Bundesliga-Topspiel

BVB hadert nach Pleite: Was Borussia Dortmund im Vergleich zum FC Bayern fehlte

Der BVB verliert das Bundesliga-Topspiel beim FC Bayern. Lange war es ein offenes Duell. Borussia Dortmund fehlte es besonders an einer Eigenschaft.

Hamm - Schon wieder ist es dem FC Bayern gelungen, den Angriff von Borussia Dortmund erfolgreich abzuwehren. Der BVB hatte im Liga-Gipfel gegen den bisher punktgleichen Rekordmeister aus München das Nachsehen und unterlag knapp mit 2:3. (1:1).

VereinBorussia Dortmund
TrainerLucien Favre
StadionSignal Iduna Park

Wieder nichts - könnte man meinen. Aber selten verlief das Topspiel des BVB gegen den FC Bayern so spannend wie dieses Mal. Auch Sky-Experte Lothar Matthäus schwärmte: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Dortmund hat viel dazu beigetragen, dass es so ein super Spiel war.“ Doch unterm Strich bleibt die Erkenntnis: Der Triple-Sieger ist und bleibt im Vergleich zum Kader von Borussia Dortmund das reifere Team.

BVB verliert gegen den FC Bayern: Was Borussia Dortmund noch fehlt

„Das Spiel war sensationell gut“, sagte Bayerns Trainer Hansi Flick bei Sky: „Es war der Erste gegen den Zweiten. Da war enorm viel Qualität auf dem Platz. Deswegen ist es für beide Mannschaften nicht immer so leicht zu verteidigen.“

Dennoch hat es für den BVB erneut nicht gereicht im Kracher gegen den FC Bayern. Aber warum war die Mannschaft von Trainer Lucien Favre erneut unterlegen? Anders als in den Duellen zuvor, ist dem Chefcoach nichts vorzuwerfen. Hatte er sich in der Vergangenheit gerne einmal vertüftelt, richtete er die BVB-Aufstellung diesmal nicht ausschließlich nach den Stärken des Gegners aus.

„Uns fehlte die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor“, analysierte der nach Oberschenkelverletzung wieder genesene Mats Hummels: „Hinzu kommt, dass alle drei gegnerischen Tore abgefälscht waren. Es ist nicht so, dass wir die Partie dominiert haben. Aber in diesen Situationen hat uns das Glück gefehlt.“

BVB verliert gegen den FC Bayern: Dortmund fehlt die Abgezocktheit

Ähnlich äußerte sich Hummels‘ Nebenmann Manuel Akanji nach der BVB-Niederlage gegen den FC Bayern: „Wir hatten die Möglichkeiten, die Tore zu machen. Aber da waren wir nicht effizient genug - und wir haben zu viele Chancen zugelassen.“

Das spiegelt sich tatsächlich auch in den Statistiken nach dem Duell BVB vs. FC Bayern wider: 15:16 Torschüsse aus Sicht von Borussia Dortmund, aber der entscheidende Faktor: Bei den Schwarz-Gelben gingen fünf davon direkt aufs gegnerische Tor, bei den Münchnern waren es acht.

„Am Ende haben wir verdient gewonnen, weil wir in den entscheidenden Aktionen einen Tick entschlossener und abgezockter waren“, erklärte Bayerns Mittelfeldspieler Leon Goretzka.

BVB verliert gegen den FC Bayern - aber Borussia Dortmund gibt Titel-Kampf nicht auf

Qualität war auf beiden Seiten zu sehen, aber im Vergleich zum BVB profitiert der FC Bayern von der Erfahrung und Reife. Damit sind die Münchner zwar wieder drei Punkte vor Borussia Dortmund, aber das ist für die Schwarz-Gelben noch lange kein Grund zur Kapitulation im Titel-Kampf in der Bundesliga.

„Wir haben gesehen, dass wir mithalten halten können“, meinte Akanji. Und auch für den sonst zurückhaltenden Favre sei noch längst nichts entschieden. Auch wenn der BVB-Trainer einräumte, dass es im Kampf um die Schale nie gut sei, „solche Spiele zu verlieren. Wir müssen mindestens einen Punkt mitnehmen.“

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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