twitter den Auftritt des BVB.

BVB: Julian Brandt bemängelt fehlende Intensität gegen Bayer Leverkusen

Weil Schwarz-Gelb in der ersten Halbzeit, wie auch in Leipzig vor knapp zwei Wochen, ein wenig überfordert und fahrig wirkte. „Wir haben keine gute Intensität im Spiel gehabt. Wir haben ihnen zu viel Zeit gelassen. Sie konnten sich jeden Pass aussuchen“, sagte Julian Brandt bei Sky. Er selbst hatte seinen Kollegen mit seinem zwischenzeitigen Ausgleich neues Leben, neuen Mut eingehaucht. 366 Tage war es her, dass Julian Brandt zuletzt in der Bundesliga getroffen hatte.

Sky-Experte Dietmar Hamann wurde um einiges deutlicher. „Das war disziplinlos, herzlos und charakterlos“, sagte Hamann und fügte an: „In der ersten Halbzeit haben sie körperlos gespielt. Es war Einbahnstraßenfußball. Da darf man sich nicht wundern, wenn man am Ende zweiter Sieger ist.“

Borussia Dortmund musste in Leverkusen bereits die sechste Saisonniederlage hinnehmen.

Neue Halbzeit, neuer BVB, der nach der Pause deutlich fokussierter wirkte. Mitten im Home Office beim Erledigen der manchmal mühsamen Aufgaben. Die Nebengeräusche und der Erfolgsdruck wichen für 13 Minuten dem Spaß an der Arbeit. Dann folgte der nächste Leverkusener Konter - und ein kaum nachzuvollziehender Stockfehler von Rechtsverteidiger Thomas Meunier.

BVB: Meisterschaft spielt bei Borussia Dortmund „keine relevante Rolle“

Ohnehin spiele die Meisterschaft in Dortmund „keine relevante Rolle“, wie Kapitän Marco Reus nach dem Abpfiff anmerkte. Der FC Bayern könnte am Mittwoch auf zehn Punkte davoneilen. Der Blick geht vielmehr in die entgegengesetzte Richtung. Im schlimmsten Fall beendet der BVB die Hinrunde auf einem Europa-League-Platz. Und dann?

In der Rückrunde soll vieles besser werden. „Vielleicht mal eine Serie starten“, sagte Julian Brandt. Dafür allerdings müsste sich einiges ändern beim BVB. Die Frage ist nur: Wie. „Wenn wir es wüssten, dann würden wir das, was wir nicht so gut machen, abstellen“, sagte Marco Reus schulterzuckend. Sein Blick ging bereits in Richtung Freitag. Dann gastiert mit Borussia Mönchengladbach der nächste direkte Konkurrent bei Wundertüte Borussia Dortmund im Signal-Iduna-Park.

Rubriklistenbild: © Martin Meissner/dpa

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