Keine Kampfansage von Watzke an Bayern München

LA MANGA - Der FC Bayern München will Meister werden und sieht in Borussia Dortmund seinen größten Rivalen. „Einmal kann eine Deutsche Meisterschaft am FC Bayern vorbeigehen, aber nicht zweimal“, lautet die Kampfansage von Manager Christian Nerlinger an den BVB. Nach dieser für die Bayern höchst ungewöhnlichen Aussage reibt sich Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung, verwundert die Augen – und kontert nicht verbal.

Von Jens Lederer

„Auch nach der Verpflichtung von Marco Reus sind wir nicht der Bayern-Konkurrent Nummer 1. Bayern München und Borussia Dortmund trennen Welten“, gibt der BVB-Boss im Trainingslager im spanischen La Manga den Tiefstapler, obwohl die Schwarzgelben nicht zuletzt durch die glänzende Arbeit des Duos Watzke/Michael Zorc sportlich und wirtschaftlich so gut aufgestellt sind, dass auch in Zukunft ein Transfer in der Größenordnung von Reus möglich scheint.

Allerdings schränkt Watzke ein, dass die Borussen trotz der insgesamt „fantastischen Entwicklung“ nicht jährlich eine solche Personalie stemmen könnten. Dennoch blickt er zuversichtlich in die Zukunft. „Wir wollen den Abstand zu den Bayern, deren Vormachtstellung wie in Stein gemeißelt ist, verkürzen. Denn wer die größten wirtschaftlichen Möglichkeiten hat, liegt am Ende vorn“, betonte der BVB-Boss. Übrigens: Die angebliche Ausstiegsklausel für Reus mochte Watzke in La Manga nicht kommentieren. Gerüchten zufolge kann der Jungnationalspieler den BVB bereits nach dem zweiten Vertragsjahr für 30 Millionen Euro wieder verlassen.

Abschied nehmen könnte noch im Januar 2012 Dortmunds Edelreservist Lucas Barrios, der auch im Trainingslager spürt, dass er derzeit an seinem Konkurrenten Robert Lewandowski nicht vorbei kommt. Nachdem der Argentinier seine Unzufriedenheit öffentlich machte, werden immer wieder Vereine aus dem Hut gezaubert, die an dem Torjäger interessiert sein sollen. Dazu zählt der FC Malaga, der angeblich zehn Millionen Euro auf den Tisch blättern will, aber auch der VfL Wolfsburg. „Uns liegt kein Angebot vor“, erklärt Watzke ebenso wie Sportdirektor Michael Zorc. „Wir halten das Heft des Handels in der Hand. Wenn es einen Verein gibt, der wegen Barrios an uns herantritt, sind wir natürlich gesprächsbereit“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung.

Geht es allerdings um Mario Götze und Mats Hummels, die durch ihre hervorragenden Leistungen Begehrlichkeiten bei großen internationalen Clubs geweckt haben, dann bleibt Watzke knallhart. „Beide haben noch Vertrag und werden auch in der nächsten Saison beim BVB spielen, egal wie hoch die angebotene Ablösesumme auch immer sein wird“, erklärt der BVB-Boss beide für unverkäuflich.

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