Regeländerung angestoßen

Immer wieder Ärger mit dem Videobeweis – BVB-Keeper Bürki mit radikaler Forderung

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BVB-Torhüter Roman Bürki regt sich über den Videobeweis im Fußball auf.

Roman Bürki ist verärgert. Über den Videobeweis und was der mit dem Fußball macht. Der Torhüter von Borussia Dortmund hat zudem noch einen kuriosen Vorschlag.

Dortmund – Roman Bürki hat sich kritisch zum Thema Videobeweis geäußert. Zudem hat der Torhüter von Borussia Dortmund eine Idee, wie man den Fußball in Zukunft – gerade für die Spieler – wieder attraktiver machen könnte. Zumindest dieses Vorhaben klingt aber utopisch.

Zunächst seine Kritik am Videobeweis: Mit den neuen Techniken sei der Fußball zwar fairer geworden, aber lebe nicht mehr von der gleichen Euphorie wie früher. Bürki im Interview bei t-online.de: "Mein Eindruck ist: Der Jubel heute ist nicht mehr der gleiche wie vorher - früher hattest du diesen Wow-Effekt". Bürki weiter: "Wenn früher jemand ein Tor geschossen hat, haben die Fans gejubelt. Heute jubelst du und wirst dann wieder enttäuscht, weil entschieden wird, dass das Tor per Videobeweis noch mal überprüft werden muss."

Kritik am Videobeweis zuletzt beim Supercup

Der Videobeweis geriet zuletzt im Rahmen des Supercup zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München, der BVB siegte mit 2:0, in die Kritik. Nach einem fiesen Tritt von Joshua Kimmich gegen Jadon Sancho griff der VAR (Videoschiedsrichter) nicht ein, Kimmich bekam "nur" die Gelbe Karte für das Foul.

Roman Bürki schlägt Regeländerung vor

Mit dem Videobeweis aber nicht genug. Roman Bürki fordert in dem Interview eine radikale Regeländerung. Er plädiert dafür, dass jeder Spieler des Kaders Einsatzzeiten bekommen kann. Das soll nach Bürkis Ansicht die Moral der Spieler innerhalb der Mannschaft stärken. "Ich würde es gut finden, wenn wir jeden Spieler aus unserem Kader auch in einem Spiel einsetzen dürften. Dass jede Mannschaft so oft wechseln darf, wie sie will - und nicht nach drei Einwechslungen Schluss ist", so Bürki.

Bürki für Regeländerung – Motivation der Mitspieler soll erhöht werden

Bereits in einem Gespräch im Rahmen des BVB-Trainingslagers in Bad Ragaz (Schweiz) machte Keeper Bürki ähnliche Aussagen. Er erhofft sich durch diese Maßnahme nämlich einen Motivationsschub für seine Mannschaft. "Weil es hier beim BVB jeder verdient hat, zu spielen. Und es ist manchmal sehr hart zu sehen, wenn ein Spieler zwei Mal hintereinander dabei war, aber keine Einsatzzeit bekommen hat. Das wäre gut für die Moral"", sagte Bürki.

Roman Bürki ist nicht der einzige BVB-Spieler zurzeit mit kuriosen Aussagen für Aufmerksamkeit sorgt. Ex-Profi Patrick Owomoyela und Nobby Dickel haben als Kommentatoren eines Testspiels Ende Juli einige Fans mit teilweise rassistischen Äußerungen verärgert. Die Debatte wurde doch durch den aktuellen Fall beim Revierrivalen FC Schalke 04 befeuert. Dort steht S04-Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies nach seinen umstrittenen Afrika-Aussagen in der Kritik.

Mehr Einwechslungen, kein Videobeweis: DFB-Pokal ideal für Bürki

Am Freitag steht Roman Bürki aller Voraussicht nicht mit dem BVB wieder auf dem Platz. Im Supercup fehlte er noch angeschlagen, kehrt im DFB-Pokal gegen den KFC Uerdingen mit Kevin Großkreutz wohl wieder zurück zwischen die Dortmunder Pfosten. Vielleicht kann er dann sogar über ein Tor jubeln, ohne auf den Eingriff des Videoschiedsrichters zu warten – den gibt es im DFB-Pokal nämlich erst ab dem Viertelfinale. Bürki kann also seinen Emotionen freien Lauf lassen. Und auch in Sachen Auswechslungen sollte der Wettbewerb ihm entgegenkommen: Bei einer Verlängerung ist nämlich ein vierter Einwechselspieler zulässig. Immerhin.

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maho/dpa/sid

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