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Chancen auf Erfolg gering: BVB reicht „deutliche Stellungnahme“ bei der UEFA ein

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Von: Sven Schneider

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Borussia Dortmund legt Einspruch gegen die Rote Karte für Mats Hummels ein. Das bestätigte nun Michael Zorc. Die Aussichten auf Erfolg sind aber gering.

Update vom 8. November, 10.05 Uhr: Die Rote Karte gegen Mats Hummels in der Champions League gegen Ajax Amsterdam sorgte für reichlich Diskussionsstoff während und nach dem Spiel. Nicht nur hatte der BVB mit 1:3 verloren, sondern wohl auch Mats Hummels für das anstehende Duell mit Sporting Lissabon. Dem Verteidiger droht eine Sperre. Borussia Dortmund will dem entgegenwirken.

VereinBorussia Dortmund
TrainerMarco Rose
Arena/StadionSignal-Iduna-Park
Gründung19. Dezember 1909, Dortmund

„Wir werden dazu eine deutliche Stellungnahme beim Verband abgeben“, bestätigte BVB-Sportdirektor Michael Zorc dem Kicker. „Darin werden wir darlegen, dass die TV-Bilder beweisen, dass es keine Rote Karte war, und wir daher der Meinung sind, durch den Platzverweis schon gestraft genug worden zu sein“, so Zorc weiter.

Allerdings sind die Aussichten auf Erfolg gering. Laut dem Kicker würde der Einspruch gewöhnlich bei der UEFA nur dann Erfolg haben, wenn eine Verwechslung vorläge.

BVB reicht Einspruch und Stellungnahme ein - Chance auf Erfolg gering

[Erstmeldung] Dortmund - Borussia Dortmund hat nicht nur das Spiel gegen Ajax Amsterdam am Mittwochabend verloren, sondern auch den Gruppensieg in der Champions League sowie möglicherweise Mats Hummels für das anstehende Duell und wohl vorentscheidende Duell mit Sporting Lissabon. Der Abwehrchef des BVB-Kaders war mit einer Roten Karte vom Platz gestellt worden. Die Schwarz-Gelben aus Dortmund wollen jetzt Einspruch einlegen.

BVB: Einspruch gegen Rote Karte für Mats Hummels gegen Ajax Amsterdam

Eigentlich war alles klar. Schiedsrichter Michael Oliver hatte Mats Hummels im Gruppenspiel der Champions League gegen Ajax Amsterdam (1:3) fälschlicherweise die Rote Karte gezeigt. Der Video-Assistent-Referee (VAR) würde die Entscheidung des Engländers korrigieren - dachten zumindest die meisten. Der Unparteiische beharrte auf seiner Entscheidung und verzichtete gar auf den Blick auf die Monitore nach Rücksprache mit dem VAR.

Die Entscheidung in der 30. Spielminute lenkte das Duell um den Gruppensieg in eine gewisse Richtung - und zieht eine Sperre für Mats Hummels nach sich. Dagegen will Borussia Dortmund, wohl noch bis 2022 ohne Topstürmer Erling Haaland, jetzt vorgehen. „Das ist eine totale Ungerechtigkeit, wir fühlen uns durch den Spielausgang genug bestraft“, sagte Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dem SID.

BVB: Borussia Dortmund will Einspruch einlegen - „Klar belegbare Fehlentscheidung“

Der BVB appelliere an den Gerechtigkeitssinn der UEFA, jetzt ein Zeichen zu setzen. Zumal es sich bei der Roten Karte gegen Mats Hummels, der anschließend heftig Schiedsrichter und Spieler kritisierte, für BVB Sportdirektor Michael Zorc um eine „mehr als offensichtliche und klar belegbare Fehlentscheidung“ handele. „Sie hat unser Spiel kaputt gemacht und das Spiel entschieden“, fügte Michael Zorc an.

Mats Hummels droht gar eine Sperre von zwei Spielen in der Champions League. Der 32-Jährige zeigte sich bereits nach dem Abpfiff wenig optimistisch, dass ein Einspruch des BVB bei der UEFA etwas bewirken würde. Mats Hummels hatte Ajax-Stürmer Antony per Grätsche zu Fall gebracht.

„Oliver (Schiedsrichter Michael Oliver; Anm. d. Red.) steht zehn Meter neben dem Bildschirm, das muss er sich anschauen“, wettere Michael Zorc. Aktuell prüfe der BVB den Fall mit seinem Justiziar. „Mats Hummels grätscht ja 40 Zentimeter an Antony vorbei, der steigt ihm sogar noch auf den Fuß“, so Michael Zorc.

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