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Überraschende Dauerkarten-Ankündigung des BVB: Freischaltung - aber nicht für alle

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Von: Marcel Guboff

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Der BVB verkündet eine Überraschung bei den Dauerkarten: Borussia Dortmund schaltet sie frei - aber nicht für alle. Damit weicht der Klub von ersten Überlegungen ab.

Hamm - Inhaber von Dauerkarten von Borussia Dortmund erhalten in den kommenden Tagen Post. Wie der Verein nun auf seiner Homepage mitgeteilt hat, haben Fans jetzt die Möglichkeit, ihre Dauerkarte freischalten zu lassen. Der Termin dafür steht fest - doch einige der Besitzer eines Jahres-Tickets für das Stadion in Dortmund schauen dennoch in die Röhre.

FußballvereinBorussia Dortmund
TrainerMarco Rose
LigaBundesliga

BVB überrascht mit Dauerkarten-Ankündigung: Freischaltung - aber nicht für alle

Ab dem Heimspiel gegen den FC Bayern München am 4. Dezember können Besitzer von Sitzplatz-Dauerkarten wieder wie gewohnt ihr Ticket nutzen. Er muss es aber nicht tun. „Hierbei handelt es sich um ein Angebot, dessen Annahme nicht verpflichtend ist“, heißt es seitens des BVB.

Wer bei den verbleibenden Heimspielen in dieser Saison nicht ins Stadion gehen möchte oder nur zu bestimmten Spielen des BVB-Kaders, kann seine Dauerkarte auch für den Rest der Saison 2021/2022 kündigen - ohne Nachteil für die Spielzeit 2022/23.

Konkret heißt es: „Alle Sitzplatz-Dauerkarteninhaber werden darüber informiert, dass sie die Möglichkeit haben, dem Angebot bis zum 24. November zu widersprechen. Borussia Dortmund garantiert, dass ein solcher Widerspruch keinerlei Auswirkungen auf die Dauerkarte in der nächsten Saison haben wird. Der Sitzplatz wird in diesem Fall bis Saisonende regulär in den Tageskartenverkauf gegeben.“

Die Ankündigung von Borussia Dortmund überrascht. Denn noch vor einigen Wochen hieß es: Der BVB würde alle Dauerkarten (auch Stehplätze) erst mit der Zulassung einer Stadion-Vollauslastung wieder aktivieren. Nun erhalten Inhaber von Sitzplatz-Dauerkarten nun doch diese Option.

BVB schaltet Sitzplatz-Dauerkarten frei - Corona-Entwicklung stets im Blick

Dazu kommt diese Nachrichten mitten in der Diskussion um schärfere Corona-Regeln sowie einen Lockdown für Ungeimpfte. Es vergeht aktuell kaum ein Tag, an dem das Robert-Koch-Institut (RKI) keinen neuen Höchstwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus meldet. Auch in NRW ist die Inzidenz hoch.

Ob der BVB da das richtige Zeichen setzt, wird der weitere Pandemie-Verlauf zeigen. Auch wenn der Klub in seiner Mitteilung darauf verweist, dass in diesen Tagen alles „mit den politischen Rahmenbedingungen, die sich verändern können“, falle.

Fußball: Bundesliga, Borussia Dortmund - FSV Mainz 05, 8. Spieltag, im Signal Iduna Park. Zahlreiche Fans stehen vor dem Spiel auf der Tribüne. Nach der Lockerung der Corona-Auflagen erwartet der BVB rund 60 000 Zuschauer.
Der BVB schaltet die Sitzplatz-Dauerkarten frei. © Bernd Thissen/dpa

Für Inhaber von Stehplatz-Dauerkarten auf der Südtribüne ändert sich derweil nichts. Es bleibt bei den bekannten Abläufen, „Denn die landesrechtlichen Vorgaben lassen nur eine Auslastung von 50 Prozent der Stehplätze zu, so dass die Zahl der Stehplatz-Dauerkarten-Inhaber größer ist als die Zahl der derzeit behördlich genehmigten Stehplätze“ im Dortmunder Stadion.

In einem NRW-Nachbarland sind aktuell sogar gar keine Zuschauer erlaubt. In den Niederlanden sind bis mindestens 4. Dezember bei Sportwettkämpfen keine Zuschauer mehr zugelassen.

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