Laut Stadionordnung

Nach Plakaten und Gesängen: Dietmar Hopp tritt gegen Borussia Dortmund nach - "Dubioser Finanzjongleur"

Nach den Beleidigungen und Schmähgesängen gegen Dietmar Hopp vor einigen Wochen hat sich der TSG-Mäzen mit deutlicher Kritik an Borussia Dortmund gemeldet.

  • Nach Beleidigungen gegen Dietmar Hopp droht den Fans ein Blockverbot bei der TSG Hoffenheim.
  • Am Samstag im Heimspiel gegen den SC Freiburg folgte die Reaktion der Ultras.
  • In einem Interview trat Hopp gegen Borussia Dortmund nach.

Update vom 17. März, 17.30 Uhr: Zwar gehören die Schmähgesänge und Beleidigungen gegen Dietmar Hopp zu Montagsbeginn aufgrund der aktuellen Situation der Vergangenheit an. Der TSG-Mäzen ließ sich dennoch zu einem Seitenhieb gegen den BVB hinreißen. "Die Borussia Dortmund KGaA ist bis dato die einzige börsennotierte Fußballkapitalgesellschaft, der Börsengang im Jahr 2000 zu Zeiten der vermeintlichen 'New-Economy' spülte einen dreistelligen Millionenbetrag in die Kasse", wird Hopp auf der Homepage der TSG Hoffenheim zitiert. 

"Vier Jahre später, als der BVB vor dem Ruin stand, stieg dann ein gelinde ausgedrückt dubioser Finanzjongleur mit einem 25-prozentigen Anteil sowie 20 Millionen Euro bei der Borussia ein", fügte der 79-Jährige an. Dank eines Sanierungskonzepts hatte Borussia Dortmund 2004 die Insolvenz gerade noch abwenden können. Zuvor baute der Verein jahrelang Schulden auf, die letztendlich beinahe zum Ruin geführt hatten. 

Aufgrund von erneuten Anfeindungen wurden die BVB-Fans mit einem zweijährigen Stadionverbot in Sinsheim belegt. In dessen Folge entstand zu Monatsbeginn eine Reihe von Protesten in ganz Deutschland (siehe Update vom 2. März, 10.14 Uhr). Allerdings betonte Hopp auch, dass ihn die Beleidigungen gegen seine Personen nicht so sehr störten. Diese "muss, und die kann ich aushalten", wird Hopp zitiert. Vielmehr stören ihn "konzentrierte, vorbereitete Aktionen, Plakate und Drohungen" auf den Rängen.

Plakate und Gesänge gegen DFB, Hopp und Rummenigge

Update vom 7. März, 21.48 Uhr: Durchaus verhalten, aber dennoch offensichtlich protestierten die Fans am Samstagabend im Gladbacher Borussia Park. Vor dem Anpfiff des Bundesliga-Topspiels zwischen Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund waren vereinzelte Plakate zu sehen.

"Spielunterbrechungen als altes Druckmittel für absurde Forderungen? Wir bleiben unangepasst. Scheiß DFB!" und "Milliardäre hofieren statt die Lösung gesellschaftlicher zu forcieren?! Scheiß DFB!" war auf den Plakaten im Gäste-Block zu sehen. "Fußballmafia DFB!", ließen die Gladbacher Fans verlauten.

Attackiert wurde nicht nur der DFB und Fritz Keller, sondern auch Dietmar Hopp und Karl-Heinz Rummenigge gerieten ins Visier der Fans. Zu sehen war das Gesicht mitsamt aufgemalter Clownnase. Darunter ein Banner mit der Aufschrift "Die hässlichen Fratzen des Fußball!"

Nach der Partie äußerten sich Mats Hummels, Thorgan Hazard und Lucien Favre zum Sieg und blickten auf die entscheidenden Wochen voraus.

Auch im Bundesliga-Topspiel protestierten beide Fan-Lager gegen den DFB.

Nach Beleidigungen gegen Dietmar Hopp: Michael Zorc in Kontakt zu BVB-Ultras

Update vom 5. März, 13.07 Uhr: Wird es am Samstag (18.30 Uhr) im Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund eine Reaktion der Fans auf den Konflikt mit dem DFB und Dietmar Hopp  geben? Ausschließen kann Michael Zorc, BVB-Sportdirektor, das nicht. Er sagte aber bei der Pressekonferenz am Donnerstag: "Ich hoffe, dass wir einen Spielverlauf sehen, bei dem kein Spielabbruch droht."

Zorc sagte, er stehe in Kontakt zu den Ultras von Borussia Dortmund. "Wir haben mit unseren Leuten gesprochen", bestätigte er.

Die Meinung des BVB-Sportdirektors: "Ich habe Kommentare gesehen, in denen alles in einen Topf geworfen wurde. Das wird der Sache nicht gerecht. Was aufhören muss: Diskriminierungen und Schmähungen einzelner Menschen. Das ist unerträglich und nicht akzeptabel. Da muss klarer Konsens herrschen. Auch bei den Ultra-Gruppen. Ich bin aber kein Freund der Law-and-Order-Mentalität. Da kommen wir nicht weiter. Große Teile der Ultragruppierungen sind dafür verantwortlich, dass wir auf der Südtribüne hinter dem Tor nicht braunverseucht sind. Da haben sie eine sehr wichtige Funktion. Wenn aber Grenzen überschritten werden, müssen wir das klar benennen. Durch Sprechen wurden schon ganze Kriege verhindert. Das Stadion war schon immer ein Ort, in der schon immer nicht die erste These Political Correctness geschrieben wurde. Das will ich nicht gutheißen. Aber es muss ein Ort der Meinungsfreiheit  bleiben. Ein Ort, den Menschen als Ventil benutzen dürfen."

Update vom 4. März, 17.33 Uhr: In einer Stellungnahme am Mittwoch hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) angekündigt, das Gespräch mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) suchen zu wollen. Zum einen gehe es um eine Präzisierung des Drei-Stufen-Plans. Zum anderen um Transparenz und Auslegung von Sanktionen.

"Kollektivstrafen haben im deutschen Fußball noch nie ein Problem gelöst", heißt es in der Erklärung. Komplett ausschließen wollte die DFL sie allerdings nicht. Demnach kann es weiterhin in absoluten Ausnahmefällen zu derartigen Sanktionen kommen, wie es die Dortmunder Fans im Fall Hoffenheim erfahren haben.

Denn, so die Erklärung der DFL weiter, "Menschen gehören auch auf Plakaten nicht ins Fadenkreuz. Diffamierungen, Hetze und Hass – gleichgültig in welcher Form – sind nicht hinnehmbar. Dies gilt unabhängig von Dietmar Hopp für alle Menschen – jedes Alters, jedes Geschlechts, jeder Religion, sozialen Schicht, Hautfarbe, Nationalität oder sexuellen Orientierung."

BVB/Dietmar Hopp: Mögliche Konsequenzen für Fans im Stadion

Update vom 3. März, 15.17 Uhr: Nach den heftigen Beleidigungen gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp und den DFB droht im Pokal und auch am Wochenende eine Wiederholung auf den Rängen - und somit Konsequenzen für die Fans im Stadion, die sich an Plakaten, Schmähgesängen und Ähnlichem beteiligen.

Die Bundesliga-Vereine haben im eigenen Stadion Hausrecht. Bedeutet: Wer gegen die Vorgaben des Vereins verstößt muss mit einem Stadionausschluss rechnen. Die Stadionordnungen sind an die DFB-Richtlinien angelehnt, können aber individuell angepasst werden. Wer ein Spruchband gegen Dietmar Hopp mit ins Stadion bringt, verstößt gegen das Hausrecht des Vereins und muss damit rechnen, eben jenes bereits bei Einlass abgenommen zu bekommen - weiterer Strafen inklusive.

So heißt es in § 7 Verbote in der Stadionordnung des BVB: "Den Besuchern des Stadions ist das Mitführen bzw. Nutzen folgender Gegenstände untersagt: a) Gegenstände und/oder Medien mit einem rassistischen, fremdenfeindlichen, gewaltverherrlichenden, diskriminierenden sowie rechts- und/oder linksradikalen Inhalt auch dann, wenn es strafrechtlich nicht relevant ist; entsprechendes gilt insbesondere für Kleidung (z.B. mit Schriftzügen und/oder Symbolen."

Dietmar Hopp kritisiert BVB-Fanzine schwatzgelb - "Keine Option mehr"

Update vom 2. März, 15.28 Uhr: Nach den Anfeindungen am vergangenen Wochenende gegenüber seiner Person hat sich TSG-Mäzen Dietmar Hopp auf der Vereinshomepage von 1899 Hoffenheim bezüglich eines Fan-Dialogs geäußert.

"Ich hatte im Jahr 2010 schon mal ein solches Gespräch, bei dem rein gar nichts herauskam, weil die Herren ihre vorgefertigte Meinung vertraten und sich nicht einen Millimeter bewegen wollten. Dann hatte ich mein letztes Gespräch mit Schwatzgelb aus Dortmund", wird Hopp zitiert. 

Den Austausch mit den Vertretern des BVB-Fanzines schwatzgelb.de habe Hopp zwar als angenehm empfunden, anschließend jedoch nahm alles seinen gewohnten Lauf, wie er befand. "Wir waren sogar noch gemeinsam bei einem TSG-Sportfest im Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim. Aber geholfen hat das gar nicht – die Beleidigungen nahmen eher noch zu. Deshalb ist das für mich keine Option mehr", berichtet Hopp.

BVB-Ultras mit Schmähgesängen und Plakaten gegen Hopp

Update vom 2. März, 10.14 Uhr: Die Anfeindungen gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp schwappen von Deutschland auch in das Ausland über. Beim Erstligaspiel in der österreichischen Bundesliga zwischen Rapid Wien und dem SV Mattersburg (3:1) am Sonntag hielten die Fans der Heimmannschaft Banner in die Höhe. Zu lesen war: "ÖFB & Liga: Lasst euch vom Hurensohn-Virus nicht infizieren. Gegen Kollektivstrafen & Pro 50+1 in Ö, D & überall!"

Der österreichische Verband (ÖFB) hat sich bislang nicht zu den Geschehnissen geäußert. 

Update vom 1. März, 17.22 Uhr: Der DFB-Kontrollausschuss hat nach den erneuten Beleidigungen gegen Dietmar Hopp angekündigt, Ermittlungen einleiten zu wollen. Dies bestätigte der Deutsche Fußball-Bund am Samstagabend. Demnach gehe es zunächst um die Fans des deutschen Rekordmeisters FC Bayern, die am Samstag während der Partie in der Fußball-Bundesliga bei der TSG Hoffenheim beleidigende Plakate gegen Hopp gezeigt hatten.

Zudem kündigten einige Bundesligisten drastische Maßnahmen bei einer Wiederholung solcher Szenen an. Mit darunter: Der Reviernachbar Schalke 04, der mit einem Ein-Stufen-Plan droht

Update vom 1. März, 8 Uhr:  Nach den wiederholten Schmähgesängen gegen Dietmar Hopp  beim Spiel des BVB  gegen den SC Freiburg überschlagen sich die Fußball-Funktionäre in Deutschland mit Wutreden gegen die Ultra-Fangruppen. Der DFB-Präsident Fritz Keller  sieht einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang: "Hier wird ein gesellschaftliches Problem in die Stadien getragen", sagt Keller im Gespräch mit der Bild-Zeitung. Und er schickt eine drastische Warnung an die Fangruppen. "Ich will nicht alle Ultras über einen Kamm scheren, aber es kann und darf nicht sein, dass einige wenige Selbstdarsteller dadurch sogar die Stehplätze gefährden, denn die werden nach solchen Vorfällen reflexartig infrage gestellt." Droht der DFB-Boss damit unter anderem der Dortmunder Südtribüne, der größten Stehplatztribüne in Europa?

 Im ZDF-Sportstudio legte Keller weiter nach: "Ich glaube, wir sind wirklich am Tiefpunkt angekommen. Es geht hier nur mit Solidarität weiter, für die Sauberkeit des Sports und für einen anständigen Umgang miteinander!"

Update vom 29. Februar, 18.18 Uhr: BVB-Sportdirektor Michael Zorc hatte zwar nach dem knappen Heimsieg von Borussia Dortmund am Samstagabend ein Lächeln auf den Lippen. Angesprochen auf die Thematik Dietmar Hopp reagierte Zorc jedoch mit heftigem Kopfschütteln. "Es ist immer wieder unsäglich. Schmähgesänge und Beleidigungen haben in unserem Stadion schon mal gar nichts zu suchen. Deshalb hat der Schiedsrichter richtig reagiert und mit Recht die Partie unterbrochen."

Zwar rollte der Ball anschließend wieder, die Schmähgesänge jedoch wurden zunächst nicht weniger. "Das hat im Stadion nichts zu suchen", sagte Michael Zorc mit Nachdruck. "Davon können wir uns nur distanzieren. Bislang hat es die Bundesliga nicht in den Griff bekommen, das muss man so knallhart sagen. Wir werden das Thema intern besprechen und vielleicht auch die Klubs untereinander. Wir haben jetzt einen Punkt erreicht, der so nicht mehr zu tolerieren ist."

Update vom 29. Februar, 18 Uhr: Borussia Dortmund gewinnt knapp mit 1:0 gegen den SC Freiburg. Thema Nummer eins dürften allerdings die Schmähgesänge in Richtung TSG-Mäzen Dietmar Hopp sein. Nach der Partie äußerte sich BVB-Lizenzspielleiter Sebastian Kehl zu dieser Thematik.

"Grundsätzlich sind wir darüber informiert worden, dass es die Möglichkeit gibt, das Spiel zu unterbrechen oder gar die Spieler in die Kabine zu schicken. Und auch im letzten Schritt, dass Spiel abzubrechen. Für uns sportlich wäre das natürlich eine Katastrophe", wurde Kehl deutlich.

"Wir haben uns mehrfach als Borussia Dortmund dazu positioniert, dass wir gesagt haben, dass persönliche Anfeindungen hier keinen Raum haben. Wir stehen für Vielfalt bei Borussia Dortmund, wir setzen uns ganz klar für diese Themen ein. Anschließend wurde es etwas ruhiger, aber dennoch haben solche Sachen bei uns keinen Raum."

BVB Ultras: Banner mit Kritik an den DFB - Hopp erneut im Visier

Update vom 29. Februar, 15.45 Uhr: Die Ultras des BVB haben öffentlich auf das Urteil des DFB reagiert. Die Fans waren mit einem Blockverbot bei der TSG Hoffenheim belegt worden. Im Rahmen des Heimspiels gegen den SC Freiburg am Samstag folgte die Reaktion auf der Südkurve im Dortmunder Westfalenstadion.

Dort hielten die Fans Banner hoch mit einer deutlichen Nachricht an den DFB. "Keine Kollektivstrafen mehr? Wie oft wollt ihr euer Wort noch brechen? Scheiß DFB!", heißt es auf dem ersten Spruchband, welches vor dem Anpfiff gezeigt wurde.

Anschließend folgte gar noch ein Zweites mit den Worten: "Wer die Toten von Hanau missbraucht, um die Fankurven mundtot zu machen, der beweist mehr Anstandslosigkeit als jedes Fadenkreuz." Eine deutliche Aussage, die von Schmähgesängen in Richtung des TSG-Mäzen Dietmar Hopp begleitet wurden.

Schiedsrichter Robert Hartmann hatte die Partie in der 48. Minute gar unterbrechen müssen. Nach einer kurzen Stadiondurchsage mit der Bitte, eben jene Beleidigungen in Richtung Hopp bleiben zu lassen, wurde die Partie fortgesetzt - mit weiterhin lautstarken Schmähgesängen.

Die BVB-Ultras machten am Samstag ihrem Unmut über die Entscheidung des DFB Luft.

Kommentar: DFB stellt Kampf von Hopp über sein eigenes Gelöbnis

Update 20. Februar, 16.40 Uhr: Unser Kommentar zur Strafe des DFB gegen die Fans des BVB

Vor zwei Jahren hatte der Deutsche Fußball-Bund verkündet, künftig keine Kollektivstrafen mehr aussprechen zu wollen. Wenn einzelne Anhänger sich daneben benahmen, sollte fortan nicht mehr die ganze Kurve dafür büßen müssen. Dieser Schritt sollte das Verhältnis des Verbandes zu den aktiven Fanszenen verbessern, ein Wegbereiter des Dialogs sein. Was sich spätestens jetzt erledigt haben dürfte. Denn der DFB ist vor Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp eingeknickt, er stellt den persönlichen Kampf des Multi-Milliardärs über sein eigenes Gelöbnis, nicht mehr eine komplette Anhängerschaft in Sippenhaft zu nehmen.

Es ist das gute Recht von Hopp, Mitbegründer des IT-Unternehmens und DFB-Premium-Partners SAP, gegen die schweren Beleidigungen vorzugehen. Hätte er auf juristische Mittel verzichtet, hätte sich der Konflikt zwar wohl nicht derart hochgeschaukelt. Ob Hopp die Anfeindungen im Stile des FC Bayern einfach über sich ergehen lassen möchte oder nicht, ist jedoch einzig seine Entscheidung.

Dass der DFB in diesem Fall aber eine „Lex Hopp“ schafft, zeigt, dass ihm die Fans egal sind, wenn es hart auf hart kommt. Das Urteil ist ein weiterer Weg hin zu einer Kurve, die für die gesamte Familie funktionieren soll und in der Emotionen kontrolliert werden können.

BVB in Hoffenheim: Drei Jahre Ausschluss für Fans

Update 20. Februar, 10 Uhr:  Der BVB muss drei lange Fans ohne seine Fans bei Auswärtsspielen bei der TSG Hoffenheim auskommen. Das berichten die Ruhr Nachrichten und die Sportschau. Nach Informationen der beiden Redaktionen wird der DFB die BVB-Fans heftig bestrafen. Nach Informationen der Sportschau gibt es einen entsprechenden Antrag des Kontrollausschusses des DFB. Demnach werde der BVB diesem Antrag wohl zustimmen und auf einer Verhandlung vor dem Sportgericht des DFB verzichten. Das Urteil wird dann wohl in den kommenden Tagen bestätigt. Hintergrund: Die BVB-Fans waren schon "auf Bewährung".

BVB in Hoffenheim: Ständig Provokationen gegen Dietmar Hopp

Die Fans des BVB bekommen damit die Quittung für ihre jahrelangen Provokationen. Immer wieder hatte es Strafen gegeben, weil einige Anhänger von Borussia Dortmund bei den Auswärtsspielen in Hoffenheim den Mäzen der TSG, Dietmar Hopp, teilweise übel beleidigt hatten. Tiefpunkt war ein Banner, das das Gesicht von Dietmar Hopp hinter einem Fadenkreuz zeigte. "Für das, was wir da gesehen haben, gibt es keine Entschuldigung. Da müssen wir uns als Klub entschuldigen", sagte Borussias Sportdirektor Michael Zorc damals.

Hoffenheim gegen Dortmund in Bildern

Nach diesem Vorfall hatte es ein Urteil des DFB gegeben: ein Zuschauerausschluss für drei Jahre. Das Urteil war zur Bewährung. Da sich die Fans des BVB im Dezember in Hoffenheim wieder daneben benahmen, wird diese Bewährung nun offenbar aufgehoben .Sie hielten beleidigende Plakate in die Höhe und verunglimpften den 79-jährigen Hopp mit Gesängen.

BVB und TSG Hoffenheim: Schwierige Beziehung zu Dietmar Hopp

Die Beziehung der Fans des BVB zu Dietmar Hopp und der TSG Hoffenheim ist seit Jahren eine schwierige. Für die Anhänger des BVB ist die TSG ein ständiges Feindbild. Ihr Vorwurf: Hopp habe den Verein mit seinem Privatvermögen aus dem Nichts heraufgezogen. „Retortenverein“, nannte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die TSG einst. Das befeuerte dieses Denken weiter. Was die Fans des BVB dabei gerne vergessen: Dietmar Hopp setzt auf Nachhaltigkeit im Verein und der Region. Seine Stiftung unterstützt junge Sportler in der Region Rhein-Neckar, engagiert sich in der Medizin, treibt soziale Projekte voran, fördert die Bildung.

Erfreulicher sind die Nachrichten, die der BVB offenbar am Donnerstag vor dem Spiel gegen Werder Bremen aus der Geschäftsführung verbreiten kann. Der BVB bekommt einen zweiten Sponsor auf dem Trikot.

Rubriklistenbild: © dpa / picture alliance

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