Champions League

Bürki über Kane: "Er ist ein Biest!"

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Nach dem Schuss von Harry Kane konnte BVB-Keeper Roman Bürki nur noch hinter sich greifen.

Der BVB hat das Wunder von Dortmund verpasst. Nach der 0:1-Niederlage im Rückspiel ist für die Borussia das Ende in der Champions League besiegelt.

Dortmund – Der BVB hat im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Tottenham Hotspur (bei uns im Ticker zum Nachlesen) kein Tor erzielt. Dafür aber eins kassiert. Eigentlich war Borussia Dortmund die bessere Mannschaft, wurde am Ende aber nicht belohnt. Die Niederlage bedeutet zugleich das Aus in der Champions League – eingeleitet durch Spurs-Stürmer Harry Kane.

Nach der Partie äußerte sich BVB-Keeper Roman Bürki dazu. "Wir haben sehr gut gespielt, vor allem in der ersten Halbzeit", sagte er. Nach dem Seitenwechsel fiel dann allerdings der Gegentreffer. "Sie haben gewartet, weil sie wussten: Wenn Harry eine Chance bekommt, dann schießt er das Tor", sagte Bürki mit Blick auf Kane. Dieser sei "ein Biest", so Bürki. "Das ist ein Spieler, den jedes Team gerne in seinen Reihen hätte", meinte der Dortmund-Torhüter.

Insgesamt war Bürki trotz der Niederlage zufrieden mit seinem Team zufrieden. "Ich bin stolz, wie wir hier gespielt haben", sagte er. Die Intensität wünsche er sich jetzt auch in der Bundesliga – auf die sich der BVB nun voll und ganz konzentrieren kann.

Spielbericht: Das Wunder von Dortmund blieb aus

Genau 48 Minuten durfte der BV Borussia Dortmund darauf hoffen, trotz der 0:3-Niederlage im Hinspiel der Champions League bei den Tottenham Hotspurs doch nach das Unmögliche zu schaffen und das Viertelfinale der Königsklasse zu erreichen. Dann tauchte Harry Kane erstmals gefährlich im Strafraum auf und nutzte gleich die erste Möglichkeit des Premier-League-Klubs zum entscheidenden 0:1 - gleichbedeutend mit dem K.o. der Schwarz-Gelben. Ein Schock, von dem sich die Westfalen nicht mehr erholten.

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BVB-Trainer Lucien Favre und der Mannschaft war keineswegs der Vorwurf zu machen, dass sie zumindest nicht alles versucht hätten. Um nach der deutlichen Hinspielpleite noch etwas zu bewegen, hatte der Schweizer Coach die Startelf offensiv wie noch nie ausgerichtet. Mit Paco Alcácer als Spitze, Raphael Guerreiro (links) und Jadon Sancho auf den Flügeln. Direkt hinter Marco Reus agierte noch Mario Götze vor Axel Witsel im Mittelfeld. Und auch in der Abwehr überraschte der Fußball-Lehrer mit einer Viererkette mit Marius Wolf, Julian Weigl, Manuel Akanji und Abdou Diallo, die in dieser Besetzung noch nie zusammengespielt hatte.

Mit leidenschaftlichem Einsatz von der ersten Minute an zogen die Borussen auch das Publikum schnell auf ihre Seite. In einer ohrenbetäubenden Lautstärke trieben die Zuschauern den Bundesliga-Spitzenreiter nach vorn, der eine phänomenale erste Halbzeit spielte. 70 Prozent Ballbesitz, 59 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 10:1 Torschüsse: Alles sprach beim Pausenpfiff für die Dortmunder, nur das Ergebnis nicht. Denn auf der Anzeigentafel stand nach dem ersten Durchgang ein 0:0. Aufwand und Ertrag standen aus BVB-Sicht in einem enttäuschenden Missverhältnis. Weil Tottenhams Schlussmann Hugo Lloris einfach nicht zu überwinden war.

Aufstellung des BVB: So startete Borussia Dortmund gegen Tottenham Hotspur

Die Spurs verteidigten in einem 5-3-2 System sehr hoch und kompakt, die Borussia benötigte einige Zeit, um die Lücken im Deckungsverbund der Londoner zu finden. Die erste Chance besaß Reus nach 21 Minuten, scheiterte aber aus halblinker Position am Torhüter der Spurs. Der wuchs vor allem zwischen der 31. und 37. Minute über sich hinaus, als er weitere Großchancen des Bundesligisten durch Weigl, Guerreiro, Alcácer und Sancho vereitelte. Die Führung wäre längst verdient gewesen.

Der BVB scheidet gegen Tottenham in der Königsklasse aus

Für die Dortmunder ging es auch zu Beginn der zweiten Hälfte darum, die richtige Balance zwischen Abwehr und Angriff aufrecht zu halten. Weil nur ein Gegentreffer alle Dortmunder Träume von einem Wunder abrupt gestoppt hätte. Da an diesem Abend das Glück nicht auf Seiten des BVB war, kam es, wie es kommen musste. Gerade einmal vier Minuten waren nach dem Seitenwechsel gespielt, als die Spurs eiskalt zuschlugen. Moussa Sissoko spielte einen langen Ball genau in den Lauf von Kane, der nicht lange fackelte und mit einem präzisen Schuss in das rechte Eck den machtlosen Bürki überwand. Erstmals waren die 3700 mitgereisten Fans aus London unter den 66099 Zuschauern so richtig zu hören, weil der Rest in Schockstarre verfiel. Bitter für die Borussen, denn es war der erste Heim-Gegentreffer im laufenden Wettbewerb.

Favre wechselte nach gut einer Stunde mit Christian Pulisic und Jakob Bruun Larsen zwei weitere Offensivkräfte ein, doch die Moral der Dortmund war zu diesem Zeitpunkt längst gebrochen.

Nach dem Aus im Pokal und dem Scheitern im Achtelfinale der Champions League können sich die Dortmunder jetzt ganz auf den Titelkampf in der Bundesliga konzentrieren. Schon am Samstag (15.30 Uhr) geht es gegen den VfB Stuttgart. Eine Mannschaft, die um den Klassenerhalt kämpft. Und gerade gegen die Abstiegskandidaten hat der BVB zuletzt im Zweikampf mit den Bayern wichtigen Boden verloren.

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