30. Bundesliga-Spieltag

Gegen Rassismus und Polizeigewalt: BVB und Hertha BSC sorgen vor dem Anpfiff für Gänsehaut

Borussia Dortmund und Hertha BSC haben vor dem Bundesliga-Topspiel ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt gesetzt - Gänsehaut inklusive.

  • Borussia Dortmund und Hertha BSC setzen ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt.
  • Vor dem Anpfiff des Bundesliga-Topspiels knieten Spieler und Betreuer symbolisch auf dem Rasen.
  • Bereits in der Vorwoche gab es einige Proteste in der Fußball-Bundesliga.

Dortmund - Stille, ein Blick in die Runde und ganz viel Gänsehaut. Die Profis von Borussia Dortmund und Hertha BSC haben am Samstag vor dem Anpfiff beim Bundesliga-Topspiel ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt gesetzt. Alle 22 Spieler knieten um den Mittelkreis und schwiegen für einige Momente, auch die Ersatzspieler und Trainer am Spielfeldrand schlossen sich an. 

Verein:

Borussia Dortmund

Arena/Stadion:

Signal-Iduna-Park

Trainer:

Lucien Favre

Sponsor:

Evonik Industries

Trainingsplatz:

Trainingsgelände Hohenbuschei

Kapazität:

81.365

Bereits beim Warmmachen vor dem Duell gegen Hertha BSC trugen die Spieler von Borussia Dortmund spezielle Shirts. "black. white. yellow, black. Human" war auf der Front von Roman Bürki und Co. zu lesen. Die Spieler solidarisierten sich mit den Demonstranten in den USA, die seit dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz zu Tausenden auf die Straßen gehen. Die Geste hatte 2016 Football-Profi Colin Kaepernick als Protestform etabliert.

BVB vs. Hertha BSC: Teams setzen deutliches Zeichen gegen Rassismus

Bereits am vergangenen Wochenende gab es Proteste in der Fußball-Bundesliga. Weston McKennie von Schalke 04 trug eine Armbinde mit der Aufschrift "Justice for George Floyd". Eben jene Worte, die sich die BVB-Profis Jadon Sancho und Achraf Hakimi auf ihr Shirt schrieben und demonstrativ beim Torjubel in die TV-Kameras hielten. 

Auch der Mainzer Pierre Kunde Malong war nach seinem Tor zum 2:0 gegen Eintracht Frankfurt am Nachmittag auf ein Knie gegangen. Eine Bestrafung dafür gibt es nach einer entsprechenden DFB-Entscheidung nicht. Laut Statuten sind politische Botschaften in der Bundesliga untersagt. Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd und den zahlreichen Protesten weltweit hat der DFB eine Ausnahme gemacht.

BVB vs. Hertha BSC: Teams setzen deutliches Zeichen gegen Rassismus

Mit dpa-Material

Rubriklistenbild: © dpa / picture alliance

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