Nach dem 2:3 in Essen

Schmelzer verrät: Aubameyang hat nur ein Ziel

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Ein letzter Gruß von Pierre-Emerick Aubameyang?

Essen - Es war 21 Spielern von Borussia Dortmund in Essen nicht gelungen, ihre Normalform abzurufen. Als man dies auch von Aubameyang dachte, drehte er auf. Nach dem Testspiel verriet Schmelzer, dass die Reise von "Auba" - wenn überhaupt - nur in eine Richtung geht.

Eine Pleite gegen eine drei Ligen tiefer spielende Mannschaft: BVB-Trainer Peter Bosz war kurz nach dem Abpfiff der 2:3-Testspielniederlage beim West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen von Borussia Dortmund sichtbar unzufrieden mit der Leistung seiner Spieler: "Das war schlecht heute, zu langsam und nicht aggressiv genug."

Bosz schaute sich das Treiben fast ausschließlich von der Trainerbank an. Und wenn er doch mal an der Seitenlinie stand, verfolgte er das ideenlose Treiben seiner Elf äußerlich ruhig. "Das mache ich immer. Wenn man etwas sagen will, muss man auch wissen, was man sagen will. Dafür muss man aber zunächst beobachten", so seine Erklärung für die geringe Präsenz am Spielfeldrand. 

Darüber, dass Pierre-Emerick Aubameyang zu den wenigen Lichtblicken gehörte, wollte sich der ehemalige Ajax-Coach nicht äußern. "Ich glaube nicht, dass man jetzt über einzelne Spieler reden muss", sagte er. Kein Wunder, denn mit Ausnahme des 28-jährigen Angreifers haben alle anderen 21 Akteure eine schwache Leistung gezeigt.

Doch gerade die etwas peinliche Vorstellung beim Viertligisten machte klar, dass auf den Torschützenkönig immer Verlass ist. Zwar war auch der Gabuner in der ersten halben Stunde - wie auch oft in den Pflichtspielen - kaum zu sehen, doch dann schlug er nach einer Ecke von André Schürrle zu und erzielte den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. 

Auba dreht auf - Isak (noch) nicht

Für den 28-Jährigen war es eine Art "Hallo-Wach-Effekt". Denn folglich drehte er richtig auf, setzte sich gut in Szene und war ein ständiger Gefahrenherd. Bei seinen weiteren Abschlüssen hatte "Auba" Pech, dass ein Essener Bein im Weg war.

Nach 45 Minuten war schließlich Feierabend. Und dann hätte der große Auftritt seines potentiellen Nachfolgers folgen können. Doch Alexander Isak, allerdings auch erst 17 Jahre alt, nahm kaum am Geschehen teil, verzettelte sich in Dribblings und suchte sichtbar seinen Platz im 4-4-3-System des neuen Trainers Bosz.

BVB verliert das erste Testspiel bei RW Essen mit 2:3

So machte BVB-Kapitän Marcel Schmelzer nach dem Ruhrgebietsklassiker keinen Hehl daraus, dass die Mannschaft sich wünschen würde, dass der Torschützenkönig bleibt. "Natürlich würden wir uns freuen, wenn Auba bleibt", so der Linksverteidiger, der sich am Donnerstag mit dem restlichen BVB-Tross auf die werbewirksame Asienreise nach Japan und China macht. Von dem anstehenden Trip ins rund 10.000 Kilometer entfernte Tokio und der anschließenden Weiterreise nach China war Bosz nicht begeistert. Etwas fatalistisch meinte er: "Ich habe zwei Jahre in Japan gespielt. Ich weiß, wie heiß es dort gerade ist. Aber ich nehme die Dinge, wie sie sind. Die Reise stand ja schon fest, bevor ich kam."

Dann deutete "Schmelle" an, dass ein Abschied ausschließlich nach China im Raum steht. "Wir werden in den nächsten Tagen erfahren, ob er bleibt, denn die Transferperiode in China schließt bald", sagt Schmelzer. Exakt am 14. Juli ist die Deadline, dann sind alle schlauer. Und die Borussen entweder um mindestens 70 Millionen reicher - oder um die Gewissheit, dass sie weiterhin einen Weltklasse-Stürmer in ihren Reihen haben.

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